Ich habe meinerseits schon über den Umgang mit digitalen Medien im Unterricht geschrieben.
Jetzt aber erscheint eine zusammenfassende Darstellung von 10 KollegInnen mit ihren Erfahrungen, die weit umfassender darstellt, was die Möglichkeiten sind.
Das Hauptproblem ist für mich beim Nachvollziehen: Ich kann mir nicht denken, dass schon viele Lehrer so fit im Umgang mit den digitalen Medien sind wie die, die hier schreiben.
Wer die vorgestellten Konzepte 1 : 1 umsetzen will muss es aber sein. Sonst ist Frustration wahrscheinlich. Aber die Anregungen scheinen mir sehr wertvoll. Für jeden.
Hier der Link zu dem Blog, wo die Arbeiten vorgestellt werden:
Chancen der Digitalisierung für individuelle Förderung im Unterricht
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16.9.15
Lernen mit digitalen Medien
Sascha Lobo: Digitale Schule: Vernetzung stark gefährdet, SPON 16.9.15
Vorteile des Einsatzes digitaler Medien (2015)
Bildung: Wilhelm von Humboldt, Lernen durch Lehren, Internet (2015)
Der Tenor vieler Medienberichte ist: "Computer machen den Unterricht nicht automatisch besser." Das fasst die verbogene Rezeption in der Öffentlichkeit gut zusammen. Der Inhalt dieses Satzes ist verräterisch. Er steht für eine verbreitete gesellschaftliche Erwartungshaltung, das gegenwärtige Bildungssystem plus Computer oder Internet ergäbe automatisch irgendetwas. Als würde man ein Pfund Baumwolle und ein Schnittmuster in eine Schüssel werfen und hoffen, es würde dabei ein T-Shirt herauskommen.
Die nullte Regel der digitalen Gesellschaft heißt: Nichts geht von allein. Alles muss mühsam erarbeitet werden. Die destruktive Hybris, der im Bildungsbereich sowohl Netzskeptiker wie auch Netzenthusiasten erliegen, liegt darin: Einfach Internet und Bildungssystem irgendwie verrühren, dann wird es gut (Enthusiasten) oder schlecht (Skeptiker). [...]
Es geht vielmehr darum, dass sich durch das Internet das Lernen selbst dramatisch verändert. Das Internet ist eine gigantische Lernmaschine. Man kann es kaum nutzen, ohne zugleich das Konzept des ständigen, lebenslangen Lernens zu verinnerlichen. Dazu wandelt sich die digitale Sphäre zu schnell.
Es ist diese konzeptionelle Veränderung der Welt, die das Bildungssystem so antiquiert erscheinen lässt. [...]
Wer nur für fünf Cent daran glaubt, dass das Bildungssystem auch die Aufgabe hat, die Lernenden auf die berufliche und gesellschaftliche Zukunft vorzubereiten, kann daher nicht ernsthaft über das "Ob" der Verschmelzung von Internet und Bildungssystem diskutieren, sondern nur noch über das "Wie". [...]
Es ist ja nicht so, als würden die Aufgaben, die das Bildungssystem zu erfüllen hat, weniger. Im Gegenteil. Nicht nur der zukünftige wirtschaftliche und intellektuelle Erfolg des Landes hängt essenziell davon ab. Sondern zum Beispiel auch, ob es gelingt, die Millionen Flüchtlinge und Einwanderer der nächsten Jahre einigermaßen geschmeidig in die Gesellschaft zu integrieren. [...]
Zur Ergänzung:
Digitale Kompetenzen Noch ein Pisa-Schock, faz.net, 16.9.15
"Eine OECD-Studie sieht keinen merklichen Leistungsvorsprung durch E-Learning. Grundlagen in den klassischen Fächern wappnen Schüler besser für die digitale Welt als Computer im Klassenzimmer."
Eine Publikation zum Thema mit nützlichen Anregungen bietet Lehrende arbeiten mit dem Netz (kostenloser Download möglich).
Eine Publikation zum Thema mit nützlichen Anregungen bietet Lehrende arbeiten mit dem Netz (kostenloser Download möglich).
Meine Position zum Thema:
Mein mediendidaktisches Konzept (2009)Bildung: Wilhelm von Humboldt, Lernen durch Lehren, Internet (2015)
Labels:
digitales Lernen,
Lernen 2.0,
Medien,
Medienpädagogik
24.6.11
22.6.11
opco11 Spannagels Festival zu Medienkunde
Überblick der Konzerte (= der verlinkten Gruppenarbeiten auf Etherpads)
Kurzreflexion:
Je mehr man der Technik zumutet, desto mehr wird sie zur Zumutung.
Aus den Tweets:
Konzertprobe für #opco11 kollidiert bei mir mit Lektüre: A. Gruschka: Verstehen lehren - Plädoyer für guten Unterricht http://t.co/Ms4Sgkg
Technik nervt, Konzept der Konzerte gut
Session heute und das Klischee „Lehrende und Technik“ wird übererfüllt… Was für ein Festival. Was für ne Show…
Schade, dass die Aufführung keine Generalprobe war. So wie die daneben ging, wäre die Aufführung perfekt geworden.
Danke an alle Teilnehmer! Bitte reflektiert (Blogs, ...): 1) Wie fandet ihr das Format? 2) Wie viel ist inhaltlich rübergekommen?
Meinst du, der Arbeitsaufwand und das Ergebnis stehen in einem angemessenen Verhältnis?
Das zeigen die Erfahrungsberichte und Reflexionen der Teilnehmer, hoffe ich #opco11
Zur Klarstellung zum Konzert @2 Rya_ @Fontanefan: Die Mehrheit der Teilnehmer war sich einig, dass die Medienkompetenz nach einem einjährigen Fach-Unterricht, in dem die Grundbegriffe vermittelt werden sollten (Jahrgangsstufe 5), in sämtlichen Fächern verankert gehört. Die Benutzung von Wikis etc. wird mit der Zeit so normal sein wie im vergangenen Jahrhundert das Schreiben in Heften. - Die speziellen Inhalte von Informatik (Geschichte des Computers, Einblick ins Programmieren) sollte nicht für alle verpflichtend sein, sondern kann einerseits als Wahlfach angeboten werden, andererseits (etwa im mathematisch-naturwiss. Zweig eines Gymnasiums oder entsprechenden Schulformen/-ausprägungen) als verpflichtend (8./9. Jahrgangsstufe).
Reflexion 2:
Das Internet ermöglicht zeitversetztes Arbeiten. Die Technik, im Netz effektiv zeitgleich zu arbeiten, ist bei opco11 noch nicht vorhanden. (Chats sind ein schlechter Ersatz für Live-Audiodiskussion, die funktioniert.)
Auf Hausaufgaben zu setzen, wenn die Schüler fehlen, die sie gemacht haben, ist nicht sonderlich effektiv.
Es war eine anstrengende und lehrreiche Stunde. Vor ihr und von ihr gingen eine ganze Reihe von Anregungen aus. No risk, no fun.
Anmerkung:
Schulung der Medienkompetenz für Lehrende
Kurzreflexion:
Je mehr man der Technik zumutet, desto mehr wird sie zur Zumutung.
Aus den Tweets:
Konzertprobe für #opco11 kollidiert bei mir mit Lektüre: A. Gruschka: Verstehen lehren - Plädoyer für guten Unterricht http://t.co/Ms4Sgkg
Technik nervt, Konzept der Konzerte gut
Session heute und das Klischee „Lehrende und Technik“ wird übererfüllt… Was für ein Festival. Was für ne Show…
Schade, dass die Aufführung keine Generalprobe war. So wie die daneben ging, wäre die Aufführung perfekt geworden.
Danke an alle Teilnehmer! Bitte reflektiert (Blogs, ...): 1) Wie fandet ihr das Format? 2) Wie viel ist inhaltlich rübergekommen?
Meinst du, der Arbeitsaufwand und das Ergebnis stehen in einem angemessenen Verhältnis?
Das zeigen die Erfahrungsberichte und Reflexionen der Teilnehmer, hoffe ich #opco11
Zur Klarstellung zum Konzert @2 Rya_ @Fontanefan: Die Mehrheit der Teilnehmer war sich einig, dass die Medienkompetenz nach einem einjährigen Fach-Unterricht, in dem die Grundbegriffe vermittelt werden sollten (Jahrgangsstufe 5), in sämtlichen Fächern verankert gehört. Die Benutzung von Wikis etc. wird mit der Zeit so normal sein wie im vergangenen Jahrhundert das Schreiben in Heften. - Die speziellen Inhalte von Informatik (Geschichte des Computers, Einblick ins Programmieren) sollte nicht für alle verpflichtend sein, sondern kann einerseits als Wahlfach angeboten werden, andererseits (etwa im mathematisch-naturwiss. Zweig eines Gymnasiums oder entsprechenden Schulformen/-ausprägungen) als verpflichtend (8./9. Jahrgangsstufe).
Reflexion 2:
Das Internet ermöglicht zeitversetztes Arbeiten. Die Technik, im Netz effektiv zeitgleich zu arbeiten, ist bei opco11 noch nicht vorhanden. (Chats sind ein schlechter Ersatz für Live-Audiodiskussion, die funktioniert.)
Auf Hausaufgaben zu setzen, wenn die Schüler fehlen, die sie gemacht haben, ist nicht sonderlich effektiv.
Es war eine anstrengende und lehrreiche Stunde. Vor ihr und von ihr gingen eine ganze Reihe von Anregungen aus. No risk, no fun.
Anmerkung:
Schulung der Medienkompetenz für Lehrende
Labels:
Christian Spannagel,
Medienkunde,
Medienpädagogik,
opco11
21.6.11
Diskussion über Medienpädagogik: ein Fach oder fachintegriert
Christian Spannagel hat im Zuge seiner opco11-Veranstaltung (http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Cspannagel/opco11) die Diskussion im Etherpad angestoßen, die ich hier ungeordnet herstelle. Bis Mittwoch 18:00 soll das Ergebnis da sein (das natürlich ein Anstoß zur weiteren Diskussion sein soll). Hier (http://ietherpad.com/6SwA3hEYI6)
die Diskussion:
"Ich persönlich würde auf Blogs und Wikis als Arbeitsinstrumente ungern verzichten und habe Vorbehalte gegenüber Live-Veranstaltungen im Internet (http://fontanefan.blogspot.com/2011/06/aktueller-zwischenbericht-zu-den.html), weil ja gerade das zeitversetzte Arbeiten und die Unabhängigkeit von einem umfangreichen technischen Apparat die Vorteile der neuen Medien sind, während das Hier und Jetzt der Vorzug der zeitlich und örtlich gebundenen Veranstaltung ist. Warum aus dem Klassenzimmer verlagern, was dort viel effektiver möglich ist: der direkte persönliche Austausch auf allen Kanälen?
Die Farbunterschiede habe ich mal weggenommen.
Das Schöne ist: Was in einem ganzen Land schon ausdiskutiert war, wird hier - obwohl die Tendenz wieder in Richtung fachintegriert geht - wieder aufgebrochen.
Was wohl heute im Laufe des Tages passiert, und morgen?
Zum Thema:
die Diskussion:
- Schon Anfang Juni wurde in ZUM-Unity eine Diskussion dazu geführt (http://unity.zum.de/networks/forum/thread.77452:1#posting_77452_386050).
- Zur Integration in alle Fächer sage ich ganz klar "ja". Das ist sonst als würde man Lesen lehren und dann keine Texte in anderen Fächern einsetzen. Zur Frage eines eigenen Fachs bin ich mir nicht sicher, ob man dann nicht alles zu sehr verfächert, denn dann hätten auch andere "Fächer" eine Daseinsberechtigung, wie Ernährung oder Soft Skills. Wie groß wäre denn der Lehrplan für "Umgang mit Medien"? Kann man das nicht in Sozialkunde integrieren oder eine Projektwoche draus machen?
- Ich kann den bisherigen Ausführungen nur zustimmen. Auch ich bin für die Integration in alle Fächer. Was ganz sinnvoll sein könnte, wäre ein Fach "Medienkunde" relativ früh, z. B. am Beginn der Sekundarstufe (wenn die Kinder ca. 10 Jahre alt sind), um Grundlegendes zu vermitteln, was sonst in jedem Fach einzeln gemacht werden müsste - oder dann eben vergessen wird).
- Aber, die logische Konsequenz ist: Wenn Medienbildung in allen Fächern integriert werden muss, dann müssen auch alle Lehrer kompetent sein! Wird man das bei der Schnelligkeit, die das Internet und die Technik vorlegen, schaffen? Man schafft es ja heute schon nicht! Wie viele Lehrer integrieren denn Web-2.0-Anwendungen in ihren Unterricht? (Kühne, aber vielleicht doch nicht so kühne) Behauptung: Wenn man Medienkompetenz in allen Fächern integriert vermittelt, dann wird sie kaum oder nur marginal vermittelt, weil sich keiner dafür verantwortlich fühlt. <-- Die Gefahr besteht, ja.
- Integration in alle Fächer: Die Nutzung unterschiedlichster Medien ist auch vom Kontext abhängig, z.B. in der Werbung wird eine Präsentation eventuell anders aussehen können/kreativer sein dürfen etc. Ich sehe den Umgang mit Medien nicht als losgelösten Aspekt an, sondern als Teil einer Kulturtechnik, ohne die wir nicht mehr auskommen. Am Ende geht es nicht um "Klickkompetenz", sondern um Erziehung zum mündigen Bürger.
- Nebenbei halte ich das Ausdifferenzieren auf Fächer grundsätzlich für zweifelhaft. Eine projektorientiertere, an der Komplexität des Lebens ausgerichtete Herangehensweise berührt immer mehrere "Fächer" - Das mag so sein. Aber in den allermeisten Schulen in D wird eher die Integration von Medienkompetenz in die Fächer gelingen als eine Umstellung vom fach- zum projektorientierten Unterricht. --> Auch der projektorientierte Unterricht bedarf der entsprechenden Lehrerkompetenz. Und: Ist es wirklich gut, alles projektorientiert zu machen? Haben nicht die Fachsystematiken ihren eigenen Wert? Sind Fachsystematiken denn grundsätzlich schlecht? Es gibt z.B. zahlreiche innermathematische Motivationen, die sich nicht durch reale Kontexte einkleiden lassen, die aber ihre eigene Schönheit haben.
- Content sollte immer im Zusammenhang mit einem Context erfolgen und auch fächerübergreifend oder fachergänzend (anderer Sichtwinkelauf ein Thema/Problem), denn Technik/Technologie ist immer nur Mittel zum Zweck, Werkzeug und muss einen Sinn machen, sie kennen und anwenden (für sich nutzen) zu wollen. --> Ja. Man kann auch in einem eigenen Fach entsprechende Kontexte bereit stellen. Man kann doch in einem Fach "Medien" entsprechende Anwendungskontexte bieten (ähnlich wie man das auch z.B. in der Physik macht).
- Schade, dass in Thueringen alles schon durch ist. Wir haben Medienkunde in "normale" Schulfächer integriert bekommen. Damit haben sie bei uns das Fach "ITG" aus den Angeln gehoben. Bin gerade als Alter (15 Jahre als L weg-Schwitz) und habe im letzten Jahr ein Ministudium Info an der Uni Jena begonnen. Dort möchte Prof. Fothen, dass ITG schon in der Grundschule als einzelnes Fach unterrichtet werden soll. Bin ich voll dafür. In unserem Sport-Gym wollen nicht mal die Mathelehrer den neuen Rechner einsetzen, wie sollen die dann Medienkompetenz oder wie man es auch nennen will/soll vermitteln. Ich stehe selber am Anfang der eigenen Nutzung von Web 2.0 und bin aber total begeistert. Nun muss ich nur noch lernen, wie ich es meinen Schülern näherbringe. Deshalb bin ich eigentlich auch hier. --> Ein Kollege in BW sagte einmal: "Hier haben wir ITG wegintegriert.""
Das Schöne ist: Was in einem ganzen Land schon ausdiskutiert war, wird hier - obwohl die Tendenz wieder in Richtung fachintegriert geht - wieder aufgebrochen.
Was wohl heute im Laufe des Tages passiert, und morgen?
21.4.09
Mein medienpädagogisches Konzept
Bereiche, die m.E. in den bestehenden Lehrplänen angemessen repräsentiert sind, übergehe ich weitgehend, und Schreib- und Leseaufwand nicht unnötig zu erhöhen.
Lehrer sollten recherchieren (d.h. auch im Internet) und korrekt zitieren können sowie eine Textverarbeitung beherrschen. Mathematiklehrer sollten Tabellenkalkulation, ein Datenbankprogramm und eine Software für mathematisches Zeichnen beherrschen.
Allen Lehrern sollte bekannt sein, dass unbezahlt erarbeitete open source Software und Lexika eine hohe Qualität erreichen können, dass aber bei Lexika zwei prinzipielle Schwächen bestehen: Exoten- und Überblicksartikel können von minderer Qualität sein. Exotenartikel, weil sie seltener von Benutzern kontrolliert werden und Überblicksartikel, weil sie einen besonderen Aufwand an Strukturierung erfordern.
Schüler sollten im wesentlichen in folgender Reihenfolge in Medien eingeführt werden: Lesen, Schreiben, Fernsehverarbeitung, Informationsvermittlung, Recherche, Datenschutz (besonders Gefahren von Cybermobbing und Verhaltensüberwachung), Textverarbeitung und mathematisches Zeichnen, Wissenskonstruktion.
An jeder Schule sollten Arbeitsgemeinschaften für Videoerstellung und Textproduktion, insbesondere Blogging und Arbeit mit Wikis angeboten werden.
Entgegen einer Tendenz in Lehrplänen und Praxis sollte Informationsübermittlung sich nicht auf die technische Beherrschung einer marktgängigen Präsentationssoftware beschränken, sondern als Erzählen, Berichten, Erklären und die Organisation des gemeinsamen Erarbeitens von Kenntnissen und Fertigkeiten verstanden werden.
Im Laufe des Curriculums sollte Informationsvermittlung zugunsten von Wissenskonstruktion zurücktreten.
Weil ich sicher bin, Wesentliches übergangen und manches zu einseitig dargestellt zu haben, habe ich dieses Konzept auch auf eine Benutzerunterseite im ZUM-Wiki gestellt, damit die Diskussion nicht nur hier, sondern auch dort auf der Diskussionsseite geführt werden kann und kleinere Änderungen sofort vorgenommen werden können. Bei wesentlichen Abweichungen von meinem Konzept bitte ich, ein eigenes Konzept zu formulieren und es im Artikel Medienpädagogik zu verlinken.
Bei Dotcom finde ich eine Reihe von Beiträgen zum Thema, die ich hiermit verlinken will. Ich befürchte, dass manche glauben, das was im Bereich digitaler Medien gebenwärtig wegen ständiger neuer Handwerkszeuge, Verzeihung: Tools, sinnvoll ist, nämlich die ständige Suchbewegung nach Orientierung in einem sich verändernden Raum, wäre auch die beste Vorbereitung für Kinder, die die Basis, Verzeihung Schlüsselqualifikationen, für Urteils- und Handlungsfähigkeit in der mittleren Zukunft erwerben wollen.
Aber darüber sollte man diskutieren.
Nachtrag: Jedenfalls in Großbritannien werden Kenntnisse des Web 2.0 offenbar als wichtiger angesehen, als sie in meinem Konzept rangieren, oder gilt das nur für eine Gruppe von Kommunikationsspezialisten, die man als einer vertieften naturwissenschaftlichen Ausbildung nicht gewachsen ansieht?
Lehrer sollten recherchieren (d.h. auch im Internet) und korrekt zitieren können sowie eine Textverarbeitung beherrschen. Mathematiklehrer sollten Tabellenkalkulation, ein Datenbankprogramm und eine Software für mathematisches Zeichnen beherrschen.
Allen Lehrern sollte bekannt sein, dass unbezahlt erarbeitete open source Software und Lexika eine hohe Qualität erreichen können, dass aber bei Lexika zwei prinzipielle Schwächen bestehen: Exoten- und Überblicksartikel können von minderer Qualität sein. Exotenartikel, weil sie seltener von Benutzern kontrolliert werden und Überblicksartikel, weil sie einen besonderen Aufwand an Strukturierung erfordern.
Schüler sollten im wesentlichen in folgender Reihenfolge in Medien eingeführt werden: Lesen, Schreiben, Fernsehverarbeitung, Informationsvermittlung, Recherche, Datenschutz (besonders Gefahren von Cybermobbing und Verhaltensüberwachung), Textverarbeitung und mathematisches Zeichnen, Wissenskonstruktion.
An jeder Schule sollten Arbeitsgemeinschaften für Videoerstellung und Textproduktion, insbesondere Blogging und Arbeit mit Wikis angeboten werden.
Entgegen einer Tendenz in Lehrplänen und Praxis sollte Informationsübermittlung sich nicht auf die technische Beherrschung einer marktgängigen Präsentationssoftware beschränken, sondern als Erzählen, Berichten, Erklären und die Organisation des gemeinsamen Erarbeitens von Kenntnissen und Fertigkeiten verstanden werden.
Im Laufe des Curriculums sollte Informationsvermittlung zugunsten von Wissenskonstruktion zurücktreten.
Weil ich sicher bin, Wesentliches übergangen und manches zu einseitig dargestellt zu haben, habe ich dieses Konzept auch auf eine Benutzerunterseite im ZUM-Wiki gestellt, damit die Diskussion nicht nur hier, sondern auch dort auf der Diskussionsseite geführt werden kann und kleinere Änderungen sofort vorgenommen werden können. Bei wesentlichen Abweichungen von meinem Konzept bitte ich, ein eigenes Konzept zu formulieren und es im Artikel Medienpädagogik zu verlinken.
Bei Dotcom finde ich eine Reihe von Beiträgen zum Thema, die ich hiermit verlinken will. Ich befürchte, dass manche glauben, das was im Bereich digitaler Medien gebenwärtig wegen ständiger neuer Handwerkszeuge, Verzeihung: Tools, sinnvoll ist, nämlich die ständige Suchbewegung nach Orientierung in einem sich verändernden Raum, wäre auch die beste Vorbereitung für Kinder, die die Basis, Verzeihung Schlüsselqualifikationen, für Urteils- und Handlungsfähigkeit in der mittleren Zukunft erwerben wollen.
Aber darüber sollte man diskutieren.
Nachtrag: Jedenfalls in Großbritannien werden Kenntnisse des Web 2.0 offenbar als wichtiger angesehen, als sie in meinem Konzept rangieren, oder gilt das nur für eine Gruppe von Kommunikationsspezialisten, die man als einer vertieften naturwissenschaftlichen Ausbildung nicht gewachsen ansieht?
19.4.09
Diskussion zu Medienpädagogik
Meinen vorigen Artikel haben Herr Larbig und Andreas Kalt als Ausgangspunkt für bedenkenswerte Reflexionen genommen, die im ZUM-Wiki beim Artikel Medienpädagogik verlinkt sind und weiter diskutiert werden.
Einen Versuch eine geordnete Stellungnahme zum Medienpädagogischen Manifest zu formulieren, werde ich erst machen, wenn die dortige Diskussion ausgelaufen zu sein scheint.
Inzwischen habe ich mein medienpädagogisches Konzept formuliert.
Einen Versuch eine geordnete Stellungnahme zum Medienpädagogischen Manifest zu formulieren, werde ich erst machen, wenn die dortige Diskussion ausgelaufen zu sein scheint.
Inzwischen habe ich mein medienpädagogisches Konzept formuliert.
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