"Web-2.0-Umgebungen bieten die Möglichkeit, Hochschulseminare öffentlich, das heißt unter Beteiligung von Personen außerhalb der Hochschule, abzuhalten." So hat cspannagel den Inhalt zweier Vorträge zusammengefasst, auf die ich hier hinweisen will.
Hier die Links: Öffentliche Seminare im Web 2.0 (Vorsicht:Pdf-Datei, daher eine gewisse Ladezeit), Folien zum Vortrag (rasch durchgeklickt), Gemeinsam lernen mit Wikis, Weblogs und Twitter (Folien zum Vortrag, teilidentisch mit denen vom vorigen), (Vortragsaufzeichnung, Video mit Folien)
Viel Kritisches kann ich dazu nicht sagen, dafür halte ich den Ansatz für viel zu vielversprechend. So sage ich nur mit Maik Rieken, Herrn Larbig u.a.: Man darf über der Methode aber die Inhalte nicht vergessen. Als ob Christian Spannagel jemals in Versuchung dazu wäre!
Hier noch ein Hinweis darauf, wie Lisa Rosa ihre Referendare dazu angeleitet hat, mit Blogs zu arbeiten, und einer dazu, wie Andreas Kalt die Blogs findet, die er für die Arbeit mit seinen Schülern braucht.
22.9.09
21.9.09
Lasst uns endlich unsere Kinder gemeinsam unterrichten!
Beim Kongress des Grundschulverbandes ist man verzweifelt darüber, was für Lehren Politiker und damit die Schulverwaltung aus wichtigen neuen pädagogischen Erkenntnissen zurechtzubasteln verstehen.
Endlich will man pädagogische Konzepte selbst umsetzen dürfen, statt die Missverständnisse der Politiker nachbeten zu müssen.
So jedenfalls verstehe ich diesen Bericht vom Kongress.
Manches kommt mir bekannt vor. Aber man sollte die Hoffnung auf Lernfähigkeit nie aufgeben, vor allem bei Politikern nicht. Manchmal gibt es erstaunliche Erfolge.
Endlich will man pädagogische Konzepte selbst umsetzen dürfen, statt die Missverständnisse der Politiker nachbeten zu müssen.
So jedenfalls verstehe ich diesen Bericht vom Kongress.
Manches kommt mir bekannt vor. Aber man sollte die Hoffnung auf Lernfähigkeit nie aufgeben, vor allem bei Politikern nicht. Manchmal gibt es erstaunliche Erfolge.
20.9.09
Das Ende von Schule und Expertentum?
Einmal mehr wird die Überflüssigkeit von Schule und Experten angekündigt, diemal von Plomplom. Andererseits wird die Forderung aufgestellt, Generalistenexperten auszubilden und Schüler schon bald darin zu formen.
Meiner Meinung nach ist das erste freilich Vorstellungen, die zu sehr vom Menschen absieht. Menschen lernen nicht zuletzt durch Vorbild und um der Achtung durch andere willen.
Dass ein Generalist vor allem Generalistentum zunächst einmal ein Fachmann auf einem Gebiet sein müsse, wie Dr. Gebel es darlegt, scheint mir dagegen eine durchaus einleuchtendere Vorstellung. Freilich, aus meiner Sicht hilft offene Diskussion und weltweite Vernetzung am ehesten gegen die Gefahren von Spezialistenexperten. Der Generalistenexperte wird nicht systematisch herangezogen werden können. Er wird seine zwanzigjährige Ausbildung nur aus eigenem Interesse und aufgrund selbst gewählter Entscheidungen erreichen können.
Nichts gegen Ideen, die von alten Wegen abgehen und neue weisen. Nur mit solch neuen Ideen lassen sich neue Probleme lösen. So war auch die One-laptop-per-child-Idee anregend und hat zu sinnvollen neuen Konzepten bei der Entwicklung von PCs geführt, auch wenn jetzt das Scheitern der Aktion - wohl zu Recht? - konstatiert wird.
Meiner Meinung nach ist das erste freilich Vorstellungen, die zu sehr vom Menschen absieht. Menschen lernen nicht zuletzt durch Vorbild und um der Achtung durch andere willen.
Dass ein Generalist vor allem Generalistentum zunächst einmal ein Fachmann auf einem Gebiet sein müsse, wie Dr. Gebel es darlegt, scheint mir dagegen eine durchaus einleuchtendere Vorstellung. Freilich, aus meiner Sicht hilft offene Diskussion und weltweite Vernetzung am ehesten gegen die Gefahren von Spezialistenexperten. Der Generalistenexperte wird nicht systematisch herangezogen werden können. Er wird seine zwanzigjährige Ausbildung nur aus eigenem Interesse und aufgrund selbst gewählter Entscheidungen erreichen können.
Nichts gegen Ideen, die von alten Wegen abgehen und neue weisen. Nur mit solch neuen Ideen lassen sich neue Probleme lösen. So war auch die One-laptop-per-child-Idee anregend und hat zu sinnvollen neuen Konzepten bei der Entwicklung von PCs geführt, auch wenn jetzt das Scheitern der Aktion - wohl zu Recht? - konstatiert wird.
17.9.09
Bildungspolitik
Angela Merkel hat Bildungspolitik angeblich zur Chefsache gemacht. Wenn ja, dann hat sie dabei eine Kombination von Schröders Politik der ruhigen Hand mit Kohls Aussitzen gezeigt. Nur dass Aussitzen bei dem Thema nicht viel bringt. Die Methode wenden schon zu vile Schüler an, weil sie sich von dem Angebot der Schule nicht angesprochen fühlen - warum auch immer.
Die ZEIT beklagt, dass die Parteien keine kompetenten Kandidaten für das Bildungsministerium hätten, und das bei einem solch zentralen Thema. Dabei müsste es doch eigentlich 16 kompetente Kandidatinnen und Kandidaten geben, in Gestalt der Kultusminister. Oder sollte auch da der eine oder die andere nicht voll qualifiziert für den Job sein?
Die ZEIT beklagt, dass die Parteien keine kompetenten Kandidaten für das Bildungsministerium hätten, und das bei einem solch zentralen Thema. Dabei müsste es doch eigentlich 16 kompetente Kandidatinnen und Kandidaten geben, in Gestalt der Kultusminister. Oder sollte auch da der eine oder die andere nicht voll qualifiziert für den Job sein?
15.9.09
Schweinegrippe
Die Schweinegrippe wurde von mir unterschätzt. Jetzt schon die zweite Schulschließung in Berlin.
10.9.09
Wozu sind Wikis gut?
In der Ausgabe 7 des WissensWert Blog Carnival wird gefragt, wozu Wikis dienen und was Wikis überhaupt bringen.
Als erste Antwort legt es sich mir nahe auf die Qualitäten von Wikipedia zu verweisen: Wikis können aktuelle Informationen gut vernetzt darbieten und zur Mitarbeit sowie zur Diskussion der Ergebnisse einladen. Das ist, wie man aus der Beliebtheit von Wikipedia erkennt, sehr viel.
Als Zweites möchte ich hervorheben, dass Wikis für Gruppen die Möglichkeit schaffen, kontinuierlich an einmal erarbeiteten Materialien weiterzuarbeiten und sie zu verbessern. Das gilt zum Beispiel für das ZUM-Wiki, das Wiki, das prinzipiell für alle deutschsprachigen Lehrer und Schüler im In- und Ausland zur Verfügung steht, aber auch sehr eng mit Wikis für einen beschränkteren Personenkreis zusammenarbeitet.
Drittens sind Wikis sehr geeignet, an einer Schule Schulprogramme und Regelwerke zu erarbeiten, die nicht notwendigerweise für die Öffentlichkeit bestimmt sein müssen. Wikimedia macht so etwas natürlich - auch - öffentlich.
Viertens lässt sich Unterricht mit Hilfe von Wikis gestalten. Beispiele sind die Klassen- und Kursseiten im ZUM-Wiki, aber auch die Kurse in Wikiversity.
Fünftens können Diskussionsbeiträge, Vorträge, aber auch größere Publikationen in Wikis zur Diskussion gestellt werden, um erste Leserreaktionen schon vor der Veröffentlichung außerhalb des Netzes einzuarbeiten. In dieselbe Kategorie gehört auch die Vorbereitung von kleineren und größeren Veranstaltungen.
Sechstens können konkrete Arbeitsprojekte über Wikis organisiert werden (vgl. "Lasst 1000 Wikis sprießen!")
Andrea Back hat in ihrem Blog ihre Nutzung von Wikis vorgestellt.
Hier noch eine hübsche Graphik zum Vorteil von Wikis gegenüber E-Mails und eine etwas ausführlichere Darstellung von Matthias Schwenk in einem Kurzvideo.
Einen schönen Überblick über die Möglichkeiten von Wikis in der Schule findet man hier.
Meine persönlichen Erfahrungen mit Wikis
Zunächst kann ich meine Versuche, Schüler zur Arbeit in Wikipedia anzuleiten, nennen, dann meine Kurs- und Klassenseiten in Geschichte, Deutsch, Politik und Wirtschaft . Ein ehrgeiziges Projekt, das leider nicht den Zuspruch hat, den es haben sollte, ist die Vorbereitung einer von den europäischen Staatsbürgernn selbst geschriebenen EU-Verfassung. Daneben denke ich an meine Projekte in Wikisource, Wikibooks, Wiktionary u.a., wo ich freilich weder unter dem Namen Fontanefan noch unter Fontane44 agiere.
Schließlich habe ich ein Übersetzungsprojekt begonnen, bei dem ich von Netzteilnehmern unterstützt werde. Doch das ist wegen des Copyrights des Originaltextes noch eine ganze Reihe von Jahren nicht reif zur Veröffentlichung. (Man kann also auch sehr sinnvoll ganz privat in Wikis zusammenarbeiten.)
Meine Mitarbeit im Karl-May-Wiki war nur recht marginal. Es mag für weitere kleinere Wikis stehen, wozu ich in diesem Kontext auch das Bildungswiki zähle und besonders die vielen Stadtwikis (Beispiel: Karlsruhe).
Die Fragen, die Andrea Back zur Nutzung der Wikis stellt, sind folgende: Warum und wozu eigentlich ein Wiki? Welche Situation gab den Anstoss? Welche Probleme löst so ein Wiki? Was sagt man kurz und bündig, wenn die oberen Führungskräfte wissen wollen: “Sagen Sie mal, was bringt’s?” Und was brachte Ihr Wiki vielleicht auch an Lerneffekten aus den ersten Erfahrungen mit dieser Art von Software-Anwendung?
Ich kann diese Fragen nicht für jedes Wiki, in dem ich arbeite, beantworten. Aber eine "Führungskraft" legte, als sie von meinen Wikiaktivitäten hörte, eigene Arbeitsseiten an und bekam zu hören: "Warum haben wir das nicht schon früher so gemacht?" (Jedenfalls hat sie mir das so berichtet.)
Was auffällt, ist, dass in Wikis für alle Mitarbeiter deutlich werden kann, dass sie für das Endprodukt mitverantwortlich sind, dass es aber unproblematisch ist, wenn sie Fehler machen, weil die ohne weiteres von anderen ausgeräumt werden können.
Natürlich sind Wikis nicht das einzige Instrument, das so etwas leisten kann.
Eine Fülle von weiteren Beiträgen zu diesem (inzwischen abgeschlossenen) Blog-Carnival findet man hier.
Als erste Antwort legt es sich mir nahe auf die Qualitäten von Wikipedia zu verweisen: Wikis können aktuelle Informationen gut vernetzt darbieten und zur Mitarbeit sowie zur Diskussion der Ergebnisse einladen. Das ist, wie man aus der Beliebtheit von Wikipedia erkennt, sehr viel.
Als Zweites möchte ich hervorheben, dass Wikis für Gruppen die Möglichkeit schaffen, kontinuierlich an einmal erarbeiteten Materialien weiterzuarbeiten und sie zu verbessern. Das gilt zum Beispiel für das ZUM-Wiki, das Wiki, das prinzipiell für alle deutschsprachigen Lehrer und Schüler im In- und Ausland zur Verfügung steht, aber auch sehr eng mit Wikis für einen beschränkteren Personenkreis zusammenarbeitet.
Drittens sind Wikis sehr geeignet, an einer Schule Schulprogramme und Regelwerke zu erarbeiten, die nicht notwendigerweise für die Öffentlichkeit bestimmt sein müssen. Wikimedia macht so etwas natürlich - auch - öffentlich.
Viertens lässt sich Unterricht mit Hilfe von Wikis gestalten. Beispiele sind die Klassen- und Kursseiten im ZUM-Wiki, aber auch die Kurse in Wikiversity.
Fünftens können Diskussionsbeiträge, Vorträge, aber auch größere Publikationen in Wikis zur Diskussion gestellt werden, um erste Leserreaktionen schon vor der Veröffentlichung außerhalb des Netzes einzuarbeiten. In dieselbe Kategorie gehört auch die Vorbereitung von kleineren und größeren Veranstaltungen.
Sechstens können konkrete Arbeitsprojekte über Wikis organisiert werden (vgl. "Lasst 1000 Wikis sprießen!")
Andrea Back hat in ihrem Blog ihre Nutzung von Wikis vorgestellt.
Hier noch eine hübsche Graphik zum Vorteil von Wikis gegenüber E-Mails und eine etwas ausführlichere Darstellung von Matthias Schwenk in einem Kurzvideo.
Einen schönen Überblick über die Möglichkeiten von Wikis in der Schule findet man hier.
Meine persönlichen Erfahrungen mit Wikis
Zunächst kann ich meine Versuche, Schüler zur Arbeit in Wikipedia anzuleiten, nennen, dann meine Kurs- und Klassenseiten in Geschichte, Deutsch, Politik und Wirtschaft . Ein ehrgeiziges Projekt, das leider nicht den Zuspruch hat, den es haben sollte, ist die Vorbereitung einer von den europäischen Staatsbürgernn selbst geschriebenen EU-Verfassung. Daneben denke ich an meine Projekte in Wikisource, Wikibooks, Wiktionary u.a., wo ich freilich weder unter dem Namen Fontanefan noch unter Fontane44 agiere.
Schließlich habe ich ein Übersetzungsprojekt begonnen, bei dem ich von Netzteilnehmern unterstützt werde. Doch das ist wegen des Copyrights des Originaltextes noch eine ganze Reihe von Jahren nicht reif zur Veröffentlichung. (Man kann also auch sehr sinnvoll ganz privat in Wikis zusammenarbeiten.)
Meine Mitarbeit im Karl-May-Wiki war nur recht marginal. Es mag für weitere kleinere Wikis stehen, wozu ich in diesem Kontext auch das Bildungswiki zähle und besonders die vielen Stadtwikis (Beispiel: Karlsruhe).
Die Fragen, die Andrea Back zur Nutzung der Wikis stellt, sind folgende: Warum und wozu eigentlich ein Wiki? Welche Situation gab den Anstoss? Welche Probleme löst so ein Wiki? Was sagt man kurz und bündig, wenn die oberen Führungskräfte wissen wollen: “Sagen Sie mal, was bringt’s?” Und was brachte Ihr Wiki vielleicht auch an Lerneffekten aus den ersten Erfahrungen mit dieser Art von Software-Anwendung?
Ich kann diese Fragen nicht für jedes Wiki, in dem ich arbeite, beantworten. Aber eine "Führungskraft" legte, als sie von meinen Wikiaktivitäten hörte, eigene Arbeitsseiten an und bekam zu hören: "Warum haben wir das nicht schon früher so gemacht?" (Jedenfalls hat sie mir das so berichtet.)
Was auffällt, ist, dass in Wikis für alle Mitarbeiter deutlich werden kann, dass sie für das Endprodukt mitverantwortlich sind, dass es aber unproblematisch ist, wenn sie Fehler machen, weil die ohne weiteres von anderen ausgeräumt werden können.
Natürlich sind Wikis nicht das einzige Instrument, das so etwas leisten kann.
Eine Fülle von weiteren Beiträgen zu diesem (inzwischen abgeschlossenen) Blog-Carnival findet man hier.
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Blogs zum Bereich Bildung
Nachdem Lehrerfreund 70 Lehrerblogs vorgestellt hat (Veteranen, Etablierte, Blogs ab 2007) bietet der Weiterbildungsblog jetzt eine Liste von 50 Blogs zum Bereich Bildung. Interessant sind auch einige der in den Kommantaren vorgestellten Blogs, z.B. Lernenzweinull.
vgl. jetzt auch Bob Blume zu Bildung
vgl. jetzt auch Bob Blume zu Bildung
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