28.6.16

Wie muss sich Ausbildung im Blick auf die Fortschritte bei künstlicher Intelligenz verändern?

Mit den Fortschritten bei künstlicher Intelligenz werden akademische Qualifikationen zunehmend unwichtiger. Davon ist Wolfgang Wahlster überzeugt, CEO des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI).
Das heutige Ausbildungs- und Karrieresystem muss demnach neu gedacht werden. Der Einstieg in gutbezahlte Berufe gelingt nach wie vor meist über fachliche Qualifikation, also die Leistung bei kognitiver Intelligenz. Sie ist etwa für Schach oder Go wichtig, "aber hier sind uns die KI-Systeme zum Teil schon überlegen", betont Wahlster. Zur menschlichen Intelligenz gehöre aber ebenso die sensomotorische, emotionale und soziale Intelligenz. "Hier sind Computer noch weit von unserer Performanz entfernt." Er plädiert daher dafür, diese Stärken in der Schule deutlicher zu fördern. Es gehe darum, nicht nur Wissen zu lehren, sondern auch das clevere Entscheiden in Alltagssituationen, das Bewerten, das Lernen zu lernen. "Das ist viel wichtiger als reines Fachwissen. Dort liegt der riesige Vorsprung des Menschen vor den Computern." (Künstliche Intelligenz: Uni-Studium verliert an Bedeutung, Technology Review 27.6.16)

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