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11.7.22

Weshalb ich auf gutefrage.net immer wieder auch "Selbstverständlichkeiten" erkläre

 Es gibt hier immer wieder Schnorrer, die sich Hausaufgaben ersparen wollen, aber das ist nicht immer eindeutig zu erkennen.

Inzwischen habe ich gelernt, dass es immer wieder auch Schüler gibt, für die auch bei mittelschweren Texten gilt, was ein Schüler einmal klassisch so formuliert hat: "Von diesem Text verstehe ich nur 'und' und 'oder'."

Eine eine intelligente deutsche Schülerin an einer Auslandschule, die lange im Ausland gelebt hatte und eine Frage falsch beantwortet hatte, sagte mir, dass sie ein Wort nicht gekannt habe. Weshalb sie nicht gefragt habe? Dann hätten die anderen sie vielleicht ausgelacht.

Daraufhin habe ich ihr geraten: "Frag in solchen Fällen: 'Was heißt x in diesem Zusammenhang.' "

Ein anderes Beispiel: Ein Kollege sagt zu einer Kollegin: "Denk dir, die Schüler haben diese Frage nicht verstanden!" Beide waren sich einig: Dumme Schüler.

Ich habe die Frage auch nicht verstanden. Deshalb erkläre ich immer wieder auch "Selbstverständlichkeiten".

Wenn ich darauf gekommen wäre, hätte ich gefragt: "Was ist Rollo? Und wer gehört zu ihm? und "Weshalb gehört Crampas einerseits zu Natur, aber andererseits zu Schuld?"

Was war wohl die Aufgabenstellung zu Fontanes 'Effi Briest'? Ist das eindeutig?

dazu auch:

Weshalb befriedigende Antworten öfters nicht ausreichen.


4.6.12

Wie viele Türme hat der Parthenon?

Es gibt keine Frage, auf die manche Schüler nicht auch ohne Denken zu einer Antwort zu kommen hoffen.
Wozu gibt es denn Wikipedia und Antwortforen, wenn ich noch selber denken soll?

Da hilft wohl nichts, als immer wieder Fragen zu stellen, deren Antwort nicht ergoogelt werden kann, und den Schülern nachzuweisen, was sie alles selbst herausfinden können.

Übrigens: Natürlich muss man "Parthenon" irgendwo nachschlagen können oder wenigstens irgendwann ein Bild davon gesehen haben. A priori beantwortet sich selbst diese Frage nicht. Insofern: Nachschlagen muss man auch können.