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7.4.18

50 Jahre Club of Rome: Zeit für aufgeklärtes Handeln

Heute feiert der Club of Rome (Tweets zu Club of Rome) sein 50-jähriges Bestehen.
Weltweit bekannt geworden ist er durch seinen Bericht Die Grenzen des Wachstums, 1972. Der hat aufgerüttelt und viele Diskussionen angeregt.
Viel Zeit ist vergangen. Viel ist getan worden, aber noch mehr Falsches.
Die Konsequenzen aus der neuen Situation zeigen die neusten Berichte:

Wir sind dran. Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen, 2017
   dazu:  
   Rezension Perlentaucher
  Bericht der FR
  Bericht im Deutschlandfunk
  Interview mit Ernst Ulrich von Weizsäcker (Das-Kapital-wurde-arrogant)

Ein Prozent ist genug, 2016

2052. Der neue Bericht an den Club of Rome. Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre, 2012

So viel fürs erste. Ich empfehle, den angegebenen Links nachzugehen.



Co-President Ernst von Weizsäcker at anniversary lecture in presenting latest report to the Club of Rome !

Read this article by Global Footprint Network that shows the UN Sustainable Development Goals are negatively correlated to sustainability. The conclusion: Development needs to embrace resource security to deliver lasting results.

30.12.12

Was hat sich getan seit 1972? Was wird 2052 sein?

Der Club of Rome hat 1972 mit "Grenzen des Wachstums" einen energischen Warnruf ausgestoßen, indem er allgemeine Warnungen mit konkreten computersimulierten Szenarien unterfüttert hat. Schon 1973 ist den Industrieländern in der Ölkrise bewusst geworden, wie abhängig sie allein schon von einem Rohstoff war (und noch ist). Dennoch hat es nicht an Kritikern gefehlt, die vorausgesagt haben, dass die Entwicklung nicht so schrecklich verlaufen werde, wie in den Szenarien für den Fall eines totalen Umsteuerns vorausgesagt.
40 Jahre darauf meldet sich der Club of Rome wieder mit einer sehr umfassenden Studie. Angesichts der fatalen Aussichten, die die unzureichenden Versuche, den Klimawandel zu verzögern, uns inzwischen beschert haben, betont er freilich weniger die Probleme als die Machbarkeit einer Umsteuerung.

Im Vorwort des neuen Werks "2052. Der neue Bericht an den Club of Rome. Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre" heißt es (zitiert nach der "Leseprobe"):
Wenn Grenzüberziehung einmal eingetreten ist, dann gibt es nur noch zwei Wege zurück auf die Ebene der Nachhaltigkeit – entweder gesteuerter Niedergang durch die geordnete Einführung einer neuen Lösung (Fisch aus Fischfarmen) oder Zusammenbruch (man isst keinen Fisch mehr, weil es  keinen mehr gibt – und entzieht den Fischern damit die Lebensgrundlage, wie nach 1992 in Neufundland geschehen). Grenzüberziehung kann nicht dauerhaft aufrechterhalten werden. Wenn man das versucht, werden sich sehr schnell unlösbare Probleme ergeben. Durch diese Probleme wird die Moti vation, neue Lösungen zu identifizieren und umzusetzen, deutlich erhöht. Eine neue Lösung taucht aber nicht von heute auf morgen auf, sondern erst nach einer
»Verzögerung bei der Lösung und Umsetzung«, die leicht zehn Jahre dauern kann. Selbst wenn man also beginnt, bevor die Grundlagen ganz verschwunden sind, geht man das Risiko ein, diese vollends zu verbrauchen, während man noch auf eine neue Lösung wartet. Das war die eigentliche  Botschaft von Die Grenzen des Wachstums von 1972.
"Hoffnung ist so wichtig wie das Leben selbst", sagte Vaclav Havel. (Zitatnachweis im Vorwort auf S.14)
Ich schließe mich ihm an und hoffe demnächst noch mehr über den Gegenstand des Buches - und vielleicht auch über das Buch - zu berichten. (Vorläufig verweise ich nur auf das Stichwort Klimawandel auf diesem Blog und auf die aktuelleren Artikel zum selben Thema in meinem politischen Tagebuch)