"Call of duty" heißt passenderweise eine Spieleserie, die - obwohl erst ab 18 Jahren freigegeben - von einem weit höheren Anteil von 7.-Klässlern gespielt wird, als es der Anteil der Lehrer ist, die sie kennen.
Wieso auch sollte man sie kennen?
Man sollte soche Spiele nicht verteufeln, habe ich mir sagen lassen, und: Eltern, die ihre Kinder bis tief in die Nacht solche Spiele spielen ließen, seien selbst schuld.
Dazu:
Nehmen wir an, Schach sei ein Spiel, das einige wünschenswerte Fähigkeiten schult wie z.B. Konzentrationsfähigkeit und das Vorausdenken über mehrere Schritte hinweg.
Sollte ich es deshalb als unvermeidlich hinnehmen, wenn ich von 22:00 Uhr bis 2:00 Uhr morgens auf immer schlechterem Niveau gegen einen Computer Schach spiele, weil ich mich nicht davon lösen kann und danach nicht einschlafen kann, weil ich noch zu angeregt bin? Hieße es das Schachspiel verteufeln, wenn ich mir zur Regel machte, abends nicht gegen den Computer Schach zu spielen, wenn ich am nächsten Tag ab 8:00 Uhr wichtige Termine habe?
Nehmen wir an, eine alleinerziehende Mutter müsse aufgrund ihres Schichtdienstes am Morgen um 5:00 Uhr aufstehen und ihr 13-jähriger Sohn liehe sich von einem Klassenkamerad ein Computerspiel aus (das der Mutter unbekannt ist) und spielte es nach dem Zu-Bett-gehen der Mutter bis 4:00 morgens. Ist sie daran schuld?
Um es noch zu spezifizieren: Ist sie auch dann schuld, wenn ihr der Lehrer des Sohnes versichert, Computerspiele seien entgegen einem landläufigen Vorurteil ganz harmlos und außerdem seien viele geeignet, nützliche Fähigkeiten zu schulen?
Ein Ratschlag, der Eltern, die Computerspielen skeptisch gegenüber stehen, oft gegeben wird, ist der, die Spiele mit ihren Kindern zu spielen und sich dann mit ihnen darüber zu unterhalten.
Deshalb stelle ich hier einen kurzen Ausschnitt von the Call of Duty vor, den jemand für mich bei YouTube gefunden hat. (Kommentar dessen, der den Ausschnitt eingestellt hat: "First day with the game, still learning the map. Chopper Gunner killstreak halfway through video." Man lernt also auch Kartenlesen.)
Was ist die Pflicht, zu der mich das Computerspiel "Call of Duty" ruft?
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17.6.11
16.6.11
Über die Gefahren von Computerschach und anderen Computerspielen
Unregelmäßig, aber mindestens einmal alle halbe Jahr komme ich dazu, mit einem Menschen Schach zu spielen. Vorher unterhalten wir uns, aber wir versuchen doch auch noch die Zeit für ein oder zwei Spiele herauszuschinden. Dann fahre ich des öfteren im Dunkeln nach Hause, obwohl ich das sonst zu vermeiden suche.
Mit meinem Computer kann ich auch Schach spielen. Er hat mir noch nie eine Revanche versagt. Das kann sich hinziehen.
Aber trotzdem versuche ich mich an einer Rechtfertigung für den Zeitverbrauch:
Relativ wenige Brettspiele sind darauf angelegt, Tötungshemmungen abzubauen, Computerspiele der Art gibt es einige. - Ich weiß, dass die wenigsten Spieler solcher Spiele in die Gelegenheit kommen werden, auszuprobieren, ob die Spiele in der Hinsicht effektiv sind.
Wenn man aber nachts bis um 4:00 um sein Leben gekämpft hat, sind am nächsten Morgen Dreisatzaufgaben nicht eben der Thrill.
7.-Klässler lassen sich solche Spiele von ihren Großeltern schenken. So können sie oft vermeiden, dass irgend jemand mitbekommt, was sie da tun. Da meine Kinder alle erwachsen sind, habe ich freilich noch nie ausprobiert, wie ich auf solche Spiele reagieren würde. Mir reichen Berichte von anderen Erwachsenen, die sie mit Interesse gespielt haben.
Natürlich lassen sich mit Computerspielen Lernstoffe erarbeiten und Fähigkeiten trainieren. (vgl. z.B. für Geschichte)
Nachtrag vom 17.6.:
Ich habe einen Bericht eines amerikanischen Ausbilders gelesen, wonach die gezielten Todesschüsse auf Gegner am Anfang des Vietnamkrieges etwa auf dem Niveau lag, das man auch für den 2. Weltkrieg annimmt, etwa 10%. Durch Einsatz der Schulungssoftware habe sich die Quote auf etwa 90% erhöhen lassen. Diese Schulungssoftware sei der Urahn heutiger Computerkampfspiele.
Bei Gelegenheit kann ich mal danach googeln.
Berichte aus dem weiteren Bekanntenkreis über die Faszination von Computerkampfspielen für sozial gut integrierte, vielseitig engagierte, u.a. durch Orchester, Sportverein und Mitarbeit in der Schülervertretung beschäftigte Schüler lassen mir wenig Hoffnung, dass sozial schlecht integrierte Schüler mit wenig Erfolgserlebnissen in "real life" der Faszination wesentlich besser widerstehen.
Es ist richtig: Sämtliche "Vorurteile über die sozialvereinsamten vor dem PC [haben sich] in Luft aufgelöst." Nur der Motivationsverlust auch der sozial gut Integrierten ist erschreckend.
Und die bleiben weiterhin die, auf denen zu Recht die Hoffnungen ruhen.
Mit meinem Computer kann ich auch Schach spielen. Er hat mir noch nie eine Revanche versagt. Das kann sich hinziehen.
Aber trotzdem versuche ich mich an einer Rechtfertigung für den Zeitverbrauch:
Relativ wenige Brettspiele sind darauf angelegt, Tötungshemmungen abzubauen, Computerspiele der Art gibt es einige. - Ich weiß, dass die wenigsten Spieler solcher Spiele in die Gelegenheit kommen werden, auszuprobieren, ob die Spiele in der Hinsicht effektiv sind.
Wenn man aber nachts bis um 4:00 um sein Leben gekämpft hat, sind am nächsten Morgen Dreisatzaufgaben nicht eben der Thrill.
7.-Klässler lassen sich solche Spiele von ihren Großeltern schenken. So können sie oft vermeiden, dass irgend jemand mitbekommt, was sie da tun. Da meine Kinder alle erwachsen sind, habe ich freilich noch nie ausprobiert, wie ich auf solche Spiele reagieren würde. Mir reichen Berichte von anderen Erwachsenen, die sie mit Interesse gespielt haben.
Natürlich lassen sich mit Computerspielen Lernstoffe erarbeiten und Fähigkeiten trainieren. (vgl. z.B. für Geschichte)
Nachtrag vom 17.6.:
Ich habe einen Bericht eines amerikanischen Ausbilders gelesen, wonach die gezielten Todesschüsse auf Gegner am Anfang des Vietnamkrieges etwa auf dem Niveau lag, das man auch für den 2. Weltkrieg annimmt, etwa 10%. Durch Einsatz der Schulungssoftware habe sich die Quote auf etwa 90% erhöhen lassen. Diese Schulungssoftware sei der Urahn heutiger Computerkampfspiele.
Bei Gelegenheit kann ich mal danach googeln.
Berichte aus dem weiteren Bekanntenkreis über die Faszination von Computerkampfspielen für sozial gut integrierte, vielseitig engagierte, u.a. durch Orchester, Sportverein und Mitarbeit in der Schülervertretung beschäftigte Schüler lassen mir wenig Hoffnung, dass sozial schlecht integrierte Schüler mit wenig Erfolgserlebnissen in "real life" der Faszination wesentlich besser widerstehen.
Es ist richtig: Sämtliche "Vorurteile über die sozialvereinsamten vor dem PC [haben sich] in Luft aufgelöst." Nur der Motivationsverlust auch der sozial gut Integrierten ist erschreckend.
Und die bleiben weiterhin die, auf denen zu Recht die Hoffnungen ruhen.
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Spiel
19.1.09
Computerspiele im Geschichtsunterricht
Dass Computerspiele für Politikunterricht genutzt werden können, legte sich nahe,
dass sie aber auch im Geschichtsunterricht eingesetzt werden, entnehme ich diesem Blog
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