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22.5.19

Die Ursachen des aktuellen Klimawandels unmissverständlich erklärt

von rezo: "Die Zerstörung der CDU"

Dazu jemand, der mehrmals CDU gewählt hat:
11. Danke lieber - Für all die Mühe, der das Zusammentragen, für das Aufbereiten und das Posten dieses Videos. Deutschland könnte mehr Menschen wie Dich brauchen, die auf Basis von Fakten argumentieren und ihren Standpunkt so pointiert klar machen.

und die hilflosen Reaktionen

Die FAZ versucht mit einem Faktencheck (23.5.19) rezos Argumente auszuhebeln. 
Im Grunde findet sie nur eine Aussage, die sie als falsch bezeichnen kann. Dabei erweist sich freilich, dass sie schlicht nicht zureichend informiert ist (mehr dazu auf dem Bildblog, der auch auf die Argumentation der CDU eingeht).
Dass es den Politikern in der Tat extrem schwer gefallen ist, eine vernünftige Klimapolitik durchzusetzen, ist der FAZ zuzugestehen und aus der weltweiten aus der Entwicklung der letzten Jahrzehnte deutlich abzulesen. 
Aber gerade das will rezo ja anprangern. 

Besonders peinlich in meinen Augen die Stellungnahme in der von mir an sich hoch geschätzten ZEIT: Die interessanteste Frage stellt er nicht. (Lisa Nienhaus ZEIT 24.5.19)
Ihre Argumente sind inzwischen mehrmals wiederlegt worden. 
Ihre "interessanteste Frage" ist, wie mehr Leute "neu aufsteigen können von den Normalos in den Club der Reichen".
Weit wichtiger scheint mir Die Kunst den Kapitalismus zu verändern, dass der Menschheit der Lebensraum nicht im Laufe dieses Jahrhunderts verloren geht.
Die Antwort von Wolfgang Kessler: hier, die von Muhammad Yunus: hier.

Das Hauptproblem, ist, den Klimawandel zu beschränken. Die Macht der Superreichen zu beschränken könnte ein dafür notwendiges Mittel sein. Aber noch ist der Beleg dafür noch nicht erbracht. 

Hier aber ein abweichende Stimme in den Mainstreammedien:
"Der Unsinn und die Beschwichtigungen aber, die vom Personal der sogenannten Volksparteien routinemäßig verbreitet werden, sind für die Demokratie mindestens ebenso gefährlich. Der deutsche Politikbetrieb und seine Beobachter haben sich an diese kleineren und größeren Lügen, Verzerrungen, Weglassungen, Mauscheleien, an die Lobbyistensprache so sehr gewöhnt, dass all das kaum noch wahrgenommen wird." (Christian Stöcker auf Spiegel online 26.5.19)
Die Hervorhebung stammt von mir. Hinzusetzen muss ich leider: auch von den Mainstreammedien. 

Wissenschaftlicher Faktencheck zu rezos Video:
Volker Quaschning
Stefan Rahmstorf

Zu den Reaktionen der Qualitätspresse auf rezos Video schreibt Dejan auf Twitter:

Ist "Googelt" Schleichwerbung oder das?
Digitale Transformation


AKK denkt über Regulierung von Influencern nach, tn3.de 27.5.19

20.5.19

Eine Anfrage

Eine Anfrage an die Stiftung Jugend und Bildung:  

Bemerkenswert ist, dass auf Ihrem Arbeitsblatt zur Europawahl 2019 für Schüler der 9.-13. Jahrgangsstufe das Wort Klima nicht vorkommt.
Sind Sie der Ansicht, dass das angesichts der Schülerstreiks geeignet ist, das Interesse der Schüler an Europa zu fördern?

Link zum Arbeitsblatt

Als ihren Anspruch formuliert die Stiftung u.a.
"Im Gegensatz zu den offiziellen Schulbüchern können wir mit unseren Materialien schnell und zeitgemäß auf aktuelle Ereignisse und gesellschaftliche Diskussionen reagieren. Damit decken wir einen großen Bedarf von Lehrkräften ab.
Unsere Unterrichtsmaterialien setzen stets an der Lebenswelt von Jugendlichen an und sollen ihnen helfen, ihre Lebenssituation besser zu verstehen und aktiv zu gestalten." (Hervorhebungen von Fontanefan)

Stichwort Stiftung Jugend und Bildung im Deutschen Bildungsserver
Am 17.1.2005 wurde in Berlin die Stiftung Jugend und Bildung gegründet. Ziel der Stiftung ist es, die gesellschaftspolitische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen zu fördern - insbesondere angesichts der Herausforderung durch die erweiterte europäische Dimension. Mit Broschüren, Internetangeboten und Veranstaltungen wollen sich die Stifter an Kinder und Jugendliche sowie an alle im privaten und öffentlichen Bereich für die Erziehung, Bildung und Ausbildung Verantwortlichen wenden. Die Medien dienen zur allgemeinen Information und Motivation der Zielgruppen und können als ergänzendes Unterrichtsmaterial eingesetzt werden. Im Vordergrund steht bei allen Projekten, diejenigen zu unterstützen, die schulische Innovation mit beispielhaften Projekten vorantreiben.

Wer hinter der Stiftung steht, wird leider nicht angegeben.

Wir wollen es nicht wahrhaben


Früher hat man nicht selten den Überbringer einer unangenehmen Botschaft getötet.
Heute, im Zeitalter des Internets, sind wir humaner und sagen einfach mit Trump "Fake News".

Im Fall des menschengemachten Klimawandels ist das freilich nicht ganz so leicht. Wenn seit Jahrzehnten über 90 Prozent der Wissenschaftler über die Grunddiagnose einig sind und wenn inzwischen nach jahrzehntelangen Verhandlungen auch die Politiker 2015 auf einer Weltklimakonferenz konkrete Beschlüsse zu seiner Eindämmung gefasst haben, dann helfen auch die von Lobbyisten bezahlten Gegengutachten nichts mehr. Der Klimawandel lässt sich nicht mehr ernsthaft bestreiten.

Wieso aber gelingt es uns, weiterzumachen, als gäbe es ihn nicht?
Zwei Gründe gibt es.
Erstens: Wenn wir den Klimawandel jetzt noch eindämmen wollen, müssen wir unsere Lebensweise radikal umstellen. Und wer will das schon?
Zweitens: Die anderen leben ja auch weiter, als ob es ihn nicht gäbe. Das macht es viel leichter, den eigenen Augen nicht zu trauen. Wenn ich etwas verändere, macht das sowieso keinen wesentlichen Unterschied. Also brauche ich es nicht zu tun.

Etwas Weiteres kommt hinzu: Ständig gibt es neue Nachrichten über Missstände auf der Welt, über die wir uns aufregen können:
Wir diskutieren über Trump, Putin, Erdogan, Böhmermann, über die AfD, Seehofer und Merkel, Scheuer, Stuttgart21, den Berliner Flughafen, über Kevin Kühnert ... Es nimmt kein Ende. Das macht es leichter, nicht an den Klimawandel zu denken.
Jetzt gibt es freilich Schüler, die nicht mehr mitmachen wollen, die ein Recht auf Zukunft fordern.
Das schreckt auf. Aber nun setzt eine allgemein menschliche Reaktion ein: "Jetzt gibt es endlich jemanden, der sich um den Missstand kümmert. Ein Glück! Jetzt brauche ich es ja nicht mehr."
Lasst es Greta und die anderen Schülerinnen und Schüler mal machen! Jetzt bin ich ja nicht mehr gefragt. Jetzt kann ich wieder so tun, als ob alles in Ordnung wäre.

Nur ist da der 26.Mai. Wir alle sind gefragt, wie es in Europa weiter gehen soll. Als Demokraten haben wir sogar nicht nur ein Recht, sondern deshalb auch eine Pflicht, uns darum zu kümmern.
Da hilft es nun nicht, sich zu sagen: "Hauptsache, ich wähle nicht diese eine böse Partei." Jetzt gilt es zu fragen: Wer setzt sich für die Zukunft der kommenden Generationen ein und will wirklich ernsthaft den Klimawandel nach Kräften eindämmen?
Es sind nicht viele, aber die verdienen unsere Stimme.