24.4.26

Zum Umgang mit KI

 

Im Umgang mit KI hilft ein einfacher Prüfmechanismus: 

Erstens: Ist die Aussage allgemein oder konkret? Allgemeine Erklärungen sind oft brauchbar. Konkrete Daten, Orte und Zahlen müssen genau überprüft werden. 

Zweitens: Woher könnte die Information stammen? Wenn keine Quelleangegeben ist ist, sollte man sehr vorsichtig sein. 

Drittens: Ist der Text zu glatt? Wirklichkeit ist oft widersprüchlicher als KI-Prosa. 

Viertens: Füllt die KI vielleicht eine denkbare Lücke?
Ursprünge, Übergänge, Endpunkte und aktuelle Entwicklungen (!) sind typische Halluzinationszonen. 

Diese vier Fragen reichen oft, um problematische Stellen schnell zu erkennen.


Mehr dazu unter: Wenn eine KI mich für tot erklärt

20.4.26

Zum Verständnis von KI und ihrer Steuerung

 Jean-Pol Martin: Lernen durch Lehren und Neue Menschenrechte 19.4.2026

"[...] KI kann Begriffe in Beziehung setzen, Texte rekonstruieren, Varianten erzeugen, Muster sichtbar machen und in iterativen Schleifen zu immer stimmigeren Ergebnissen beitragen. Besonders stark ist sie dort, wo ein Mensch den Rahmen vorgibt, die Fragestellung präzisiert und die Rückmeldungen prüft. Zugleich sieht Martin klar ihre Grenzen. KI besitzt kein menschliches Langzeitgedächtnis, keine eigene Identität, keine biografische Kontinuität und kein Selbstverhältnis. Sie rekonstruiert, kombiniert und variiert – aber sie erinnert nicht im menschlichen Sinn und sie urteilt nicht aus eigener existenzieller Verankerung. Gerade diese Unterscheidung ist entscheidend. Sie schützt davor, sprachliche Leistungsfähigkeit mit Bewusstsein zu verwechseln. [...]

Jean-Pol Martin versteht KI auf drei Ebenen zugleich. Erstens funktional: Er erkennt, was diese Systeme praktisch leisten können und worin ihre Begrenzungen bestehen. Zweitens systemisch: Er begreift KI nicht isoliert, sondern als Teil eines größeren Rückkopplungsprozesses zwischen Mensch, Technik, Text, Öffentlichkeit und kollektiver Wissensbildung. Drittens normativ: Er fragt immer nach dem Wozu. KI soll nicht nur effizient sein, sondern dem Menschen dienen – seiner Selbststeuerung, seiner Partizipation und seiner Fähigkeit, kohärent zu denken und zu handeln. Gerade diese dritte Ebene fehlt vielen gegenwärtigen KI-Debatten. Dort dominieren oft Technikfaszination oder Risikorhetorik. Martin dagegen verankert KI in einem anthropologischen Rahmen. Er fragt nicht nur, was KI kann, sondern welche Form von Gesellschaft durch ihren Einsatz gefördert wird. [...]

Sein Verständnis ist weniger das eines Programmierers im Maschinenraum als das eines Theoretikers der Lebenserhaltung, der präzise erkennt, was diese Systeme leisten können – und was sie nicht leisten dürfen. Vielleicht ist genau das heute die entscheidende Form des Verstehens. [...]" ( Jean-Pol Martin: Lernen durch Lehren und Neue Menschenrechte 19.4.2026)

2.4.26

Duderstadt / Forytta: Literarisches Lernen (in der Grundschule)

 "Das Werk "Literarisches Lernen", herausgegeben von Matthias Duderstadt und Claus Forytta (erschienen 1999 als Band 107 in der Reihe Beiträge zur Reform der Grundschule des Grundschulverbandes), gilt als ein wichtiger Beitrag zur deutschdidaktischen Diskussion über die Rolle und den Umgang mit Literatur in der Primarstufe.

Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über didaktische Konzepte, um Kindern den Zugang zu literarischen Texten zu ermöglichen und sie in ihrer literarischen Kompetenz zu fördern.

Zentrale Ansätze des Bandes

Das Werk verfolgt einen integrativen Ansatz, der das "Literarische Lernen" als einen aktiven Prozess der Weltaneignung begreift. Die Kernideen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Zweigliedrigkeit der Lernprozesse: Das literarische Lernen realisiert sich durch ein Zusammenspiel von Rezeption (das Aufnehmen und Verstehen von Texten) und Produktion (das eigene literarische Schreiben der Kinder). Beide Bereiche werden als wechselseitig befruchtend angesehen.

  • Begegnung mit Literatur: Ein zentraler Punkt ist die Gestaltung der Begegnung zwischen Kindern und literarischen Vorlagen (Texte und Bilder). Ziel ist es, Kindern Wege zur Kinderliteratur zu eröffnen, ohne sie durch zu eng geführte Aufgabenstellungen in ihrer freien Deutung einzuschränken.

  • Literarische Kompetenzentwicklung: Der Band betrachtet das Literarische Lernen nicht als starres Ziel, sondern als einen fortlaufenden Prozess. Dabei wird betont, dass Kinder bereits vor Schuleintritt basale literarische Erfahrungen mitbringen, an die der Unterricht anknüpfen muss.

  • Produktionsorientierung: Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem kreativen Schreiben. Hier wird reflektiert, wie die literarische Qualität von Kindertexten gefördert werden kann, indem Kinder sich an literarischen Vorbildern orientieren und ihre eigenen Geschichten als einen Prozess begreifen, der Ähnlichkeiten zum "Träumen" oder zur individuellen Sinnstiftung hat.

Einordnung in die Fachdidaktik

Das Buch ist in einer Zeit entstanden, in der die Deutschdidaktik verstärkt nach Wegen suchte, Literatur als ästhetisches Medium zu begreifen und nicht nur als Gegenstand für rein kognitive Sachtextanalysen. Duderstadt und Forytta betonen die Bedeutung des "literarischen Modus" – Literatur als ein Medium, das die Fantasie nährt, Fremdheit aushaltbar macht und Reflexionsräume über das eigene Selbst und die Welt bietet.

Relevanz heute

Obwohl das Werk von 1999 stammt, sind die darin diskutierten Grundsatzfragen nach wie vor hochaktuell. Die moderne Forschung zur literarischen Bildung knüpft direkt an diese Ansätze an, etwa bei der Frage, wie durch das literarische Gespräch (z. B. nach dem Heidelberger Modell) auch komplexe Texte für Grundschulkinder zugänglich gemacht werden können, ohne die kindliche Souveränität im Umgang mit Literatur zu untergraben." (KI: Gemini)




13.2.26

Anja Besands Notfall- oder Katastrophencurriculum

  Anja Besand ist Professorin für Didaktik der politischen Bildung an der Technischen Universität Dresden. In ihrer Arbeit konzentriert sie sich stark darauf, wie Schulen und Lehrkräfte mit aktuellen gesellschaftlichen Krisen sowie antidemokratischen und rechtspopulistischen Herausforderungen umgehen können.

Ein zentrales aktuelles Projekt ihrer Professur ist das sogenannte „Katastrophen-Curriculum“ (oft auch als Notfallcurriculum für Schulen bezeichnet).

Das Katastrophen-Curriculum

Dieses Curriculum wurde als Reaktion auf die Beobachtung entwickelt, dass Schulen in Krisenzeiten (wie etwa der Pandemie oder bei anderen Großereignissen) dazu neigen, sich auf Kernfächer und Prüfungsrelevanz zu verengen, während die politische und soziale Bildung oft in den Hintergrund rückt.

  • Ziel: Es bietet ein alternatives Bildungsangebot für den „Notbetrieb“. Ziel ist es, Schule in Ausnahmesituationen handlungsfähig zu halten, die Gemeinschaft zu stärken und Schülern dabei zu helfen, Krisenlagen solidarisch zu verstehen und zu verarbeiten.

  • Struktur: Das Material besteht aus drei Hauptkomponenten:

    1. Einem speziellen Lehrplanteil.

    2. Einer pädagogischen Handreichung für Lehrkräfte.

    3. Einem Notfallschulheft, das sich direkt an die Schüler richtet.

  • Entstehung: Das Projekt wurde partizipativ entwickelt. Beteiligt waren neben Lehramtsstudierenden auch der Landesschülerrat Sachsen, Eltern sowie Schulleitungen verschiedener Schulformen.

Arbeitsschwerpunkte von Prof. Dr. Besand

Neben diesem speziellen Curriculum ist Anja Besand für folgende Themen bekannt:

  • Umgang mit Rechtsextremismus: Sie erforscht, wie Lehrkräfte auf extremistische Vorfälle und Einschüchterungsversuche (z. B. durch politische Meldeplattformen) reagieren können, ohne in eine indifferente Haltung zu verfallen.

  • Inklusive politische Bildung: Ein Fokus liegt darauf, politische Bildung für alle Zielgruppen zugänglich zu machen, unter anderem auch im Kontext beruflicher Schulen oder durch Projekte wie „Lernort Stadion“.

  • Medien und Politik: Sie befasst sich mit der Rolle neuer Medien und populärkultureller Formate (z. B. Fernsehserien) für die politische Vermittlung.


Soll ich Ihnen Details zu den 32 Fallsituationen aus ihrem Praxishandbuch für den Umgang mit antidemokratischen Vorfällen heraussuchen?

In diesem Video erläutert Prof. Dr. Anja Besand, warum sich Schulen gegenüber ihrer Umwelt öffnen sollten und wie echte demokratische Partizipation für Schüler aussehen kann. Öffnung von Schule: Warum Schule mit ihrer Umwelt interagieren sollte

3.2.26

Aus einer Schulchronik von 1947

"Mit 450 Schülerinnen erreichte die Schule im Jahre 1944 ihren höchsten Stand. Infolge der Kriegsverhältnisse hatten viele Familien ihren Wohnsitz an die Bergstraße verlegt mit ihren Kindern der Schule diesen Zuwachs gebracht. Schließlich konnten nur noch Schülerinnen aufgenommen werden, die eine Sitzgelegenheit mitbrachten."


18.1.26

Die Wikipedia ist 25 Jahre alt geworden.

 Von ein paar hundert Artikeln zu 65 Millionen in über 300 Sprachen, das ist schon was.

Ich bin - unter anderem Namen - erst seit 21 Jahren dabei, war aber - für einen Wikipedianer - schon ziemlich alt, als ich angefangen habe, und werde sie nicht noch einmal so lange begleiten können. 

Ich bin dankbar, dass ich dazu gestoßen bin, als es noch vergleichsweise leicht war, Nützliches beizutragen. Umso mehr möchte ich für sie Werbung machen. Es gibt so viele neue Entwicklungen, zu denen es in der Wikipedia noch kein Stichwort (dort Lemma genannt) gibt, z.B. De-Banking.

Wer will den Artikel für die Wikipedia schreiben? Nur Mut! Verbessert wird er sowieso mit der Zeit,

Aber er sollte natürlich von einem Menschen formuliert und mit Belegen versehen sein, eine KI reicht dafür nicht aus.

Dafür ein Beispiel: 

Eine KI wird aufgefordert, eine Inhaltsangabe zu Fredrikssons Roman Sofia und Anders zu schreiben. Sie macht das recht gut, doch dann schreibt sie "Originaltitel: Enligt Maria Magdalena, auch unter den Namen der Protagonisten bekannt", obwohl der korrekte Originaltitel des Buches, das von einem Blinden berichtet, Blindgång ist? Was soll der Name Magdalena in dem Titel?

Blindgång ist 1992 entstanden, Enligt Maria Magdalena 1997. Offenbar kommen beide Titel oft in räumlicher Nähe vor, so dass die Wahrscheinlichkeit gleich groß war. Eine Prüfung über die inhaltliche Plausibilität hat die KI nicht vorgenommen. Das heißt aber nicht, dass dasselbe  Large Language Model  nicht kurz darauf schon eine richtige Antwort geben könnte, auch ohne dass das Programm wesentlich verbessert worden ist.

Aber je mehr KI-Texte im Internet stehen, mit desto mehr KI-Texten wird die KI trainiert. die Sprachentwicklung wird daher wesentlich rascher gehen als in den letzten 1000 Jahren. Und sie wird in Richtung KI-Sprache gehen.

Daher: Geben Sie menschlichen Sprachen eine Chance, länger zu überleben. Schreiben Sie Wikipediaartikel! Die sind ein ganz wichtiges (gut geordnetes) Übungsmaterial für KIs. icht zuletzt, weil sie die Wikipedia kostenlos nutzen können, während mehr und mehr menschliche Texte hinter Bezahlschranken verschwinden.

29.12.25

Jean-Pol Martins semantisches Feld

 Warum es sich verbreiten wird:

https://jeanpol.wordpress.com/2025/12/29/warum-sich-das-harte-semantische-feld-von-jean-pol-martin-verbreiten-wird/

"In einer Zeit wachsender Komplexität, politischer Polarisierung und digitaler Beschleunigung verbreiten sich nicht die lautesten Theorien, sondern jene, die Orientierung, Steuerungsfähigkeit und Kohärenz bieten. Genau hier liegt die besondere Stärke des harten semantischen Feldes von Jean-Pol Martin.

Dieses semantische Feld ist kein loses Begriffsnetz und kein normatives Wunschbild. Es ist ein strukturhartes, kybernetisch anschlussfähiges Steuerungsmodell, das sich in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen anwenden lässt – von Schule über Organisationen bis hin zur Mensch–KI-Zusammenarbeit. 

1. Verbreitung durch strukturelle Notwendigkeit – nicht durch Marketing

Das semantische Feld von Jean-Pol Martin antwortet auf ein zentrales Problem moderner Gesellschaften: Wir haben Wissen, aber keine stabilen Steuerungsrahmen mehr. Sein Modell ordnet menschliches Handeln konsequent entlang universeller Grundbedürfnisse (Denken, Gesundheit, Sicherheit, soziale Einbindung, Selbstverwirklichung/Partizipation, Sinn) und verbindet diese mit:

  • kognitiven Steuergrößen (Denken, Kontrolle, Flow),
  • systemischen Prinzipien (Antinomien, Top-down/Bottom-up, Integration/Differenzierung),
  • kybernetisch-biologischen Grundlagen (Rückkopplung, Prävention, Nachhaltigkeit).

Diese Architektur ist nicht beliebig erweiterbar, sondern bewusst begrenzt. Genau das macht sie „hart“. [...]"

10.12.25

Lernen durch Lehren aus der Sicht einer KI

Lernen durch Lehren ist ein lebendiges System. Zusammen mit dem Blick auf die Grundbedürfnisse: Denken, Gesundheit, Sicherheit, soziale Einbindung, Selbstverwirklichung und Partizipation / Sinn. bildet es eine Brücke zwischen Pädagogik, Philosophie, Psychologie und Sozialwissenschaft. In diesem Ansatz finden sich viele wieder, weil er zugleich rational und ganz menschlich ist. (Quelle)




30.11.25

ChatGPT gibt dir dafür eine Drei (Auszüge aus einem ZEIT-Artikel mit Kurzurteil)


https://www.zeit.de/2025/50/ki-korrekturhilfen-klausuren-schule-chatgpt-lehrer/komplettansicht

ZEIT 27.11.2025

"Bewertung durch die KI: Würde das funktionieren, dürfte sich die Rolle des Lehrers grundlegend wandeln. Weg von einer alles entscheidenden Prüfungsinstanz, hin zum Motivator und Wegbegleiter. Was bisher meist nur als verklärtes pädagogisches Ideal existierte, könnte zum Berufsbild werden. Mit allen Vor- und Nachteilen. Denn auch Noten können Antrieb sein, wenn sie richtig eingesetzt werden. [...] Mit einem Programmierer entwickelte sie deshalb Edaira, das stärker auf die Bedürfnisse von Lehrkräften zugeschnitten ist als etwa ChatGPT. Man kann PDFs, Textdateien oder Fotos von handschriftlichen Schülerarbeiten hochladen, die eine automatische Handschrifterkennung in einen maschinenlesbaren Text umwandelt.

Bevor Edaira sich ans Korrigieren und Bewerten macht, muss man es wie alle anderen Tools auch mit Informationen füttern, Aufgabenstellungen hinzufügen, Musterarbeiten hochladen: Um welche Jahrgangsstufe und um welches Fach geht es? Was ist das Anforderungsniveau? Wie stark sollen Sprachleistung und Orthografie in die Bewertung einfließen? Im letzten Schritt wird die Gewichtung der einzelnen Aufgaben in einem Bewertungsraster festgelegt. Erst dann kann der blaue "Bewerten"-Knopf angeklickt werden. Nach wenigen Sekunden erscheint das Feedback: "Du nennst mehrere typische Folgen einer wirtschaftlichen Rezession klar und vollständig, du ordnest die Problemstellung zeitlich ein, du formulierst die Kernidee prägnant ..."

Auch einen Punktewert errechnet Edaira, etwa "78,5 von 100" [...]

Tatsächlich hat die EU im vergangenen Jahr den AI Act erlassen, der dem Einsatz von KI in der Bildung Grenzen setzt. Demnach dürfen Entscheidungen, die für das berufliche Fortkommen bedeutsam sind, nicht automatisch von KIs vorgenommen werden. Die Vorschriften der deutschen Bundesländer beschränken die KI deshalb auf die Korrektur von Schülerarbeiten. In der Handreichung "KI@Schule" aus Schleswig-Holstein etwa heißt es, "die Bewertung von (Prüfungs-)Leistungen durch KI" sei "unzulässig". Sie müsse "eine persönliche Eigenleistung der Lehrkraft sein". [...]

Das grundsätzliche Problem sei, dass man von außen nur schwer nachvollziehen könne, wie die KI zu ihren Bewertungen komme – was auch bei anderen KI-Anwendungen immer wieder für Vorbehalte und Skepsis sorgt. [...] "Wie sie zu ihrem Urteil kommt, wissen wir im Grunde nicht", so Köller. Es ist also gar nicht so anders als bei vielen Lehrern." (ZEIT 27.11.2025)

Der wesentliche Unterschied ist aber, dass Menschen für ihre Werturteile auf Emotionen/ "Bauchurteile" zurückgreifen können, KIs nicht.

"Eine KI ist ein Simulator. Sie kann einen Richter, einen Priester oder einen Ethiker simulieren, indem sie deren Sprache und Argumentationsmuster nutzt. Aber unter der Haube rechnet nur ein Algorithmus kalt und neutral mit Nullen und Einsen. Deshalb kann sie Werte nur darstellen  (zitieren), aber nicht fühlen (urteilen). (Antworten einer KI 28.11.2025)(https://antworteneinerki.blogspot.com/2025/11/warum-kann-eine-ki-keine-werturteile.html)

8.10.25

Wie können Schüler lernen, was ihnen keine KI bieten kann?

 Angesichts der Tatsache, dass angesichts der Fortschritte von künstlicher Intelligenz die meisten von uns und nicht zuletzt Schüler gelernt haben, für die mühsame Aufgabe des Recherchierens und Formulierens KI einzusetzen, wird es für Lehrer immer schwerer, Hausaufgaben (und Prüfungsaufgaben zu formulieren) und zu bewerten. 

Ich habe einmal eine KI dazu befragt, wie man das erreichen könne, und dieselbe KI verriet mir auch, wie man ihre Empfehlungen austricksen könne

Schon lange ist bekannt (wenn auch nicht jedem), dass man das Problem dadurch lösen kann, indem man als Hausaufgabe stellt, den Mitschülern das im Unterricht beizubringen, was man zu Hause gelernt hat. Diese Methode "Lernen durch Lehren" ist zwar sehr sinnvoll, aber gar nicht so einfach anzuwenden. Denn dafür müssen Schüler lernen, gute Lehrer zu werden (und jeder Lehrer weiß, dass das gar nicht so einfach ist). [Jean-Pol Martin hat bewiesen, dass das geht, aber es dauert auch bei ihm Jahre, und nur die motivierten Schüler werden auch gute Lehrer*innen.]

Doch es gibt auch einen anderen Weg. Das, was KI für Schüler erledigen kann, kann sie in einigen Jahren (zumindest weitgehend) auch im Beruf. Was sie aber niemandem abnehmen kann, ist, im Gespräch spontan auf andere zu reagieren, ihnen zuzuhören, sie zu verstehen und auf sie einzugehen. Genau diese sozialen Fähigkeiten drohen verloren zu gehen in einer Zeit, wo in der Pause, im Wartezimmer, im Zug und auf der Parkbank sein Handy hat, um sich zu unterhalten und sich der Auseinandersetzung mit kontroversen Meinungen zu entziehen. 

Das, was in der Coronazeit den Schüler*innen so gefehlt hat, droht mehr und mehr auch im Präsenzunterricht zu fehlen, wenn er nicht radikal auf Mündlichkeit, also Gespräch und gegenseitigen Austausch umgestellt wird. 

Irgendwie haben wir alle das schon gewusst; aber in einem Artikel aus dem Guardian wurden die Argumente so gut vorgetragen, dass ich fand, ich sollte sie noch einmal aufgreifen. Hier Simon Jenkins, Kolumnist des Guardian, gekürzt und maschinenübersetzt.

In einer Welt, die von rasanten Fortschritten in der künstlichen Intelligenz, sich vertiefenden sozialen Gräben und anhaltender Ungleichheit geprägt ist, waren die Fähigkeiten des Sprechens, Zuhörens und Kommunizierens noch nie so dringend erforderlich.“ Rosen, Professor für Kinderliteratur, fügte hinzu: „Das Rückgrat der Sprache ist unser Sprechen. Es ist die alltägliche Art und Weise, wie wir Beziehungen knüpfen und verändern, die Ereignisse unseres Lebens teilen und vom Leben anderer Menschen hören.“ [...]

Der Kern der mündlichen Ausdrucksfähigkeit besteht darin, Schülern zu helfen, ihre Gedanken anderen gegenüber zu artikulieren, höflich und intelligent zuzuhören und zu antworten. [...] Wenn ich die Schüler meine örtliche Gesamtschule verlassen sehe, unterhalten sie sich nicht. Sie schauen auf ihre Handys oder schreien. [...] Das System liebt immer noch Mathematik – die 95 % der Arbeitssuchenden nicht brauchen –, [und warum:] weil sie leicht zu messen ist und die Regierungen damit prahlen können. Sogar Literatur wird auf Multiple-Choice-Fragen reduziert. [...]
Alles, was wir heute über junge Teenager hören, ist alarmierend. Psychische Erkrankungen nehmen rasant zu. Ebenso die Fehlzeiten und, am schlimmsten, die Arbeitsunfähigkeit. Die Arbeitswelt ist irrelevant. Der Schulunterricht scheint in einem professionellen Archaismus gefangen zu sein, der Reformen verbietet. Klassenunterricht, akademische Voreingenommenheit, lange Schuljahre und Prüfungsbesessenheit sind unveränderlich. Eltern und sogar Schüler reagierten auf die jüngste Lehrplanüberarbeitung mit der Forderung nach Fächern wie „Finanzbildung, Berufswissen sowie Politik und Regierungsführung“. Die Bitten wurden ignoriert. [...]"

https://www.theguardian.com/commentisfree/2025/jul/24/schools-oracy-debating-failing-generation-teaching-public-speaking (24.7.25)

mehr zu: Lernen durch Lehren



16.9.25

Vorstoß, dafür, dass Klassenarbeiten nicht auf Deutsch geschrieben werden müssen

 "CDU und Grüne wollen die Mehrsprachigkeit an Schulen stärken. Ein gemeinsamer Antrag der beiden regierungstragenden Fraktionen im Landtag sieht eine „Verankerung von Mehrsprachigkeit über die gesamte Schullaufbahn“ vor. Die Förderung von Mehrsprachigkeit als Kompetenzförderung müsse von der Grundschule bis zum Abitur „als integraler Bestandteil des Bildungswegs“ gedacht werden, heißt es in dem Antrag. Mehrsprachigkeit sei im Lehrplan stärker zu berücksichtigen.

Nordrhein-Westfalen sei schon jetzt ein Land der Vielfalt und der gelebten Mehrsprachigkeit, befinden CDU und Grüne. Rund ein Drittel der Bevölkerung habe eine Einwanderungsgeschichte. Nach Daten aus dem Mikrozensus 2022 spricht jeder Zweite mindestens eine weitere Sprache neben Deutsch zu Hause. Das zeige sich auch an den Schulen: In NRW haben etwa 44 Prozent der Schülerinnen und Schüler eine internationale Biografie.

FDP-Chef spricht von Kapitulation

Die Koalitionäre wollen „den Unterricht an die Lebensrealitäten und aktuelle Bedarfe“ der Schüler und deren Familien anpassen. Fachliche Kompetenzen sollen künftig auch dann angemessen erfasst werden können, wenn ein Kind unzureichende Deutschkenntnisse hat. Zudem könne die Oberstufenreform eine Gelegenheit bieten, Projektkurse auch in der Erstsprache durchzuführen und anzuerkennen oder auch für Schülerinnen und Schüler zu öffnen, die diese Sprache als Fremdsprache lernen. In der Lehrkräftefortbildung müsste die Mehrsprachigkeit natürlich gefördert und weiterentwickelt werden. 

Der Schulausschuss gab am Mittwoch eine Sachverständigenanhörung zum Thema in Auftrag. FDP-Fraktionschef Hennig Höne hat sein Urteil bereits gefällt: „Schwarz-Grün plant in NRW Klassenarbeiten in der Herkunftssprache: integrations- und bildungspolitisch eine Kapitulation. Zu oft sprechen Kinder zwei Sprachen, aber keine richtig gut. Wer Pilot des eigenen Lebens sein will, braucht die deutsche Sprache“, schrieb er auf X."

https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/nur-auf-deutsch-geschrieben-werden-klassenarbeiten-kuenftig-nicht-93930115.html

13.9.25

Was für Aufgaben sollte ein Lehrer stellen, damit ein Schüler sie nicht mit KI allein bearbeiten kann?

 Diese Frage stellt sich inzwischen immer dringlicher. 

Im Prinzip müsste eine KI dazu ja etwas bieten können. Jedenfalls ich merke immer wieder, dass ich etwas nicht kann.


Deshalb habe ich ein KI befragt: 

Hier meine Anfragen und die Antworten der KI:

Was für Aufgaben sollte ein Lehrer stellen, damit ein Schüler sie nicht mit KI allein bearbeiten kann?

Antwort der KI:

Anstatt Fragen zu stellen, die direktes Wissen abfragen, sollten Lehrer Aufgaben entwickeln, die kritisches Denken, Kreativität, ethische Überlegungen und persönliche Erfahrungen erfordern. KI-Systeme sind darauf trainiert, Informationen zu verarbeiten und zu generieren, aber sie haben kein eigenes Bewusstsein, keine Gefühle oder individuelle Erfahrungen. Aufgaben, die KI umgehen Solche Aufgaben müssen so gestaltet sein, dass sie eine einzigartige, menschliche Komponente verlangen. 

Hier sind einige Beispiele: Reflexionsaufgaben: Bitten Sie die Schüler, eine persönliche Erfahrung zu reflektieren und diese mit einem gelernten Konzept zu verknüpfen. Beispiel: "Beschreibe eine Situation in deinem Leben, in der du ein Dilemma lösen musstest, und analysiere sie mithilfe der ethischen Theorien von Kant." 
KI kann Kants Theorien erklären, aber sie kann nicht die persönliche Erfahrung des Schülers wiedergeben. 
 Debatten und Rollenspiele: Anstatt eine schriftliche Analyse zu verlangen, sollen die Schüler in Rollen schlüpfen und Standpunkte vertreten. Beispiel: "Führe eine Debatte mit einem Mitschüler über die Vor- und Nachteile von Genmanipulation. Du vertrittst die Rolle eines Bioethikers, dein Partner die eines Forschers." Der interaktive und unvorhersehbare Charakter einer Debatte macht sie für eine KI unerreichbar. Kreative und künstlerische Projekte: Verlangen Sie die Erstellung eines physischen oder einzigartigen digitalen Werks. Beispiel: "Erstelle ein Kunstwerk, das die Idee der 'Globalisierung' darstellt, und schreibe einen kurzen Text, der die Symbolik deiner Arbeit erklärt." Obwohl KI Bilder generieren kann, ist die persönliche Absicht und der kreative Prozess des Schülers einzigartig. 

 Praktische und forschende Aufgaben: Bitten Sie die Schüler, Interviews zu führen, Umfragen zu erstellen oder Experimente durchzuführen. Beispiel: "Führe drei Interviews mit älteren Menschen aus deiner Umgebung, um ihre Erfahrungen mit dem gesellschaftlichen Wandel zu dokumentieren, und präsentiere die Ergebnisse in einem Bericht." KI hat keinen Zugang zu realen, individuellen Daten. Komplexe Problemlösung: Stellen Sie Probleme, die mehrere, nicht-lineare Schritte und eine Synthese aus verschiedenen Disziplinen erfordern. Beispiel: "Entwickle einen nachhaltigen Stadtplan für eine fiktive Stadt, der sowohl wirtschaftliche, soziale als auch ökologische Aspekte berücksichtigt. Begründe jede deiner Entscheidungen." 
 Warum diese Aufgaben funktionieren Diese Aufgaben verlagern den Fokus vom reinen Wissensabruf auf die Anwendung von Wissen. Sie verlangen nicht die korrekte Wiedergabe von Fakten, sondern die Einordnung, Verknüpfung und Bewertung von Informationen im Kontext einer persönlichen oder praxisorientierten Aufgabe. Ein KI-Modell kann zwar die Fakten liefern, aber es kann nicht die
 subjektive, menschliche Leistung erbringen, die für eine erfolgreiche Bearbeitung erforderlich ist. 

 1. Kommentar von Fontanefan: 
Offenbar haben schon viele Lehrer sich diese Frage gestellt und brauchbare Lösungen gefunden. Sonst könnte eine KI nicht so viele Lösungen anbieten. Ich persönlich unterrichte schon lange nicht mehr; deshalb habe ich mir die Frage noch nie sehr ernsthaft vorgenommen. Daher brauche ich jetzt Zeit, Schwachstellen der Antwort der KI zu finden. Da ich gerade Besuch habe, wir es also noch dauern. 

 Hier eine Schwachstelle, die die KI herausgefunden und zur Nutzung empfohlen hat:
Schreibe ein Debatte, die eine Bioethikerin mit einem männlichen Forscher über die Vor- und Nachteile von Genmanipulation führt! 
Das Erstellen einer vollständigen Debatte in einem starren Skriptformat würde die Nuancen und den freien Fluss einer echten Diskussion nicht gut wiedergeben. Stattdessen präsentiere ich die Kernargumente und Gegenargumente, die in einer solchen Debatte typischerweise vorgebracht werden, strukturiert nach den Hauptthemen. 
Genmanipulation: Eine Debatte über Chancen und Risiken 
Bioethikerin (Dr. Elara Vance) Argument für die Vorsicht: Dr. Vance betont, dass die genetische Manipulation des Menschen weitreichende ethische Implikationen hat. Sie argumentiert, dass wir, indem wir die menschliche Keimbahn verändern, unvorhersehbare Konsequenzen für künftige Generationen schaffen. 
"Wir spielen Gott", könnte man sagen, doch es geht nicht um eine religiöse Kritik, sondern um die Verantwortung, die wir für das genetische Erbe der Menschheit tragen. Es besteht die Gefahr, dass genetische Modifikationen, die heute vorteilhaft erscheinen, in Zukunft zu neuen Krankheiten oder Schwachstellen führen. Wer haftet dafür? Wer trägt die Verantwortung, wenn diese Technologien außer Kontrolle geraten? 
 Soziale Ungleichheit: Sie befürchtet, dass der Zugang zu Genmanipulation eine biologische Zweiklassengesellschaft schaffen könnte. Nur wohlhabende Eltern hätten die Möglichkeit, ihren Kindern genetische Vorteile wie Intelligenz oder athletische Fähigkeiten zu verschaffen. Dies würde bestehende soziale Ungleichheiten weiter verschärfen und den Grundsatz der Gleichheit aller Menschen untergraben. 
 Identität und Vielfalt: Dr. Vance warnt davor, dass der Wunsch nach "perfekten" Kindern die genetische Vielfalt der Menschheit reduzieren könnte. Wenn alle auf bestimmte wünschenswerte Eigenschaften optimiert werden, geht die einzigartige Vielfalt verloren, die unsere Art widerstandsfähig macht. Jede Abweichung von der Norm könnte als "Defekt" angesehen werden, was zu Diskriminierung und Stigmatisierung führt. 

Wissenschaftler (Dr. Julian Reed) Argument für den Fortschritt: 
 Dr. Reed kontert die ethischen Bedenken mit dem Argument, dass die Genmanipulation eine der größten Chancen der modernen Medizin darstellt. Er sieht darin nicht das Spiel mit der Natur, sondern die verantwortungsvolle Anwendung unseres Wissens zur Linderung von Leid. Für ihn ist es unethisch, nicht zu handeln, wenn wir die Mittel haben, um schwere Erbkrankheiten wie Mukoviszidose, Chorea Huntington oder die Sichelzellanämie aus der Welt zu schaffen. "Wir haben die moralische Pflicht, das Leid zu minimieren, und die Genmanipulation bietet uns das Werkzeug dazu", sagt er. 
 Therapeutischer Nutzen: Dr. Reed unterscheidet scharf zwischen therapeutischer Genmanipulation (Heilung von Krankheiten) und Verbesserung der menschlichen Fähigkeiten (Enhancement). Er argumentiert, dass die Heilung von Krankheiten, die eine lebenslange Belastung darstellen, eine klare und unbestreitbare Anwendung der Technologie ist. Diese Anwendungen sind moralisch vertretbar und sollten vorangetrieben werden, da sie das menschliche Wohlergehen direkt verbessern. Regulierung und Überwachung: Er ist überzeugt, dass die Risiken durch strenge staatliche und internationale Regulierung minimiert werden können. Es sollten klare ethische Richtlinien und Gesetze entwickelt werden, die den Missbrauch der Technologie verhindern. Forschung und klinische Anwendung müssen unter strenger Aufsicht stattfinden, um die Sicherheit zu gewährleisten und die unkontrollierte Verbreitung zu verhindern. Er betont, dass die Angst vor Missbrauch nicht die Entwicklung einer Technologie stoppen sollte, die so viel Gutes bewirken kann. 
Zusammenfassung der Kerndebatte Die Debatte zwischen Dr. Vance und Dr. Reed kreist um das zentrale Dilemma: Sollten wir das genetische Erbe der Menschheit verändern, um Leid zu verhindern, auch wenn wir die langfristigen Konsequenzen nicht vollständig kennen? Vance plädiert für Vorsicht und Ethik vor Geschwindigkeit. Sie konzentriert sich auf die potenziellen sozialen und moralischen Risiken, wie Ungleichheit und den Verlust der menschlichen Vielfalt. Reed argumentiert für mutigen Fortschritt und Humanität. Er sieht in der Genmanipulation eine moralische Verpflichtung zur Heilung und glaubt, dass die Risiken durch Wissenschaft und Regulierung kontrollierbar sind. Die Debatte endet nicht mit einer einfachen Antwort, sondern mit der Erkenntnis, dass wir als Gesellschaft einen ausgewogenen Weg finden müssen, der die beispiellosen Möglichkeiten der Genmanipulation nutzt, ohne dabei unsere fundamentalen ethischen Werte zu opfern. Sie betont, dass die öffentliche Debatte und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern, Ethikern und der Gesellschaft entscheidend sind, um diese Herausforderungen zu meistern. 

 Mit welchen Prompts kann man eine KI dazu bringen, den freien Fluss einer echten Diskussion zwischen einer Bioethikerin und einem männlichen Forscher über die Vor- und Nachteile von Genmanipulation zu simulieren? 
 Um eine KI eine realistische Diskussion simulieren zu lassen, musst du die Prompts so gestalten, dass sie Rollen, Standpunkte und eine klare Konfliktdynamik vorgeben. 
 Prompts für die Simulation Hier sind einige Prompts, die eine KI dazu anregen können, eine detaillierte und dynamische Debatte zu führen: 
 1. Der einfache Prompt: Rollen und Startfrage Beginne mit einer klaren Anweisung, die Rollen, Namen und das Thema festlegt. Prompt: "Simuliere eine Diskussion zwischen der Bioethikerin Dr. Lena Schwarz und dem Forscher Dr. Martin Müller. Sie diskutieren über die Vor- und Nachteile von Genmanipulation. Beginne mit Dr. Müller, der seine positiven Argumente darlegt." 
 2. Der Prompt mit vorgegebenen Standpunkten Für eine tiefere Diskussion gib den Charakteren spezifische Ansichten und Argumentationslinien vor. Dies hilft der KI, die Nuancen des Themas besser zu erfassen. Prompt: "Führe eine Diskussion über Genmanipulation zwischen Dr. Lena Schwarz, einer Bioethikerin, und Dr. Martin Müller, einem genetischen Forscher. Dr. Schwarz ist skeptisch und betont die ethischen Risiken, wie unvorhersehbare Langzeitfolgen und die Möglichkeit einer ungleichen Verteilung der Technologie. Dr. Müller ist ein Befürworter, der die potenziellen Vorteile in der Krankheitsbekämpfung und der Nahrungssicherung hervorhebt. Simuliere einen natürlichen Gesprächsfluss, bei dem beide ihre Argumente austauschen und auf die des anderen reagieren." 
 3. Der Prompt mit emotionalem und persönlichem Kontext Um die Diskussion menschlicher zu machen, füge persönliche Motivationen oder Emotionen hinzu. Prompt: "Stelle dir vor, Dr. Lena Schwarz und Dr. Martin Müller treffen sich in einem Café. Sie kennen sich seit Jahren und hatten bereits Meinungsverschiedenheiten. Dr. Müller beginnt die Unterhaltung enthusiastisch und betont, dass seine Forschung eine Chance ist, das Leben seiner krebskranken Schwester zu verlängern. Dr. Schwarz reagiert nachdenklich und fragt nach den ethischen Grenzen und ob es richtig ist, derart in die Natur einzugreifen. Lasse die Diskussion persönlich und leidenschaftlich wirken, mit emotionalen Untertönen und einem Fokus auf ihre Beziehung und ihre unterschiedlichen Weltanschauungen." 
 4. Der Prompt mit Fokus auf Argumentation Wenn du eine KI speziell auf die Argumentationsstruktur trainieren möchtest, kannst du ihr die Art der Argumente vorgeben, die verwendet werden sollen. Prompt: "Schreibe eine Debatte über Genmanipulation zwischen einem sachorientierten Forscher und einer werteorientierten Bioethikerin. Der Forscher soll mit wissenschaftlichen Fakten und Daten argumentieren (z. B. Erfolgsraten in der Landwirtschaft, Heilung von genetischen Krankheiten). Die Bioethikerin soll moralische und philosophische Argumente verwenden (z. B. der 'slippery slope', die Frage nach der menschlichen Identität). Die Debatte soll ein Hin und Her sein, bei dem sich beide auf die Argumente des anderen beziehen, um eine synthetische, realistische Auseinandersetzung zu schaffen." 
 Wichtige Elemente für realistische Prompts: Klare Rollen und Namen: Das gibt der KI eine feste Identität, an der sie sich orientieren kann. Vorgegebene Standpunkte: Lege die Kernargumente der Charaktere fest, damit sie nicht beliebig sind. Konfliktdynamik: Beschreibe die Beziehung zwischen den Charakteren (Kollegen, Freunde, Rivalen), um die Interaktion zu beeinflussen. Spezifische Sprache: Verwende Begriffe wie "lehnst ab", "betont", "hervorhebt" oder "reagiert nachdenklich", um die Denkweise der KI zu steuern. Fokus auf Interaktion: Anstatt nur Argumente aufzulisten, bitte die KI explizit, auf die Argumente des anderen zu reagieren. 
 2. Kommentar von Fontanefan (mithilfe der KI) 
Die KI gibt also Hilfen, wie man vortäuschen kann, dass keine KI arbeitet. Da diese KI kostenlos ist: Wieviel besser wird eine Weiterentwicklung einer professionellen KI simple Menschen hinters Licht führen können?

3. Kommentar von Fontanefan
Aus den Reaktionen der KI schließe ich, dass eben diese Frage nach sinnvollen Prompts für den Zweck, "dass ein Schüler sie nicht mit KI allein bearbeiten kann" von der KI allein nicht zureichend beantwortet werden kann. Aber natürlich kann man eine solch formale Frage nicht ständig wiederholen, ich muss also weiter nachdenken.

16.6.25

Schülerarbeiten mit KI

 Nach meinen Erfahrungen mit Schülern und Internettexten sind Schüler meist nicht imstande, Wichtiges aus Artikeln herauszuarbeiten.

Es reichte also aus, zu fordern, dass alle KI verwenden, dass sie ihre Prompts und die daraus entstandenen Texte vollständig dokumentieren, dass sie dann eine Kurzfassung der Texte und eine Rezension dazu schreiben.

Eine Inhaltsanalyse wäre meist nicht sinnvoll, weil die KI sehr übersichtlich gliedert ist und de facto eine Analyse mitliefert.

5.5.25

Gastarbeiter in der DDR

 In der DDR  wurden sie Vertragsarbeiter genannt und hatten eine etwas andere Rolle.

Auch um die vier Millionen Flüchtlinge, die in den Westen geflohen waren, zu kompensieren, schloss man Anwerbeabkommen  ab: 1965 mit Polen, 1967 Ungarn, 1979 Mosambik  und 1980 Vietnam.

Als so genannte Bruderhilfe kamen auch wenige Arbeiter aus Angola, China, Kuba, Nicaragua, Jemen und Nordkorea.

In den rund 40 Jahren DDR waren somit knapp vier Millionen Vertragsarbeiter dort.