Angela Merkel: "Ich freue mich, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten."
"Die Bösen werden geschlachtet. Die Welt wird gut." (Erich Fried)
Wirklich?
Terrorbekämpfung (Erfahrungen)
Reflexion dazu (vom 13.2.2007)
Merkel lässt ergänzen (5.5.11)
5.5.11
4.5.11
Lernen heute und morgen
Herr Larbig schreibt in seinem Beitrag Thesen zur Zukunft des Lernens:
Die opco11 ist so angelegt, dass den Teilnehmern deutlich werden soll, was "Möglichkeiten, die solche Technologien bieten" sind, und dass zugleich getestet wird, wie fruchtbar die Verwendung dieser Technologien sind.
Ich hoffe, dabei wird sich erweisen, dass "die Fragen, was Lernen sei und wie sich Bildung zeigt" bei dieser Gelegenheit auch diskutiert werden können, obwohl die Medienaspekte verständlicherweise im Mittelpunkt stehen werden.
Zur Frage, "wie sich Bildung zeigt", möchte ich zunächst an nur zwei der sechs Bildungskriterien von Hartmut von Hentig erinnern (zu den übrigen 4 vgl. Bildung. Ein Essay)
Was war an den Aussagen vor der Ethikkommission (im Unterschied zum Ethikrat) so beeindruckend? Für mich nicht, dass offenbar nichts Neues gesagt wurde (wie sollte das nach jahrzehntelanger Diskussion pünktlich zu einer solchen Befragung passieren?)
Mich beeindruckte, dass den Berichten über die Befragung zufolge weder die Experten noch die Mitglieder der Ethikkommission darauf hingearbeitet haben, sich zu verständigen.
Ich habe die 11 Stunden nicht mit verfolgt, weil ich wenig Hoffnungen darauf hatte, dass das passieren könne. Aber wäre es angesichts der Katastrophe von Fukushima und der gegenwärtigen großen Abhängigkeit vieler Volkswirtschaften von Atomstrom nicht an der Zeit gewesen?
Und das gilt insbesondere in Bezug auf das zweite Kriterium:
Bereitschaft zur Selbstverantwortung und Verantwortung in der res publica (der Gesellschaft)
Wo ist bei den Vorstandsvorsitzenden der vier Energie-Oligopolisten Deutschlands etwas von dieser Verantwortungsbereitschaft zu sehen? Mehr noch, wo ist in den letzten Jahren seit Beginn der Finanzkrise ab 2007 bei führenden Bankern etwas davon zu spüren gewesen?
Sollte nicht wenigstens jetzt eine ernsthafte Diskussion über die Verantwortung führender Manager mit der Bereitschaft, sich zu verständigen geführt werden?
Ich habe die beiden Bildungskriterien von Hentigs absichtlich auf aktuelle Probleme und auf kontroverse Probleme bezogen. Denn über der Diskssion über die rechte Verwendung der Medien und über operationalisierbare Bildungsstandards kommt leider schon lange die Frage, woran Bildung sich zeigt, zu kurz.
Gut möglich, dass auch mir Verantwortungsbereitschaft und Wille zur Verständigung fehlen und ich es nur noch nicht wahrhaben will. Das wäre im Gedankenaustausch zu prüfen.
Statt Fragen daher nun meine in der Terminologie der Operationalisierbarkeit formulierte These:
Die Reaktion auf die Finanzkrise ab 2007 und die deutsche Diskussion nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima stellten eine Evaluation der Verständigungsbereitschaft und der Verantwortungsbereitschaft führender Manager von Energiekonzernen und Finanzinstituten dar.
Diese Manager haben noch schlechter abgeschnitten als die deutschen Schüler in der ersten PISA-Studie.
Seriöse Zeitungen wie das Handelsblatt lassen solch Halbgares über Bildung verlautbaren. Es gibt noch viel zu tun.
Die Fragen, was Lernen sei und wie sich Bildung zeigt, wird in heutigen Diskussionsprozessen oft ausgeblendet. [...] Viele Diskussionen um die Zukunft des Lernens neigen heute dazu, den an ihnen beteiligten Personen im Rahmen eines „heimlichen Lehrplanes“ vor allem Technologien nahe zu bringen und diese methodisch auf die Nutzbarkeit in Lernprozessen hin anzuwenden.Diese Aussagen möchte ich aus Herrn Larbigs durchweg lesenswerten Thesen hervorheben.
Eine solche Annäherung an konkrete Methoden und Technologien finde ich spannend und notwendig, solange klar ist, dass die Nutzung digitaler Technologien selbst nur ein Teil des mit ihnen möglichen Lernprozesses ist, ja, dass das Erlernen der Möglichkeiten, die solche Technologien bieten, selbst ein enormer Lernprozess ist, der zunächst geleistet werden muss, bevor das Medium nicht mehr das zentrale Thema des Lernprozesses ist.
Die opco11 ist so angelegt, dass den Teilnehmern deutlich werden soll, was "Möglichkeiten, die solche Technologien bieten" sind, und dass zugleich getestet wird, wie fruchtbar die Verwendung dieser Technologien sind.
Ich hoffe, dabei wird sich erweisen, dass "die Fragen, was Lernen sei und wie sich Bildung zeigt" bei dieser Gelegenheit auch diskutiert werden können, obwohl die Medienaspekte verständlicherweise im Mittelpunkt stehen werden.
Zur Frage, "wie sich Bildung zeigt", möchte ich zunächst an nur zwei der sechs Bildungskriterien von Hartmut von Hentig erinnern (zu den übrigen 4 vgl. Bildung. Ein Essay)
- Die Fähigkeit und der Wille, sich zu verständigen
- Bereitschaft zur Selbstverantwortung und Verantwortung in der res publica
Was war an den Aussagen vor der Ethikkommission (im Unterschied zum Ethikrat) so beeindruckend? Für mich nicht, dass offenbar nichts Neues gesagt wurde (wie sollte das nach jahrzehntelanger Diskussion pünktlich zu einer solchen Befragung passieren?)
Mich beeindruckte, dass den Berichten über die Befragung zufolge weder die Experten noch die Mitglieder der Ethikkommission darauf hingearbeitet haben, sich zu verständigen.
Ich habe die 11 Stunden nicht mit verfolgt, weil ich wenig Hoffnungen darauf hatte, dass das passieren könne. Aber wäre es angesichts der Katastrophe von Fukushima und der gegenwärtigen großen Abhängigkeit vieler Volkswirtschaften von Atomstrom nicht an der Zeit gewesen?
Und das gilt insbesondere in Bezug auf das zweite Kriterium:
Bereitschaft zur Selbstverantwortung und Verantwortung in der res publica (der Gesellschaft)
Wo ist bei den Vorstandsvorsitzenden der vier Energie-Oligopolisten Deutschlands etwas von dieser Verantwortungsbereitschaft zu sehen? Mehr noch, wo ist in den letzten Jahren seit Beginn der Finanzkrise ab 2007 bei führenden Bankern etwas davon zu spüren gewesen?
Sollte nicht wenigstens jetzt eine ernsthafte Diskussion über die Verantwortung führender Manager mit der Bereitschaft, sich zu verständigen geführt werden?
Ich habe die beiden Bildungskriterien von Hentigs absichtlich auf aktuelle Probleme und auf kontroverse Probleme bezogen. Denn über der Diskssion über die rechte Verwendung der Medien und über operationalisierbare Bildungsstandards kommt leider schon lange die Frage, woran Bildung sich zeigt, zu kurz.
Gut möglich, dass auch mir Verantwortungsbereitschaft und Wille zur Verständigung fehlen und ich es nur noch nicht wahrhaben will. Das wäre im Gedankenaustausch zu prüfen.
Statt Fragen daher nun meine in der Terminologie der Operationalisierbarkeit formulierte These:
Die Reaktion auf die Finanzkrise ab 2007 und die deutsche Diskussion nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima stellten eine Evaluation der Verständigungsbereitschaft und der Verantwortungsbereitschaft führender Manager von Energiekonzernen und Finanzinstituten dar.
Diese Manager haben noch schlechter abgeschnitten als die deutschen Schüler in der ersten PISA-Studie.
Seriöse Zeitungen wie das Handelsblatt lassen solch Halbgares über Bildung verlautbaren. Es gibt noch viel zu tun.
2.5.11
Stichworte zu Open Course 2011 (opco11)
Tipps von Ursel zum Umgang mit opco11 Sie gibt gute Hinweise zum Umgang mit den Netzangeboten von Open Course 2011.
Ihren Ratschlägen folgend stieß ich u.a. auf :
K.Pape über Massive Open Online Course (MOOC)
A. König: Soziale Medien in der Hochschullehre:
darin: "Soziale Medien brauchen dauernd Aufmerksamkeit und Pflege von allen Beteiligten." (Darin liegt ein gewichtiger Unterschied zu einlinigen Medien. Ff)
Wenn man opco11 (hier die Tweets dazu) wie einer täglichen Zeitung folgen will, kann man das hier ausprobieren.
Ob sich das bewährt, wird sich zeigen.
Ihren Ratschlägen folgend stieß ich u.a. auf :
K.Pape über Massive Open Online Course (MOOC)
A. König: Soziale Medien in der Hochschullehre:
darin: "Soziale Medien brauchen dauernd Aufmerksamkeit und Pflege von allen Beteiligten." (Darin liegt ein gewichtiger Unterschied zu einlinigen Medien. Ff)
Wenn man opco11 (hier die Tweets dazu) wie einer täglichen Zeitung folgen will, kann man das hier ausprobieren.
Ob sich das bewährt, wird sich zeigen.
Missverständnisse über Beruf und Internet
Mit erstaunlich großem Echo hat Gunter Dueck auf der re:publica seine These vom Internet als Betriebssystem der Gesellschaft vorgetragen.
Ich argumentiere jetzt einmal spaßeshalber genauso undifferenziert wie er:
Er bringt es fertig, knapp eine Stunde lang so zu tun, als ob emotionale Intelligenz und Wissen getrennte Bereiche wären, als ob ein Patient seine Diagnose stellen könnte, wenn er nur seinen Fall und die Beschreibung von tausend möglichen Diagnosen dazu kännte.
Dass man Erfahrung sammeln muss, damit man möglichst rasch von einer falschen Diagnose zu einer richtigen kommen kann, ohne dass der Patient sich in die Krankheit hineinsteigert, die er nicht hat, und dass dazu auch Fachwissen dazu gehört, dass man präsent haben muss, ohne dass man es aus dem Internet zusammenrecherchiert. Das muss er ableugnen, um zwischen Wissen (Internet, maschinell produziert) und Expertise (Anwendung von Problemlösungsstrategien auf neue Fälle) eine Mauer aufzubauen, die beides sauber trennt.
Den ungeheuer abgetragenen Hut, dass Lehrer kein Fachwissen brauchten, weil Fachwissen ohne Empathie nichts bringt, mag er Internetverliebten als neu verkaufen. Schüler wissen das freilich schon seit vielen Generationen.
Womit er Recht hat, ist eins: Es gibt in der Tat mehr und mehr Fälle, wo der Sachbearbeiter weniger weiß als der Laie. -
Meine These: Das sind die Sachbearbeiter, die der These von der Trennung von Wissen und Problemlösungsfähigkeit, die Dueck vertritt, aufgesessen sind.
Oder nehmen wir Duecks Lieblingsbeispiel: Was brauchen wir noch Personen, die eine Arbeit tun, wenn man genausogut einen Automaten nehmen könnte: Man sucht aus, drückt auf einen Knof und schon kommt das Ausgesuchte unten heraus.
Nur weil es einen Algorithmus gibt, mit dem die Maschine solche Entscheidungen treffen kann, glaubt Dueck, Menschen könnten die Maschine ohne weiteres dazu bringen, die richtige Entscheidung zu treffen.
Nur weil Menschen Automaten für Menschen halten können - Weizenbaums ELIZA hat das eindrucksvoll demonstriert, gilt noch lange nicht das Umgekehrte: Eine Maschine wird immer einen Menschen für eine Maschine halten. Fahrkartenautomaten sind dafür das klassische Beispiel.
Das heißt nicht, dass es nicht schon lange Tendenzen in die Richtung von Duecks Zukunftsszenario gäbe: Mehr und mehr versucht die Wissensgesellschaft, alle Dienstleistungen abzuschaffen und sie dem Kunden aufzubürden. Günter Voß nennt das in seinem Vortrag zum Tag der Arbeit: Ohne Lohn - der arbeitende Kunde.
vgl. auch: ZDF Nachtstudio Diskussion zur Zukunft der Arbeit
Gunter Dueck Aufruf an die Generation Digital (11.5.11)
Gegen solche Einseitigkeit verweise ich auf Carr, der freilich auch überpointiert.
Ich argumentiere jetzt einmal spaßeshalber genauso undifferenziert wie er:
Er bringt es fertig, knapp eine Stunde lang so zu tun, als ob emotionale Intelligenz und Wissen getrennte Bereiche wären, als ob ein Patient seine Diagnose stellen könnte, wenn er nur seinen Fall und die Beschreibung von tausend möglichen Diagnosen dazu kännte.
Dass man Erfahrung sammeln muss, damit man möglichst rasch von einer falschen Diagnose zu einer richtigen kommen kann, ohne dass der Patient sich in die Krankheit hineinsteigert, die er nicht hat, und dass dazu auch Fachwissen dazu gehört, dass man präsent haben muss, ohne dass man es aus dem Internet zusammenrecherchiert. Das muss er ableugnen, um zwischen Wissen (Internet, maschinell produziert) und Expertise (Anwendung von Problemlösungsstrategien auf neue Fälle) eine Mauer aufzubauen, die beides sauber trennt.
Den ungeheuer abgetragenen Hut, dass Lehrer kein Fachwissen brauchten, weil Fachwissen ohne Empathie nichts bringt, mag er Internetverliebten als neu verkaufen. Schüler wissen das freilich schon seit vielen Generationen.
Womit er Recht hat, ist eins: Es gibt in der Tat mehr und mehr Fälle, wo der Sachbearbeiter weniger weiß als der Laie. -
Meine These: Das sind die Sachbearbeiter, die der These von der Trennung von Wissen und Problemlösungsfähigkeit, die Dueck vertritt, aufgesessen sind.
Oder nehmen wir Duecks Lieblingsbeispiel: Was brauchen wir noch Personen, die eine Arbeit tun, wenn man genausogut einen Automaten nehmen könnte: Man sucht aus, drückt auf einen Knof und schon kommt das Ausgesuchte unten heraus.
Nur weil es einen Algorithmus gibt, mit dem die Maschine solche Entscheidungen treffen kann, glaubt Dueck, Menschen könnten die Maschine ohne weiteres dazu bringen, die richtige Entscheidung zu treffen.
Nur weil Menschen Automaten für Menschen halten können - Weizenbaums ELIZA hat das eindrucksvoll demonstriert, gilt noch lange nicht das Umgekehrte: Eine Maschine wird immer einen Menschen für eine Maschine halten. Fahrkartenautomaten sind dafür das klassische Beispiel.
Das heißt nicht, dass es nicht schon lange Tendenzen in die Richtung von Duecks Zukunftsszenario gäbe: Mehr und mehr versucht die Wissensgesellschaft, alle Dienstleistungen abzuschaffen und sie dem Kunden aufzubürden. Günter Voß nennt das in seinem Vortrag zum Tag der Arbeit: Ohne Lohn - der arbeitende Kunde.
vgl. auch: ZDF Nachtstudio Diskussion zur Zukunft der Arbeit
Gunter Dueck Aufruf an die Generation Digital (11.5.11)
Gegen solche Einseitigkeit verweise ich auf Carr, der freilich auch überpointiert.
29.4.11
OpenCourse 2011
Ich möchte auf OpenCourse 2011 aufmerksam machen, eine Internetveranstaltung, die von der Uni Frankfurt ausgeht und sich folgende Ziele gesetzt hat:
Blick auf Lernen in der Mediengesellschaft
Möglichkeiten
und Gefahren/Herausforderungen
Alles Weitere findet sich dort und unter dem Twitteraccount http://twitter.com/#!/search/opco11
Die Video-Streaming-Plattform findet sich hier: http://www.ustream.tv/channel/opco11
Da ich einen Teil der Beteiligten kenne, verspreche ich mir anregende Beiträge. Wie weit ich mich an der Diskussion beteiligen kann, übersehe ich bisher noch nicht.
Zwar habe ich schon vor zwei Jahren mein medienpädagogisches Konzept formuliert und so einige Artikel zu Lernen 2.0 und Web 2.0 geschrieben. Ich hoffe, dass ich angeregt werde, umzudenken und neue Positionen einzunehmen.
Blick auf Lernen in der Mediengesellschaft
Möglichkeiten
und Gefahren/Herausforderungen
Alles Weitere findet sich dort und unter dem Twitteraccount http://twitter.com/#!/search/opco11
Die Video-Streaming-Plattform findet sich hier: http://www.ustream.tv/channel/opco11
Da ich einen Teil der Beteiligten kenne, verspreche ich mir anregende Beiträge. Wie weit ich mich an der Diskussion beteiligen kann, übersehe ich bisher noch nicht.
Zwar habe ich schon vor zwei Jahren mein medienpädagogisches Konzept formuliert und so einige Artikel zu Lernen 2.0 und Web 2.0 geschrieben. Ich hoffe, dass ich angeregt werde, umzudenken und neue Positionen einzunehmen.
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28.4.11
Aufmerksamkeit
Die Aufgabe muss ein genügend hohes Anforderungsniveau haben, um interessant zu sein, und nicht so schwierig, dass sie unsere Frustrationstoleranz überfordert. Dann gelingt es uns meist recht gut, unsere Aufmerksamkeit darauf zu konzentrieren, es sei denn ein bewegtes Objekt in schreienden Farben, ein plötzlicher Lärm oder ein überfallartiger Schmerz bringen uns davon ab.
Auf der Basis dieser Erkenntnisse findet ein fortwährender Kampf zwischen Individuum und Werbeträgern statt: das Individuum beim Versuch, sich auf seine eigenen Prioritäten (oder: noch schwieriger: die vom ungeliebten Arbeitgeber oder gar Lehrer vorgegebenen) zu konzentrieren, die Aufmerksamkeitsheischer beim Versuch, diese Konzentration zu verhindern.
So ähnlich schreibt es die ZEIT in der Titelgeschichte ihrer neusten Nummer - aufmerksamkeitsheischend.
Es wäre doch verrückt, wenn es noch kein Computerprogramm gäbe, das dem Individuum verspricht, sein Ziel problemloser zu erreichen. Hier stellt Spiegel online es vor.
Das Hessische Kultusministerium meint, die Stiftung Lesen habe geeigente Instrumente dafür.
Habe ich Sie jetzt genügend von Ihrer Arbeit abgelenkt, dass Sie nicht mehr wissen, worum es ging?
Dann habe ich ja mein Ziel erreicht. (Die Methoden werden immer perfider! ;-))
Auf der Basis dieser Erkenntnisse findet ein fortwährender Kampf zwischen Individuum und Werbeträgern statt: das Individuum beim Versuch, sich auf seine eigenen Prioritäten (oder: noch schwieriger: die vom ungeliebten Arbeitgeber oder gar Lehrer vorgegebenen) zu konzentrieren, die Aufmerksamkeitsheischer beim Versuch, diese Konzentration zu verhindern.
So ähnlich schreibt es die ZEIT in der Titelgeschichte ihrer neusten Nummer - aufmerksamkeitsheischend.
Es wäre doch verrückt, wenn es noch kein Computerprogramm gäbe, das dem Individuum verspricht, sein Ziel problemloser zu erreichen. Hier stellt Spiegel online es vor.
Das Hessische Kultusministerium meint, die Stiftung Lesen habe geeigente Instrumente dafür.
Habe ich Sie jetzt genügend von Ihrer Arbeit abgelenkt, dass Sie nicht mehr wissen, worum es ging?
Dann habe ich ja mein Ziel erreicht. (Die Methoden werden immer perfider! ;-))
21.4.11
Netzgespür oder Internetkompetenz?
Sascha Lobo schreibt in Spiegel online über Netzgespür.
Ehrlich gesagt: ich lese in dem Artikel nur, dass Netzgespür heuristisch und haptisch ist. Das erste gebe ich zu. Das gilt für jede Tätigkeit, für die man Erfahrung braucht. Kleinkinder haben dabei den Vorzug, dass sie mit wenigen Erfahrungen nicht so viele falschen Vorerwartungen haben können.
Haptisch aber ist das Netz nicht, sondern die Touchscreen.
Alle anderen Aussagen sind Details, die mir zwar weitestgehend bekannt sind, aber deren Zusammenhang mit Netzgespür mir nicht erklärt wird. Offenbar braucht man zum Verständnis des Textes ein Netzgespür, das ich von anderen Texten her kommend nicht habe.
Faszinierend ist für mich, wie man das Ein- und Ausschalten von Geräten zu einer Sache von Gespür gemacht hat. Jede Rationalität ist abgeschafft, bis zum Abschalten eines Gerätes überhaupt nur noch ein ausgelagerter Schalter taugt. Kein Wunder, dass wir unseren Energieverbrauch nicht in den Griff bekommen.
Zu Internetkompetenz, die mehr ist als Netzgespür, gehört auch eine Ahnung über die Gefahren im Netz (vgl. u.a. Adamek: Die Facebook-Falle). Die bekommt man bei der heuristischen Vorannahme, dass es keine beachtenswerten Gefahren gibt, immer erst zu spät mit, so wie gegenwärtig die japanische Gesellschaft die Gefahren der friedlichen Nutzung der Kernkraft.
Gute Hilfen zum Erwerb von Fähigkeiten zur Gefahrenabwehr bietet Klicksalat (mein Dank an Karl und Jörg!).
Zum Umgang mit dem Netz vgl. auch Die Institution und der Dämon über Kontrollverlust.
Ehrlich gesagt: ich lese in dem Artikel nur, dass Netzgespür heuristisch und haptisch ist. Das erste gebe ich zu. Das gilt für jede Tätigkeit, für die man Erfahrung braucht. Kleinkinder haben dabei den Vorzug, dass sie mit wenigen Erfahrungen nicht so viele falschen Vorerwartungen haben können.
Haptisch aber ist das Netz nicht, sondern die Touchscreen.
Alle anderen Aussagen sind Details, die mir zwar weitestgehend bekannt sind, aber deren Zusammenhang mit Netzgespür mir nicht erklärt wird. Offenbar braucht man zum Verständnis des Textes ein Netzgespür, das ich von anderen Texten her kommend nicht habe.
Faszinierend ist für mich, wie man das Ein- und Ausschalten von Geräten zu einer Sache von Gespür gemacht hat. Jede Rationalität ist abgeschafft, bis zum Abschalten eines Gerätes überhaupt nur noch ein ausgelagerter Schalter taugt. Kein Wunder, dass wir unseren Energieverbrauch nicht in den Griff bekommen.
Zu Internetkompetenz, die mehr ist als Netzgespür, gehört auch eine Ahnung über die Gefahren im Netz (vgl. u.a. Adamek: Die Facebook-Falle). Die bekommt man bei der heuristischen Vorannahme, dass es keine beachtenswerten Gefahren gibt, immer erst zu spät mit, so wie gegenwärtig die japanische Gesellschaft die Gefahren der friedlichen Nutzung der Kernkraft.
Gute Hilfen zum Erwerb von Fähigkeiten zur Gefahrenabwehr bietet Klicksalat (mein Dank an Karl und Jörg!).
Zum Umgang mit dem Netz vgl. auch Die Institution und der Dämon über Kontrollverlust.
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