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5.5.09

Schüler und Web 2.0

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen hat Jugendliche über die Nutzung des “Social Webs” befragt.
Zur Wikipedia wird berichtet: 85% der Jugendlichen nutzen die Online-Enzyklopädie. Dann heißt es:
Aktive Teilhabe über das Verfassen oder Verbessern von Einträgen bleibt weniger aufgrund von technischen Hürden aus, sondern weil Anmutung und Leitbild den Eindruck vermitteln, dass es sich um ein thematisch umfassendes Lexikon handelt, das von Menschen mit spezialisiertem Wissen bereit gestellt wird. Paradoxerweise wirkt noch verstärkend, dass in (Hoch-)Schulen auf die mangelhafte, zumindest kritisch zu hinterfragende Qualität der Beiträge verwiesen wird und somit ein weiterer Anreiz für die aktive Teilhabe entfällt.

Mehr dazu im Wikimedia Blog.

21.4.09

Notengebung

Inzwischen glaube ich, dass die Schule tatsächlich eine einzigartige Kommunikationssituation erzeugt, mit der einfach nicht jeder klarkommt, die aber nur begrenzte Schlüsse auf das Verhalten in späteren Berufssituationen zulässt. Deshalb finde ich es hervorragend, wenn Schüler primär nach Äußerungsformen beurteilt werden, mit denen sie sich wohl fühlen. Sie durch Abwertung in Bereichen, die sie nicht mögen, auf das “wahre Leben” vorzubereiten, zeugt vielleicht von einer Überschätzung des Modellcharakters der schulischen Situation.
So Johannes Wiele in einer Diskussion über mündliche Noten und introvertierte Schüler bei Jochen Englisch.
Ich sehe es ähnlich wie Johannes Wiele und habe seit einiger Zeit stets zwischen Klassenarbeitsnoten und Noten für alles andere unterschieden. Wer nichts sagt, kann nach den schriftlichen Leistungen außerhalb der Klassenarbeiten beurteilt werden, wer viel und Gutes im laufenden Unterricht leistet, dessen Hausaufgaben braucht man nicht zu korrigieren, um zu einer begründeten Note zu kommen.