Vorgänge um den offenen Brief von 100 Wissenschaftlern (Deutschlandfunk)
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18.6.24
3.9.15
Was man nicht mehr sagen darf - Darf man nicht?
"Was man nicht mehr sagen darf" fragt die ZEIT in ihrer neusten Nummer und beklagt ein allgemeines Gerede mit ständiger gegenseitiger Zustimmung ("Genau"). Sie führt es zurück auf eine allgemeine Selbstzensur.
So übertrieben diese Darstellung ist (es findet sich auch die gegenteilige Meinung: in der Demokratie sei jede Aussage erlaubt, müsse sich aber in Frage stellen lassen), für so sinnvoll halte ich es, die Frage aufzuwerfen.
Zwei Beispiele:
Ein Nobelpreisträger macht einen Witz, bei dem nicht völlig klar ist, ob er nicht vielleicht doch etwas davon ernst gemeint hat, und verliert deshalb seine wissenschaftliche Arbeitsgrundlage.
Die Worte "der weiße Nebel wunderbar" aus "Der Mond ist aufgegangen" wird von einem Kind missverstanden als "der weiße Neger Wumbaba". Wegen des Wortes "Neger" dürfe dies Ergebnis eines Missverständnisses - so wird argumentiert - nicht Titel eines Buches sein.
Aber wirkt political Correctness wirklich so stark? Sollten wir sie deshalb als Forderung ganz aufgeben?
Es lohnt sich, darüber zu diskutieren. Und nicht nur darüber, sondern über manche andere Frage, die im Zusammenhang der ZEIT-Diskussion aufgeworfen wird.
So übertrieben diese Darstellung ist (es findet sich auch die gegenteilige Meinung: in der Demokratie sei jede Aussage erlaubt, müsse sich aber in Frage stellen lassen), für so sinnvoll halte ich es, die Frage aufzuwerfen.
Zwei Beispiele:
Ein Nobelpreisträger macht einen Witz, bei dem nicht völlig klar ist, ob er nicht vielleicht doch etwas davon ernst gemeint hat, und verliert deshalb seine wissenschaftliche Arbeitsgrundlage.
Die Worte "der weiße Nebel wunderbar" aus "Der Mond ist aufgegangen" wird von einem Kind missverstanden als "der weiße Neger Wumbaba". Wegen des Wortes "Neger" dürfe dies Ergebnis eines Missverständnisses - so wird argumentiert - nicht Titel eines Buches sein.
Aber wirkt political Correctness wirklich so stark? Sollten wir sie deshalb als Forderung ganz aufgeben?
Es lohnt sich, darüber zu diskutieren. Und nicht nur darüber, sondern über manche andere Frage, die im Zusammenhang der ZEIT-Diskussion aufgeworfen wird.
15.4.12
Große Koalition gegen Recht auf Meinungsäußerung im Bundestag
Die Piraten streben eine Öffnung demokratischer Strukturen für mehr Bürgerbeteiligung an.
Die Fraktionen von Union, SPD und FDP im Bundestag wollen sogar Bundestagsabgeordneten das Rederecht noch stärker beschneiden, als es bisher schon beschnitten ist.
Der Einsatz des Bundestagspräsidenten Lammert für das Rederecht der Parlamentarier soll per Geschäftsordnungsbeschluss gebrochen werden. (vgl. Süddeutsche Zeitung vom 15.4.12)
Das wäre für mich ein Grund, die Piratenpartei zu wählen, da ich Lammert ja nicht direkt wählen kann.
Ein schönes Beispiel für den Unterricht, wie die unvermeidbare Spannung zwischen für die Kompromissfindung notwendiger Fraktionsdisziplin und der Gewissensbindung der Abgeordneten (Art. 38 GG) nicht beseitigt werden darf.
Inzwischen gibt es einige Proteste auch aus den Reihen dieser Fraktionen, von Grünen und Linken sowieso.
Die Fraktionen von Union, SPD und FDP im Bundestag wollen sogar Bundestagsabgeordneten das Rederecht noch stärker beschneiden, als es bisher schon beschnitten ist.
Der Einsatz des Bundestagspräsidenten Lammert für das Rederecht der Parlamentarier soll per Geschäftsordnungsbeschluss gebrochen werden. (vgl. Süddeutsche Zeitung vom 15.4.12)
Das wäre für mich ein Grund, die Piratenpartei zu wählen, da ich Lammert ja nicht direkt wählen kann.
Ein schönes Beispiel für den Unterricht, wie die unvermeidbare Spannung zwischen für die Kompromissfindung notwendiger Fraktionsdisziplin und der Gewissensbindung der Abgeordneten (Art. 38 GG) nicht beseitigt werden darf.
Inzwischen gibt es einige Proteste auch aus den Reihen dieser Fraktionen, von Grünen und Linken sowieso.
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Gewissen,
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