Chatbot-Nutzung ist wie das Zupfen am Zauberfaden. Das ist der letzte Satz von Thomas Rau in seinem Blogbeitrag über das Märchen vom Zauberfaden. Was die Aussage dieses Märchens ist, findet man bei Herrn Rau.
Das Märchen handelt von Zeitsprüngen, also davon, wie man Ergebnisse vor der Zeit bekommt. Der Weg zur Erkenntnis wird übersprungen, und man erhält vom Chatbot gleich ein argumentativ begründete Lösung.
Deshalb kommentiert Stefan Loskamp auch: „Chatbot-Nutzung ist wie das Zupfen am Zauberfaden“: Das ist the best Aphorismus ever, weil KI macht dumm, dümmer gehts nimmer!
Ich stimme Stefan zu und widerspreche ihm zugleich. Denn natürlich hat er überzogen: dümmer gehts nimmer geht zu weit, denn ganz ohne jede richtige Aussage kommt man nicht aus, auch wenn die Lösung eines Problems, ein Aha-Erlebnis viel weiter bringt als die Lektüre einer Gebrauchsanleitung: Man muss schon das Vertrauen, dass es eine Lösung gibt und verschiedene Wege zur Erkenntnis gesehen haben, damit man den Weg zur Erkenntnis erfolgreich begehen kann.
Auch wenn Lessing darauf besteht, dass die Wahrheit für Gott allein sei, und Schiller warnt: "Weh dem, der zu der Wahrheit kommt durch Schuld: Sie wird ihm nimmermehr erfreulich sein."
Für eine Recherche in Texten, die im Internet noch nicht zu finden sind, ist Chatbot-Nutzung durchaus sinnvoll. Deshalb versuche ich in den Artikeln, in denen ich Texte vorstelle, möglichst immer die Originaltexte zu verlinken, aber biete auch Kurzvorstellungen von Textinhalten an, damit man Bewertungen einordnen kann.
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