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13.6.24

Blogparade Antifaschismus

 Vorbemerkung: Eine Reihe von bildungsaffinen Bloggern hat sich zum Ziel gesetzt, 2024 häufiger thematisch gemeinsam zu bloggen. Die Themenvorschläge werden an dieser Stelle gesammelt, alle Beiträge zum aktuellen Thema werden unter dem Beitrag gesammelt.

Bisherige Beiträge:  Herr Mess, Jan-Martin Klinge, Fengler, LehrerInnenzimmer

Meine ältere Tochter hat mit 9 Jahren den SS-Staat von Eugen Kogon gelesen, meine jüngere mit 8 Jahren für sich Anne Frank und das Problem der Judenverfolgung entdeckt. Im Urlaub hat sie in dem Alter im Museum nicht die Dinosaurier oder sonstige Kinderthemen sehen wollen, sondern die Ausstellung zur Judenverfolgung, die weitgehend aus Schriftdokumenten bestand. Einen Versuch, sie irgendwie zu Antifaschismus zu erziehen, habe ich meiner Erinnerung nach nicht gemacht. 

In der Schule war sie enttäuscht, dass mehr die Struktur des NS-Staates als seine Verbrechen behandelt wurden.  

Unser Sohn ließ sein Kuscheltier schon früh die Rechte anfordern, die es in einem freien Land erwartete. Natürlich davon ausgehend, dass sie auch für ihn selbst galten.

Antifaschismus kannte ich vor allem aus der DDR und auf die große Rolle, die er in den sowjetischen Kriegsgefangenenlagern spielte, bin ich durch die neuerliche Lektüre von Helmut Gollwitzers "Und führen, wohin du nicht willst" wieder aufmerksam geworden.

Die Aggressivität mancher Antifa-Gruppen empfinde ich als problematisch. 

Aber selbstverständlich ist für jemanden, der während der Studentenbewegung intensiv über autoritäre Strukturen nachgedacht hat, politische Bildung immer mit der Erziehung zu Kritikfähigkeit und Mündigkeit einhergegangen. 

Da ich seit 2007 nicht mehr unterrichte, denke ich freilich nicht mehr über Unterrichtsreihen zur Bekämpfung faschistischer Tendenzen nach, sondern versuche im täglichen Netzdialog, etwas gegen Einseitigkeit und Niedermachen abweichender Meinungen zu unternehmen.

Freilich gibt es auch einige grundsätzliche Voraussetzungen, von denen aus ich argumentiere: Dass man für seine eigenen Handlungen verantwortlich ist, dass man für die politische Verfassung, die sich das Gemeinwesen gibt, mitverantwortlich ist und dass man die prinzipielle Gleichwertigkeit aller Menschen akzeptiert.

Was ich zur Blogparade vielleicht noch ergänzend beitragen kann, versuche ich aus den eingehenden Blogbeiträgen zu erschließen.

Hier aber zunächst meine Reaktion auf einen ZEIT-Artikel vom 12.6.24, der den Schulen Empfehlungen gibt. 

Da heißt es: "Die Schulen müssen ihren Schülern in Zukunft etwas beibringen, ohne das die Demokratie nicht überleben kann: die Fähigkeit sich kompetent zu informieren und im Internet Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Hier müssen die Schüler lernen, dass jede neue Nachricht, um glaubwürdig zu sein, mindestens zwei Quellen braucht, jede Meinung eine Gegenmeinung. Dass man auch Posts von guten Freunden nicht ungeprüft weiterleitet."

Meine Überzeugung ist: Wenn die Schulen das versuchen würden, würde der Kampf gegen Faschismus und für die Erhaltung der Demokratie gewiss scheitern.

Sich kompetent zu informieren, Nachrichten nur dann zu glauben, wenn man mindesten zwei Quellen dafür hat, das ist Aufgabe der Journalisten. 

Der Normalbürger kann das nicht leisten. Wenn er halbwegs informiert sein will, muss er so viele Informationen aufnehmen, dass er keineswegs alle prüfen kann. Was Schüler lernen müssten, wäre, nicht alles, was ihnen in den Kram passt, für bare Münze zu nehmen und nicht jede Nachricht, die nicht zu ihrem Weltbild passt, auszublenden. Das ist schwer genug. Hilfreich dafür kann gerade die Mitteilung eines guten Freundes sein, wenn er nämlich etwas mitteilt, womit er und sein Freund nicht gerechnet hätten. 

Und jetzt kommt das, was helfen kann, das zu lernen, und was man versuchen kann, ihnen beizubringen: Nicht immer dieselben Quellen lesen: nicht nur das Lokalblatt, nicht nur die Qualitätszeitung, sondern auch mal Boulevardzeitung und mal Bild. Denn erst dann kann man merken, wo das Interesse des Autors ist, zu informieren und wo es darum geht, zu manipulieren. Als Schüler ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen, als ich in der Qualitätszeitung den Manipulationsversuch und in der Bildzeitung die wahrheitsgetreue Information las. Das Unerwartete hilft, sich etwas kompetenter zu informieren.

Deshalb ist es gut, wenn im Sprachunterricht Zeitungstexte aus verschiedenen Ländern und von unterschiedlicher Ausrichtung (wie etwa World and Press) gelesen werden.

Und jetzt kurz etwas speziell zum Kampf gegen Faschismus: Wenn man gelernt hat, was Autoren tun, um einen zu manipulieren, wenn man gelernt hat, dass irgend etwas nicht stimmt, wenn man immer nur Nachrichten aufnimmt, die die eigene Sicht bestätigen, dann ist ein wichtiger Schritt zur Informationsaufnahme in der Demokratie getan. 

Dazu gehört aber auch, dass man sich darüber im klaren ist, dass ein Gutteil der Informationen, die man aufnimmt, wenn nicht falsch, so doch immerhin verfälscht ist. Welcher Teil das ist, wird man als Normalbürger raten müssen und nur im Ausnahmefall prüfen können. Freilich eins sollte man schon wissen: Dass im Kriegsfall beide Seiten lügen und den Informationen der eigenen Seite nur weit weniger getraut werden darf als im Normalfall. Ja, man sollte wissen, dass Informationen der Gegenseite mal korrekt sein können und dass insofern eine neutrale Stimme sehr hilfreich sein kann. 

Nützlich ist dafür eine Sammlung europäischer Pressestimmen wie etwa euro|topics, wobei aber möglichst oft auch Stimmen aus neutralen oder BRICS-Staaten hinzugezogen werden sollten. 

Was ich hier nicht bieten kann, sind Vorschläge, wie man in Klassen oder Kursen mit einer Mehrheit von Rechtspopulistischen arbeiten kann. Das habe ich nie in der Praxis erprobt. Da ist es gewiss sinnvoll, die Stimmen von Spezialisten zu hören. Die würden gewiss auch unserer Blogparade guttun.

21.1.18

BLOGPARADE: Ein wunderbarer Moment im Referendariat

Angeregt durch Bob Blume


Meine erste Überlegung: Den gab es nicht:
Eifrige Schülerinnen, die so viel fragten, dass das Tafelbild am Schluss aus zwei Wörtern bestand. 
Ein Studienseminarleiter, der deshalb behauptete, er könne die Stunde nicht beurteilen. Eine Mentorin, die mich danach aufbaute.
Engagierte und sehr fähige Mentoren, die über Jahrzehnte hin Freunde geblieben sind, obwohl ich neun Jahre im Ausland war. 
Ein Zwischending von Planspiel und Simulation einer Nahostkonferenz, das so weit gelang, dass ein Referendar von mir es später auch durchführte, nur deutlich besser als ich.

Lauter nette, hilfreiche Leute, aber einen wunderbaren Moment, der, dargestellt, heutige Referendare ermutigen könnte. Ich glaube, der wird mir nicht einfallen. Denn damals war das Referendariat offener organisiert, und wir haben noch Vorstellungen von einer Lehrerrolle entwickelt, die heute als völlig utopisch gelten würden. 
Aber es ist ja noch Zeit bis zum 31.1., und da kann ich noch viele Nächte darüber schlafen.

Doch es gab wunderbare Momente, nur sind die mir nicht im Zusammenhang mit dem Wort Referendarzeit eingefallen. 
Zum einen die Liebe meines Lebens. 

Zum anderen der Lehrer meines Lebens. Über den will ich schreiben.

Er war krank geworden, und ich hatte als Vertretung für ihn den Deutschunterricht übernommen. Damals war es möglich, Salinger im Deutschunterricht zu behandeln. Damit glaubte ich einen schülernahen Stoff gefunden zu haben. Es lief aber ziemlich zäh.
Dann kam der Lehrer wieder. Ich konnte vom Unterrichten zum Hospitieren übergehen.
Stoff war der Woyzeck. Dazu hatte ich an der Uni an einer Lehrveranstaltung teilgenommen.
Der Lehrer begann mit einem ausführlichen Lehrervortrag, weit über dem Niveau dessen, was ich an der Uni erlebt hatte.
"Das geht über die Schüler hinweg", dachte ich, "ich kenne doch die Schüler". Aber nach dem Lehrervortrag ging das Unterrichtsgespräch auf diesem Niveau weiter. 

Danach habe ich dann erlebt, wie in einer Klasse anhand eines Readers von Senghaas zur Friedensforschung die neuen Entwicklungen der internationalen Friedensforschung nachvollzogen wurden. Ich war beeindruckt, hatte ich mir doch kurz zuvor dies Gebiet im Hochschulbund für Friedensforschung erarbeitet.
Dann kam ich in den Unterricht des Lehrers. Ich kann mich an keine Textgrundlage erinnern, aber das Unterrichtsgespräch behandelte genau diese aktuellen Probleme, und es war ein Gespräch.

Ich habe später ausgezeichnete Lehrer erlebt, zu denen ich jeden Schüler nur beglückwünschen könnte. Aber irgendwie konnte ich nachvollziehen, weshalb sie so gut waren. Bei diesem Lehrer ist es mir ein Geheimnis geblieben. Was in seinem Unterricht passierte, war ein Wunder.

Als rationale Erklärung kann ich anbieten, dass ich noch nichts von Unterricht verstanden hätte. 
Aber ein wunderbares Erlebnis war es. 
Freilich nichts, was mir vermittelt hätte, dass ich jemals auch so etwas könnte. 

Aber es spricht viel dafür, dass ich in meinem Lehrerleben, obwohl es da auch Gelungenes gab, nie wieder so wunderbare Momente erlebt hätte.

19.2.17

Zivilcourage - ein wichtiger Aspekt der Demokratiefähigkeit (Blogparade)

Das Netzwerk Courage bietet ein interessantes Gegenbeispiel gegen meine Argumentation im vorhergehenden Beitrag zur Blogparade, dass man Demokratie nicht in einer Interessengemeinschaft lernen könne. 
Zivilcourage ist eine wichtige Voraussetzung für funktionierende Demokratie, und die lernen die meisten Menschen am besten in Gemeinschaft. 
Allerdings ist auch zu beachten, dass das demokratische Engagement in Antifagruppen, so z.B. im Bereich der Autonomen-Szene, so übersteigert vertreten werden kann, dass es seinerseits zur Spaltung der Gesellschaft beiträgt. 

Dennoch ist auch ziviler Widerstand (vgl. Recht brechen, um Recht zu schützen, ZEIT online 14.1.17) ein wichtiges Mittel, um Demokratie zu schützen.
Die Sorge, dass die Proteste gegen Trump zu einem Bürgerkrieg führen könnten, scheinen mir daher nicht sonderlich begründet. Dazu wird die Kritik an Trump zu eindeutig von der Mehrheit der Gesellschaft vertreten, da sie auch weit in republikanische Kreise hineinreicht. 

Doch gibt es mehrere denkbare - wenn auch unwahrscheinliche - Wege, die zu einem Bürgerkrieg führen könnten.
  • Wenn Trump seinen Kampf gegen demokratische Institutionen nach Erdogans Vorbild so verschärfen würde, dass ihre rechtlichen Absicherungen zerstört würden. (Dafür scheinen sie zu gefestigt.)
  • Wenn der überwiegenden Mehrheit der Republikaner der Sieg über ihre politischen Gegner wichtiger würde als der Erhalt der demokratischen Ordnung. (Ebenfalls unwahrscheinlich angesichts der demokratischen Tradition und dem Interesse des republikanischen Establishments an Rechtssicherheit)
  • Wenn - insbesondere im Bereich ethnischer Minderheiten - das Gefühl von der weißen Mehrheitsgesellschaft unterdrückt zu werden, zur landesweiten Ausdehnung von gewalttätigen Aktionen führen würde. (Dass unter dem schwarzen Präsidenten die Rassenunruhen nicht nachgelassen haben, deutet auf ein Potential für eine solche Entwicklung hin. Dennoch sind die Erfahrungen, die die Latinos in den USA bisher gemacht haben, wohl - wie der anhaltende Flüchtlingsstrom zu beweisen scheint - zu positiv, als dass sie die Vorteile, die ihnen die USA etwa im Unterschied zu Mexiko bieten, aufs Spiel setzen würden. 
vgl. auch: Die neue digitale Zivilcourage und den Hashtag #ichbinhier
Bezeichnend freilich, dass auch da bald ein Verdacht aufkommt
ist jetzt unterwandert von der Antifa und von Meinungsdiktatoren. Menschen mit nicht so radikalen Ansichten fliegen raus.
Freilich, wie weit der nur von Rechtsradikalen vertreten wird, ist nicht leicht zu entscheiden.
Im Einzelfall freilich schon:
Noch so ein # von die sich Moralischer Überlegenheit Sulen .Es ist so armselig narzisstisch !

Zur Blogparade

20.11.16

Blogparade Jugendsprache und Sprachentwicklung

Die Jury hat sich für "fly sein" als Jugendwort des Jahres entschieden. In der online-Abstimmung lag "isso" vorne. "Vollpfostenantenne" wurde abgelehnt, weil niemand mehr "Vollpfosten" sage, "Hopfensmoothie", um nicht für Alkohol Reklame zu machen.
Jeder hat andere Gründe, weshalb er sich mit dem Wettbewerb beschäftigt.
Mir ging es, als ich das Thema Jugendsprache im Unterricht behandelte, darum, den Jugendlichen ein Bewusstsein dafür zu vermitteln, dass Sprache nichts Festes ist, sondern sich entwickelt. (So z.B. bei dem Wandel der Nebensatzkonjunktion "weil" zur Hauptsatzkonjunktion sowie bei der Auflösung des Unterschiedes zwischen Genitiv und Dativ.)
Da ich Jugendsprache im Ausland behandelte, ergab sich ein bemerkenswertes Phänomen: Die Schüler nannten mir praktisch durchweg Beispiele, die ich selbst kannte. Als ich nachfragte, ob die Wörter wirklich über Jahrzehnte hin Jugendsprache geblieben seien, stellte sich heraus, dass sie keine Jugendsprache hatten. Die Beispiele, die sie genannt hatten, hatten sie - in Ermangelung eigener Kenntnisse, wie man das so macht - von ihren Eltern erfragt.
In der Oberstufe stellte ich dagegen relativ häufigen Gebrauch von Jugendsprache fest.
Meine Erklärung: Vor einigen Wochen war ein Schüler aus Deutschland gekommen, und seine jugendsprachlichen Ausdrücke hatten seine Klassenkameraden im Nu aufgegriffen.

Daraus habe ich geschlossen: Jugendsprache setzt eine größere Sprachgemeinschaft voraus, weil erst da sich genügend Kreativität entfalten kann. - Der Schluss scheint dadurch widerlegt, dass es ja durchaus familieninterne Sprachgebräuche gibt, also Sondersprache im kleinsten Sprachumfeld. Als ich dem nachging, habe ich freilich aus meinen Beobachtungen geschlossen, dass viele Ausdrücke aus den Familiensprachen der Herkunftsfamilien der Partner mitgebracht werden oder, wenn das nicht der Fall ist, dass es ein besonders kreatives Familienmitglied gibt, dessen Ausdrücke in der Familie aufgegriffen werden, und das sich dadurch zu weiterer Kreativität angeregt fühlt.

Gerade dass die "Jugendwörter des Jahres" durchaus sehr umstritten sind, ist offenbar das, was den "Wettbewerb" sinnvoll macht: Es wird am Beispiel von Jugendsprache über Sprache gesprochen, und die pädagogische Absicht, die bei der Ablehnung des Wortes "Hopfensmoothie" mir so sauer aufstieß, ist dadurch - jedenfalls aus meiner Sicht - glänzend gerechtfertigt. Weil erst das Ungewöhnlich und Strittige weckt die Aufmerksamkeit und damit die Reflexion. Oder war das schon zu viel der Spekulation und dem Nachspüren von Sprachentwicklung?

Bei der Jugendsprache stimmt meiner Meinung nach, was man dem Volkslied zu Unrecht nachgesagt hat. Sie entsteht nicht durch präzis festzumachende Personen, sondern aus der Gemeinschaft heraus. Denn erst wenn ein Ausdruck von mehreren aufgegriffen wird, wird er Jugendsprache.
Freilich: Auch wenn bei vielen Volksliedern der Verfasser durchaus bekannt ist - so wie bei "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten ...", wo in Nazi-Anthologien "Verfasser unbekannt" stand: Erst der wiederholte Gebrauch der Vielen macht aus der individuellen Schöpfung Volksgut, das dann kreativ weiterentwickelt und "zersungen" werden kann. (Das eindrucksvollste Beispiel, das ich kenne, ist: Es regnet ...".)
All das sind freilich höchst subjektive Überlegungen, durch keinerlei statistische Untersuchungen belegt. Wie wäre es mit einer Blogparade*, in der jeder seine Erfahrungen mit Sondersprachen und Sprachentwicklung darstellt?

* Wie "Stöckchen" ein Wort aus der Blogosphäre, so wie "omatauglich" ein Wort der Wikipedianer ist. (Bei einem Werbekurs für "Wikipedia über 50" wurde das Wort von den äußerst versierten, meist weiblichen Internetcafébetreuern mit Empörung aufgenommen.)

Tweets zu Jugendsprache, jugendwortdesjahres, Sprachentwicklung, Blogparade

20.6.15

Erfahrungsaustausch in der Schule? - Wer hat Lust auf eine Blogparade?

Pausengespräche gibt es viele. Meist dienen sie notwendiger aktueller Organisation, manchmal der Entlastung von aktuellem Stress.
Erfahrungsaustausch, Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung, gemeinsamer Materialpool. Das wird immer wieder versucht, klappt aber nur an wenigen Schulen. (Hauptschulblues weiß von guten Erfahrungen zu berichten. Aber gibt es schon best-practice-Beispiele, wie man so etwas erfolgreich in die Wege leitet?)
Jetzt plädiert Michael Felten in ZEIT online für "Meisterlehrer". Sie brauchten ja nicht so zu heißen. Aber es sei doch zu schade, wenn Erfahrungen nicht genutzt werden.
 Betriebe mit Weitblick stellen Spezialisten im fortgeschrittenen Alter zu großen Teilen von der produktiven Arbeit frei – sie sollen sich ganz auf das Beraten jüngerer Kollegen konzentrieren. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass umfangreiches und komplexes Erfahrungswissen besser mündlich und situativ weitergegeben werden kann, nicht aber in Form persönlicher Niederschriften oder zusätzlicher Handbücher. Und pädagogische Expertise altert bei Weitem nicht so schnell wie technologische, vielleicht sogar überhaupt nicht. (Michael Felten: Plädoyer für den Meisterlehrer, ZEIT online, 3.6.2015)
Was meinen Sie dazu?  Kennen Sie gute Beispiele?
Wie wär's mit einer Blogparade?

3.9.14

Mein Beitrag zur Blogparade "Mein Bücherregal"

Lauter liebenswerte LeserInnenbeiträge hat Dörte Giebel mit ihrem Blogbeitrag

angeregt

Für mich ist "mein Bücherregal" freilich ein sehr euphemistischer Titel für die diversen Bücherregale mit den diversen Inhalten, die sich in den verschiedenen Stockwerken des Hauses finden. Um meine Bewunderung für die Ästhetik mancher Bücherregale überzeugend aussprechen zu können, füge ich mal ein Foto von drei meiner Regale ein, die ein wichtiges Ordnungsprinzip "Größe" erkennen lassen.



Liebenswert erscheint mir nicht zuletzt der Beitrag von Tanja Heller, der Texterin mit Biss.
Sie schreibt:
Ich mag keine Bücher. Deshalb besitze ich keins. Manchmal denke ich, ein Buch lohnt sich und die Zeit, die ich reininvestiere. Meistens ist das ein Irrtum. Die Informationstiefe fehlt mir.
Wie fremd muss sie sich angesichts der präsentierten Bücherregale vorkommen.

Und doch finden sich bald Leseliebende, die zeigen, wie sie sich von Büchern verabschiedet haben. Andere, die offenbar für die Verlinkung zu spät kamen.

mons7 schreibt:
Über jedes Buch, das ich mir kaufe, blogge ich. (Dann muss ich mir die Essentials rausschreiben… und lese es intensiver)

Ein bisschen habe ich das auch versucht. Aber da ich auch über alte, ausgeliehene und geschenkte Bücher blogge und auch über E-Bücher, fehlt mir die Zeit zum Fortwerfen.
Doch da mache ich mir etwas vor: Weshalb lese ich Blogs, kommentiere und schreibe Blog- und Wiki-Artikel,die nicht von Büchern handeln. So viel Zeit, in der ich Bücher fortwerfen könnte ...

Da ich das Buch des Kriegsreichskanzlers Georg Michaelis "Für Staat und Volk" zwar fortgegeben, aber in Teilen ins Netz gestellt habe, kann ich daraus zitieren, mit welchen Worten er von der Friedensresolution des deutschen Reichstags von 1917  Abstand nahm.*
"Wenn die Feinde ihrerseits von ihren Eroberungsgelüsten, ihren Niederwerfungszielen ablassen und in Verhandlungen einzutreten wünschen, werden wir ehrlich und friedensbereit hören, was sie uns zu sagen haben." (S.327)
*"Ich war mir darüber klar, daß die Resolution in dieser Form von mir nicht angenommen werden konnte." - Georg Michaelis: Für Staat und Volk. Eine Lebensgeschichte. Berlin 1922,S. 328f.

In diesem Geiste scheinen auch jetzt wieder die Verhandlungen zwischen der Ukraine und den Separatisten zu laufen: Wenn die Gegenseite auf ihre Ziele verzichtet, sind wir "friedensbereit".

Dieser Geist hat das deutsche Kaiserreich in den Untergang und die Welt in einen zweiten Weltkrieg geführt.
Wohin wird er uns jetzt führen, wenn auch die USA, die EU und Russland an ihm festhalten?

Putin stellt Lösung bis Freitag in Aussicht, Spiegel online 3.9.14
Kiew lehnt Putins Sieben-Punkte-Plan ab, Spiegel online 3.9.14

Hier noch einmal ein Blick auf drei meiner Bücherregale.
Vor dreieinhalb Jahren habe ich einmal etwas darüber gelesen, wie man seine Bücher "präsentieren" soll:

Jetzt ein Zeitungsartikel mit der Überschrift "Bühne für Bücher", Unterüberschrift: "Zeig deine Bildung [...] für die Präsentation seiner Sammlung gibt es viele Möglichkeiten".
Präsentation?! Eine Powerpointpräsentation von Buchrücken das Bildungsideal der Zukunft?
Bücher "sammeln" wie Zigarettenbildchen und Briefmarken?
"In der Privatbibliothek spiegelt sich [...] die eigene Biografie. Diese will gut dargestellt sein [...]."

Damals habe ich weiter geschrieben:
"Nun denn, dann habe ich aufgrund der verschiedenen Formathöhen von Büchern und Regalfächern ein unordentliches Leben geführt. - Wie ordentlich ist ein Klassikerregal. Alles, was man lesen muss, in einheitlichem Format, einheitlicher Aufmachung. 
Aber natürlich, es gibt eine Lesebiografie, und die spiegelt sich auch in den Büchern, die man nicht hergeben will. Doch wie viel nicht prägende Zufälligkeiten gibt es daneben." (in: Eine Powerpointpräsentation von Buchrücken das Bildungsideal der Zukunft?)

Jetzt habe ich selbst meine Bücher "präsentiert".  Spiegelt sich darin meine Biografie?  Ein Fall für die NSA?

21.2.14

Lehrerblog-Schau - Aufruf zu einer Blogparade

Hinweis vom 2.11.2021:
Der Aufruf, von dem hier die Rede ist, stammt von 2014. Die Lehrerblogseite, die daraufhin entstand, ist inzwischen etwas überholt und wird demnächst gelöscht. 
Hier ist die aktuelle Seite zu finden.

Es ist nicht so selbstverständlich, wie ein Lehrer, der schon einige Zeit lang bloggt, annimmt, dass jeder die Blogs kennt, die Lehrerfreund 2009 vorgestellt hat.
Freilich, wer sich zu diesem Blog verirrt hat, kennt gewiss den Sieger der damaligen Umfrage, das Lehrerzimmer von Herrn Rau. Ob wirklich alle die (viel häufiger als meiner gelesenen) Blogs von Frau Freitag und Fräulein Krise kennen, bin ich mir schon nicht mehr so sicher, weil diese interessanten Blogs einem etwas anderen Genre angehören.
Der damalige Zweite niemehrschule hat offenbar am 9.7.2012 aufgehört und der damalige "Säugling" (Blogs, die 2007/8 gegründet wurden) , Herr Larbig, ist inzwischen weit erwachsener als mein Blog, der zu den "Etablierten" (2006 gegründeten) Blogs gerechnet wurde.
Die 2001 bis 2005 gegründeten Blogs hießen damals bei Lehrerfreund die "Veteranen", ein Name, den sie sich inzwischen, so weit sie durchgehalten haben, redlich verdient haben, auch wenn sie vom (Blog)-Lebensalter her mit 9 bis 13 Jahren großenteils noch nicht einmal als Teenager gelten können.
Gut gegliedert in aktive, weniger aktive und diverse andere Blogarten stellt Herr Rau seine Blogroll vor.
Was soll da meine Lehrerblog-Schau?

Die Lehrerblogszene ändert sich ständig und kein einzelner kann über längere Sicht den Überblick behalten. Aber es gibt eine einfache, relativ unaufwendige Methode, einen Überblick herzustellen. Deshalb bitte ich jeden, der auf diesen Artikel aufmerksam wird, in einem Kommentar seinen Blog mit seinem Entstehungsjahr zu nennen. Das ist freilich noch unzureichend. Zusätzlich bitte ich jede(n), die Zeit und Lust hat, auf diese Blogger-Schau aufmerksam zu machen und andere Lehrerblogger zur Eintragung aufzufordern. Am besten nutzen sie die Gelegenheit auch dazu, Blogs, die ihnen gefallen, vorzustellen und auf die Wahl des Lehrerblogs 2014 aufmerksam zu machen, zu der ich im folgenden Artikel aufrufen werde.

Ich meinerseits verpflichte mich, wenn mindestens 20 Blogger sich hier gemeldet haben, eine Lehrerblogliste im ZUM-Wiki anzulegen, die vollständiger ist als die bisherige Beispielliste.
Damit man innerhalb der vielen Blogs eine gewisse Orientierung erhält, bitte ich darum, außer dem Entstehungsjahr auch Kurzhinweise auf die Ausrichtung des Blogs zu geben (wie z.B. Schulart/stufe oder Fächer). Bei der Gelegenheit noch eine Klarstellung: M.E. sollten sich bei den Lehrerblogs außer Referendaren auch Studierende für das Lehramt melden, da sie weitgehend dasselbe Problemfeld behandeln wie die fertigen Lehrer. Außerdem soll die Wahl des Lehrerblogs 2014  zur Orientierung dienen. Aus der Menge der dort für die einzelnen Blogs abgegebenen Stimmen kann man auf die Beliebtheit schließen und bekommt vielleicht eine Anregung, sich bisher noch unbekannte Blogs anzusehen.

Eine aktuellere Schau auf Lehrerblogs bietet Hanjo (Nov. 2015) (Pdf)

4.2.13

Meine Erfahrungen mit Lernen und Lehren (Anregung zu einer Blogparade II)

In meiner Referendarzeit hatten wir einen Fachleiter, der seine Stunden so hielt: Er trat in die Klasse, fragte "Wo waren wir das letzte Mal?" und von da an sprachen nur noch die Schüler. Jedenfalls war das in seinen Vorführstunden für Referendare so. Dieser Idealform des Mottos unserer Ausbilder "Mehr strukturieren, weniger eingreifen!" entsprach mein Unterricht nur im absoluten Ausnahmefall.
An dieser Stelle wechsle ich mit meinem Bericht auf den Wordpress-Blog apanat. Denn Wordpress unterstützt das automatische Verlinken von Artikeln besser als Blogger.com. Und das ist für eine Blogparade ja wesentlich.

Zur Rolle des Lehrers im Lernprozess

In meinem vorigen Post "Worauf kommt es beim Lernen an?" habe ich auf Rosa Lisas Blogartikel Lernen 2.0   Didaktik der Autodidaktik hingewiesen. Sie weist dem Lehrer im Lernprozess eine andere Rolle zu als im traditionellen Unterricht.
In den Kommentaren zu ihrem Artikel kommt es zu einem aufschlussreichen Austausch darüber, wie weit der Lehrer im Lernprozess zurücktreten sollte. Bevor ich meine eigenen Lernerfahrungen darstelle, möchte ich daher zunächst dies Gespräch dokumentieren:

apanat: "Ohne auf den gesamten Dialog zum Artikel eingehen zu können, möchte ich zu einer Passage des Artikels nachfragen: Heißt “Mit einer solchen Persönlichen Lernumgebung (PLE) [...] lässt es sich lebenslang selbststeuernd lernen und arbeiten. Das PLN ist dabei unter ständiger Rekonstruktion. Eine solche Lernumgebung ist die heute mögliche Lösung des Problems, dass jeder Mensch individuell und zugleich kollaborativ lernen muss, wenn er zu kreativen Leistungen fähig sein soll.”, dass man kollaborativ arbeitet, wenn man autodidaktisch Marx studiert. Kann es also tote Lernpartner geben?"
kmesch: "Die Frage erledigt sich doch durch genauere Lektüre des Artikels von selbst:

“Lernen ist Dialog, Kommunikation mit anderen Menschen und mit den Artefakten (Produkten) Anderer. Diese Anderen können also auch schon Verstorbene sein, wie Kant, Goethe oder Hegel und Marx. Sie antworten nur leider nicht mehr.”
Lisa Rosa: "Um es mal philosophisch zu sagen: Die Artefakte (also die Produkte der Menschen, und natürlich auch Bücher von Marx z.B.) sind historisch vergegenständlichte Tätigkeit (Arbeit) und Wissen. Gewissermaßen die versteinerten kulturellen Lebensäußerungen. Natürlich ist es eine reduzierte Sicht, wenn wir sie bloß als “Lernmittel” sehen würden (typisch für Lehrer), anstatt als vergegenständlichte lebendige Kultur, die zu uns “spricht”. Wenn wir das nicht hätten, wären wir keine Menschen, und wir sind Menschen, indem wir uns diese Artekfakte aneignen und weiterentwickeln. Insofern ist alles (menschliche) Lernen gesellschaftlich."
apanat : "Anders gefragt: Sind Lernpartner immer Partner in einem symmetrischen Dialog oder gibt es asymmetrische Dialoge? Wenn ja, haben in asymmetrischen Dialogen die Partner nicht stark unterschiedliche Rollen, so dass ich u.U. Geld dafür bezahlen oder fremde Hilfe (vielleicht auch staatliche) in Anspruch nehmen muss, um die Dialogpartner zu finden, die ich brauche?
Kann man dann noch sinnvoll von Persönlicher Lernumgebung und Persönlichem Lernnetzwerk sprechen oder kann ich für solch ein Lernnetzwerk, wenn ich das nötige Geld nicht habe, auf Institutionen angewiesen sein?"
kmesch: "In einem PLN können ganz unterschiedliche “Lernpartner” auftreten, von eher unbekannten Content-Anbietern bis hin zu hochangesehenen Institutionen wie MIT, Stanford, Harvard etc. Bei den Institutionen gibt es häufig eine Wahlfreiheit zwischen kostenfrei und kostenpflichtig, z.B. bei MOOCs, die einfach lernerisch verfolgt werden können oder kostenpflichtig zu einem Zertifikatserwerb genutzt werden können. Für die Kollaboration spielt dies grundsätzlich keine Rolle."
Lisa Rosa: Ja. Und dazu noch – und das ist ja das Interessanteste im Gegensatz zu den qua System festliegenden Rollen in der Schule: Die Rollen können wechseln. Nicht per Dekret oder Gnade oder Vereinbarung („jetzt machen wir mal LdL, haha, da sind die Schüler mal die Lehrer“). Sondern ganz automatisch der jeweiligen Situation und Funktion im Lernprozess folgend. Mal gibt einer was Orientierendes rein (in dem Moment ist er „Lehrer“), mal ein anderer. Es wechselt so häufig, und alle sind sowohl gebende („Lehrer“) als auch nehmende („Schüler“), dass es gar nicht mehr bemerkt oder gar benannt werden muss.
Auch in einem guten Lernprojekt in der Schule, wo ein Projektleiter die Vorausplanung gemacht hat und strukturelle Vorentscheidungen getroffen hat, wechseln die Lernenden- und Lehrendenrollen in allen Phasen und ständig.
Dies ist auch ein Grund dafür, warum die Schule sich so schwer tut, Projektlernen im Dewey- und Nachfolger-Sinn mehr als „ausnahmsweise“ und „randständig“ zum Normalinstruktionsunterricht einzubauen: Es untergräbt die Lehrerautorität als Besserwisser und Befehlsgewalt. Das verträgt das System nicht – jedenfalls nicht in der bisherigen Form.
Lisa Rosa: Mal nur zur letzten Frage: Wieso Geld? Das PLN in Zeiten der Digitalität ist potenziell unendlich groß und “kostet” nur Netzzugang und Zugangsgerät. Alles, was in meiner möglichen erreichbaren Umwelt an Menschen und Artekfakten vorhanden ist, kann Teil meines PLN werden. Ein PLN in Zentralafrika ist demnach ganz anders kulturhistorisch begrenzt als meins. Das PLN gibt es doch auch nicht-digital, nur dass man es früher nicht so nannte. Begrenzungen zu erweitern gehört auch zu den Herausforderungen des digitalen Zeitalters.
Und derzeit kann man PLNs neben den Bildungsinstitutionen bauen und pflegen. Was wohl passieren wird, wenn die Schule das PLN-bauen als Aufgabe erkennt und die PLNs ihrer Schüler in ihre Institution einbindet (anstatt sie zu ignorieren, zu missachten oder zu bekämpfen)?
apanat: @Lisa Rosa Wenn alles ” in meiner möglichen erreichbaren Umwelt an Menschen und Artekfakten [...] zu meinem PLN” dazu gehören kann, sind also Lehrer, sofern ein PLN besteht, nicht mehr erforderlich. Oder habe ich etwas missverstanden?
Lisa Rosa: Ja @apanat : Da hast Du missverstanden. Denn meine Lehrer (z.B. meine derzeitige Yogalehrerin, die ich mir selbst gewählt habe, oder ein Professor aus meinem Studium, der mir immer noch sehr wichtige Lernimpulse und -Hilfen gibt Lehrer ) gehören zu meinem PLN. (auch wenn sie nicht zum digitalen gehören, wie die Yogalehrerin!)
Vielleicht hängst du sehr am “Lehrer”, wie er in der Schule systemdefiniert ist und wie du ihn selbst in der Praxis “gibst”? Ich meine mit Lehrer in unserem Diskussionszusammenhang einfach alle Menschen, von denen ich etwas lerne. Wir müssen also immer dazusagen, welchen “Lehrer”-Begriff wir grad verwenden.
Aber warum reitest du so auf der Frage herum, dass ich meinen sollte (deiner Meinung) nach, die Lehrer würden verschwinden, nicht mehr gebraucht, gar abgeschafft? – ich habe niemals soetwas gesagt, und es ergibt sich auch nicht indirekt aus meinen Äußerungen!. Natürlich braucht es Lehrer! Aber wir könnten und müssten sie anders definieren und sie müssen andere Rollen als in der Schule bislang gewohnt, einnehmen, und sie müssen eine Menge andere und neue Kompetenzen haben.
apanat: 
Du schreibst:
“Wir müssen also immer dazusagen, welchen “Lehrer”-Begriff wir grad verwenden.
[...]. Natürlich braucht es Lehrer! Aber wir könnten und müssten sie anders definieren und sie müssen andere Rollen als in der Schule bislang gewohnt, einnehmen, und sie müssen eine Menge andere und neue Kompetenzen haben.”
Jetzt sind wir auf der richtigen Spur: Wenn ich ein PLN habe und mir meine Lernpartner aussuche, wobei wir uns gegenseitig mal als Lehrer und mal als Lerner gegenübertreten, dann ist der Lehrer ein Lernermöglicher, der Lernanregungen gibt, die ich nutzen kann oder nicht. Das ist eine neue Lehrerrolle, nicht mehr die des Lehrers, der von dem, was er weitergibt, so überzeugt ist, dass er dafür begeistert, auch wenn man dabei etwas lernt, was zunächst fremd und überflüssig erscheint, weil er Verständnishilfen gibt, dass einem die Augen geöffnet werden.
Ob man die Erfahrung gemacht hat, dass es solche Lehrer gibt und dass sie eine wichtige Funktion haben, die durch ein Persönliches Lernnetz nicht erfüllt werden, macht den Unterschied aus, welche Rolle man einem Lehrer zuschreibt.
Adorno – mir persönlich nicht gerade sympathisch – hat in den 50er Jahren des 20. Jh. die Rolle eines solchen Lehrers gespielt, der lange vor der Studentenrevolte einen maßgeblichen Teil der jungen Sozialwissenschaftler einen kritischen Blick gelehrt hat, den sie im Nachkriegsdeutschland im reinen peer-to-peer-Verhältnis ohne Lehrer seines Kalibers sehr viel schwerer hätten erwerben können.
Zwar propagiere ich ein solches Schüler-Lehrer-Verhältnis nicht als das (!) richtige, aber ich gehe doch wohl recht in der Annahme, dass du es jedenfalls nicht propagierst? Oder habe ich dich jetzt immer noch falsch verstanden?
Lisa Rosa: Haha, du hast offenbar bisher ganz schön um den heißen Brei herumgeredet bzw dich an ihn herangeschlichen, scheint mir.
Warum sollte ich denn etwas gegen mitreißende Lehrer haben? Die sind leider selten. Und sie reißen ja auch nicht alle Schüler mit, denn manche lassen sich nicht gerne mitreißen, sondern suchen ihre Gegenstände und Wege lieber selbst.
Wie auch immer, Dein Diskussionsgegenstand ist das leidige “Lerne freiwillig und mit Begeisterung, was die Schule von dir zu lernen verlangt”. Das diskutieren wir so häufig, und hier, gerade in diesem Blogpost, passt es eigentlich meiner Ansicht nach gar nicht. Es geht hier mal um etwas anderes -eingangs hatte ich ja genau darauf Bezug genommen …

Hier können wir mit nochmaliger Erinnerung an Lisa Rosas Artikel Lernen 2.0   Didaktik der Autodidaktik das Gespräch verlassen. (Meine Kommentare werden auf Blogs, die bei wordpress gehostet werden, immer unter apanat geführt. Ich wehre mich inzwischen nicht mehr dagegen.)

Nach der Blogparade über Motivation kam es hier also noch zu einem Austausch über die Lehrerrolle. Es wäre mir recht, wenn der in Kommentaren oder - möglichst hier verlinkten - Blogartikeln hier weiterginge.

Offenbar bedarf es einiger Klärungen, wenn man Lernerfahrungen einordnen will. Dass meine nicht auf “Lerne freiwillig und mit Begeisterung, was die Schule von dir zu lernen verlangt” konzentriert sein werden, wird sich zeigen.

Nachtrag vom 20.3.13:
Lisa Rosa: "Natürlich sind die Niveaus der Modellvorstellungen verschieden. abhängig von der (Denk-) Lebenserfahrung. Diese Conceptions seiner Schüler muss der Lehrer aber genau kennen und darum nachfragen, sonst kann er nicht dran ansetzen, um sie mit dem Schüler auf ein höheres Komplexitätsniveau zu bringen. darum geht es aber immer." (in dieser Google+-Diskussion)
apanat/Fontanefan dazu: Und deshalb, weil man nur auf dem passenden Lernniveau erfolgreich weiter lernen kann, ist die Rede von der "Didaktik der Autodidaktik" so missverständdlich.
Mehr dazu in Spannagels Aufsatz vom 10.3. und den im Netz verstreuten Diskussionen dazu, unter anderen auch in meinem Beitrag auf diesem Blog (vom 13.3.).

27.1.13

Blogparade: Worauf kommt es beim Lernen an?

Herr Larbig sammelt Fragen über die Zukunft des Lernens. Offenbar, weil es ihm zu viele Gewissheiten über das zukünftige Lernen gibt.
Ich wüsste gern etwas mehr über das Lernen heute (wäre freilich auch schon dankbar, wenn ich mehr über das Lernen von früher wüsste).
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Wichtiger neuer Beitrag:
Georg Rückriem: Lernen ohne Pflichtschule – Ist das überhaupt möglich?, 14.2.13
Hier: Reaktion und weitere Diskussion (inklusive weitere Erläuterung von Rückriem), 20.2.13
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John Hattie ist in seiner Studie Visible Learning (2009) zum Ergebnis gekommen, es komme nicht auf die Methode an, übrigens auch nicht auf Klassengröße. (Eine noch etwas übersichtlichere Darstellung findet sich in der Zeitschrift der GEW Berlin.) [Kritik an Hattie]

Der von mir hochgeschätzte Jean-Pol Martin ist von Lernen durch Lehren überzeugt.

George Siemens ist in Zeiten des digitalen Lernens für Konnektivismus, zwar nicht als Methode, aber als Praxis. (Der MOOC-Maker-Course-2013 scheint ihn darin zu bestätigen.)

Meine Erfahrung ist: Es kommt auf den Lehrer an.
Ich habe mal einen Lehrer vertreten. Die Gruppe schien mir mittelmäßig zu sein. Dann kam er wieder und ich hospitierte in seinem Unterricht. Er startete mit einem Monolog weit über dem Niveau der Universitätsveranstaltung, die ich zu dem Thema besucht hatte. Zu meiner - nicht zu des Lesers - Verblüffung entstand sofort eine angeregte Diskussion auf eben diesem Niveau. In anderen Gruppen, die er unterrichtete, war es ähnlich.
Aber vielleicht habe ich diese "Theorie" von der Bedeutung des Lehrers auch nur entwickelt, um mir zu erklären, weshalb ich mit meinen Unterrichtsergebnissen - mit der Ausnahme ganz weniger Stunden - egal, welche Methode ich einsetzte - nie zufrieden war. Und gewiss ist es keine sehr hilfreiche Theorie, wenn man nicht weiß, wie man "den" Lehrer verändert. (Das weibliche Geschlecht allein ist meiner Erfahrung auch noch kein Allheilmittel ;-))
Übrigens: Nach dieser provozierend einseitigen Zusammenfassung meiner Erfahrungen werde ich noch einen ausführlicheren Beitrag dazu schreiben und hier verlinken.

Mich würde interessieren, was andere für Erfahrungen gemacht haben.
Deshalb rufe ich zu einer Blogparade auf: Worauf kommt es nach eurer Erfahrung beim Lernen an? 
Ich bitte, eure Blogartikel hier in den Kommentaren zu verlinken, weil blogger.com das nicht automatisch leistet. Wer keinen eigenen Beitrag schreiben will, kann sich aber natürlich auch gern aufs Kommentieren beschränken. 

Hier der Link zu meinem Beitrag:
Meine Erfahrungen mit Lehren und Lernen 
(bei wordpress.com wegen dessen automatischer Verlinkung (Pingback)
Selbverständlichkeiten zu Lernen und Lehren

Parallel werde ich hier einige Beiträge verlinken, die mir zum Thema zu passen scheinen.

KH Pape: Über Zeit, Motivation, Verständnis – alles eine Frage der Erfahrung?
Lisa Rosa: Wichtig ist nur die Erstellung eines persönlichen Lernnetzes (Nach der Erstellung sind Lehrer Lehrer alten Typs überflüssig. Mehr dazu im Dialog von apanat und Lisa Rosa.)
Nach Downes haben Lehrende aber auch nach dem Konzept des Personal Learning Environment noch vielfältige Aufgaben. Diethild bittet im Rahmen von MOOC13 darum, genauer anzugeben, was wohl diese Aufgaben sind.
C. Spannagel: Erfahrungsbericht eines konnektivistischen Lerners über seine Mitwirkung am MOOCMakerCourse13 oder wie auch überzeugte Konnektivisten nicht jede Gelegenheit nutzen.
Jochen Robes über Ph. Schmidts Kritik an online-Kursen
teacheridoo: Erfahrungen mit kooperativem Lernen (8.2.13)
Ein wichtiger Kommentar, der Voraussetzungen für den Erfolg kooperativer Lerngruppen angibt.
Ein anderer zu den Gründen, weshalb es oft nicht funktioniert.
Literatenmelu: Schule als “Beziehungsverhinderungsantalt" oder "Schule im Aufbruch" (10.02.2013) Zwar handelt es sich hier wieder einmal nicht um einen Erfahrungsbericht, sondern trotz der Filterung durch Literatenmelu um ein weitgehend unkritisches Lob von Montessori- und Freinet-Pädagogik sowie die Vorstellung eines Unterrichtsversuchs (mit Unterricht, der ausdrücklich auf die Übernahme von Verantwortung mit Lernen an Herausforderungen abstellt) und dem Lob von "Spaß" als Motivationsgrundlage. Dennoch ist es ein wichtiger (nicht rein theoretischer Beitrag zur Frage, wie man lehren sollte, damit selbst organisiertes Lernen gelingt.
Katrina Schwartz: Sind die Lehrer von morgen darauf vorbereitet, innovative Techniken zu nutzen? (Ein Erfahrungsbericht darüber, dass man es ihnen an den Schulen eher austreibt als beibringt. Der Bericht ist (nach meinem Eindruck) getragen von der Idee, dass Technik besseres Lernen ermöglichen würde und nur die Schulen es verhindern.
Tina Barseghian: How Teachers Make Cell Phones Work in the Classroom (Wie Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern durch Handys gefördert wird) [Erfahrungsbericht oder Wunschtraum?]

23.11.12

Tod und Trauer im Internet (Blogparade)


Zunächst fand ich Gedenkseiten mit Kerzen anzünden auf Internetseiten nur schlecht. Aber inzwischen hat die Zahl der Personen, mit denen man nur über das Netz Kontakt hält, doch so zugenommen, dass ich jetzt die Blogparade zu schätzen weiß, zu der Jörg Eisfeld-Reschke und Birgit Aurelia Janetzky aufgerufen haben. (Was eine Blogparade ist, erklärt Jörg in seinem Artikel.)

Das Wichtigste an diesem Artikel ist also der Verweis auf den Link, über den man zu der Blogparade gelangen kann.
Meine Gedanken scheinen mir weniger interessant, doch um das Thema vorzustellen, möchte ich doch zwei Gedanken anführen:

1. Überlegungen für Situationen nach dem Tod betreffen an sich nur die Angehörigen und Freunde. Ob nach dem Tod nur tote Materie oder die Seele oder sonst etwas von einem übrig bleiben, alle das wird für das Internetnachleben nur wenig Interesse haben. Insofern also geht es nur um das, was für Angehörige und Freunde wichtig ist.

2. Angehörige und Freunde haben zumeist die Postadresse und können von den nächsten Angehörigen informiert werden. Geschäftspartner können über die E-Maildienste, bei denen die Adresse hinterlegt ist, informiert werden, wenn wichtige Geschäfte anstehen sollten, die über E-Mail angebahnt wurden.
Etwas weiter entfernte Netzbekannte wie z.B. Personen, die intensiv an gemeinsamen Arbeitsprojekten mitgearbeitet haben, müssen sich halt damit abfinden, dass keine Nachrichten mehr übers Netz laufen, so wie man früher ein "Empfänger nach unbekannt verzogen" erhalten hat, auch wenn das "unbekannt" außerhalb unserer Lebenswelt und daher besonders unbekannt war.
(Das heißt nicht, dass ich die Möglichkeit der Netzsuche und des Wiederherstellens von verloren geglaubten Verbindungen nicht zu schätzen wüsste. Aber vorbereitete Botschaften, die nach dem Ableben ins Netz gestellt werden, halte ich für unangemessen.)

Eine Übersicht der bis 28.10. erschienenen Beiträge zu dieser Blogparade findet sich hier.
Ausdrücklich hervorheben möchte ich zwei Beiträge:
Rechtsfolgen des Todes im Internet (allgemein)
(von Stephan Dirks)
Der digitale Nachlass in sozialen Netzwerken
(von der Kanzlei Markentiger)

30.9.12

Blogparade: Wie motiviert man Unmotivierte?

Ich beginne mit einer strittigen These:

Das Internet motiviert kein Lernen. 
Es erleichtert nur und regt die Beschäftigung mit zusätzlichen Themen an.
Die Anregung, die vom Internet ausgeht, kann zur Internetabhängigkeit führen, nicht dazu, dass man lernsüchtig wird.

"Das Gehirn lernt immer", heißt es. Wie kommt es dann nur, dass  über die Jahrhunderte hin zwar Tausende von Schulreformen durchgeführt worden sind, aber eine Spezies Mensch nicht abgeschafft worden ist, der lernunwillige Schüler?
Es gibt gewiss tausend Gründe, nicht das zu lernen, was von einem erwartet wird: Die überhöhte Anforderung, die zu geringe Anforderung, der unsympathische Lehrer, der einem die Lust austreibt, die Ablenkung durch das, was man viel lieber macht, und die Unterhaltungsindustrie ist immer erfinderischer in dem, was sie auf den Markt bringt, um uns von dem abzubringen, was Leben ausmacht: uns so zu verändern, dass wir mit den Herausforderungen unserer Umwelt fertig werden.

Die Antworten auf diese Erfahrungen sind ihrerseits vielseitig. Eine radikale ist die Forderung, die Schule einfach abzuschaffen. In den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts fand man dafür die Ausdrücke Unschooling und Deschooling. In unserem Jahrhundert ist die Vorstellung immer beliebter geworden, man müsse die Schüler einfach nur mit Lernmaterial versehen, dann würden sie schon lernen, was sie brauchen. "Youtube macht Lehrer überflüssig." "Im Internet ist alles zu finden, was man braucht."
Andererseits wird geklagt, eben dieses Internet mache unsere Kinder dumm. Von Manfred Spitzer plakativ formuliert: Wie wir unsere Kinder um den Verstand bringen.

Beim CorporateLearningCamp am 28./29.9.2012 (clc12) sind einige Leute, die klüger sind als ich, der Frage nachgegangen, und nicht nur in einer Sitzung ist Kluges dazu formuliert worden, was mich zum Nachdenken gebracht hat. Das eine oder andere wird sich daraus auch noch ergeben, doch denke ich, es sollten noch mehr Leute, den Anlass wahrnehmen, etwas von dem niederzuschreiben, was ihrer Erfahrung nach geeignet ist, Lernwiderstände zu vermeiden, auszuräumen oder zu überwinden.

Die, die etwas zu dieser Frage geschrieben haben oder etwas finden, was unbedingt wahrgenommen werden sollte, bitte ich, in einem Kommentar darauf hinzuweisen.

Liste der von mir entdeckten Beiträge:
1. Teacheridoo (Dank an mons7 für ihren Tweet )
Ich greife zunächst nur einen Gedanken heraus: "nicht durch Zwang" (Teacheridoo), wohl aber durch Druck (Fontanefan). Ein Beispiel ist Pinocchio. Er wird als sehr verführbar und ablenkbar geschildert, aber in der Situation, wo er zu verhungern droht, reagiert er durch Lernen.
Ein zweites Beispiel bietet Herr Larbig. Sein Lehrer widersprach ihm, und er wollte ihm beweisen, dass er im Recht war, und fing an seine Meinung sorgfältig mit guten Argumenten zu unterfüttern. (Herr Larbig war freilich schon vorher motiviert, doch funktioniert die Methode nicht selten auch bei Unmotivierten.)
2. Educational Technology (Dank an G. Bless für seinen Tweet. Bless gibt auch sonst viele gute Tipps.)
Die 10 Regeln für Eltern gelten auch für Lehrer.
3. M.L. Höfer: Zur Blogparade: Wie motiviert man Unmotivierte (im Unternehmen zum Lernen)? #clc12
Höfer plädiert für eine "offene und einladende Lernumgebung". Da stimme ich zu.
Ich bin mir allerdings nicht sicher, dass diese Umgebung ausreicht, alle Personen, die durch Vorerfahrungen Lernwiderstände aufgebaut haben, wieder für Lernen zu gewinnen. Solch eine Lernumgebung wäre gewiss nicht demotivierend (viele schulische Lernumgebungen sind es bisher leider durchaus). Aber reicht das aus, um intensiv Demotivierte wieder zu gewinnen?
4. sifore: Zur Blogparade
sifore geht ausdrücklich auf die Demotivierten ein und hofft, sie durch Gruppemarbeit zu gewinnen, bei der sie motiviert werden könnten, "für die Gruppe [...] ein gemeinsames Ziel zu erreichen". Wichtig scheint mir dabei, dass dabei keine Eigenmotivierung notwendig ist, sondern das extrinsische Motiv der sozialen Integration als Movens für die Lernanstrengung gesehen wird und dass Lernen hier nicht als Wissensvermehrung oder Training von Fähigkeiten, sondern als Bewältigung einer Aufgabe gesehen wird.
5. Herr Rau: Zur Blogparade
Aus Herrn Raus Argumentation greife ich die Aussage heraus: "jeder unmotivierte Schüler ist auf seine besondere Art unmotiviert". Das ist gewiss ein wesentlicher Grund, warum meine so allgemein gestellte Frage so schwer zu beantworten ist.
In der Diskussion zu seinem Artikel wird zum einen gefragt, ob die von Unterhaltungsangeboten und billigen Erfolgserlebnissen Verwöhnten nicht am besten durch "Misserfolgserfahrungen" motiviert werden können (Beelzebub Bruck). Dagegen sieht Denken hilft das Problem bei unmotivierten Lehrern. (Meine Frage: Wie motiviert man die dazu, erfolgreichere Lernermöglicher zu werden? Vielleicht durch schlechte Noten?)
6. kubiwahn: Zur Blogparade
kubiwahn nennt als sinnvolle Wege zur Motivation "Neugier fördern, ermutigen Fragen zu stellen, bestärken (!), passender Anspruch, Höflichkeit und Freundlichkeit, das Gefühl vermitteln persönlich angesprochen zu sein". Da stimme ich voll zu. Und auch seiner Abwehr der Vorstellung, "dass unmotivierte Schüler nur ein Zeichen eines unfähigen Lehrers" sind.
Allerdings deutet er auch an, dass eine Lehrerpersönlichkeit, die es verstünde, auch den Demotiviertesten zu "vermitteln persönlich angesprochen zu sein" nahezu den Stein der Weisen zur Motivation hätte (Tua res agitur).
7. Maik Riecken: Zur Blogparade
Genau da setzt auch Riecken an, wenn er als Voraussetzung für Motivation die Beantwortung dieser beiden Fragen sieht: “Was interessiert dich eigentlich? Worin siehst du für dich Sinn?” - Wenn Personen lernen, diese Frage zu beantworten, dann ist gewiss viel für Persönlichkeitsbildung getan, und damit für die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren.
8. Herr Larbig: Wie motiviert man Unmotivierte? - ein Versuch
Herr Larbig liefert wieder eine sehr präzise Analyse, aus der ich für meine Zwecke folgende Passage herausgreife: "Selbst motiviert sein [...] am gemeinsam lernen, [...] ohne den eventuell vorhandenen Wissensvorsprung der Lernen[den]  in einigen Bereichen zu übergehen" sind wichtige Voraussetzung für Motivation auch des Gegenübers.
Das ist nahe an der Methode "Lernen durch Lehren": Der Lehrer leitet die Lernenden an, wie sie sich gegenseitig etwas lehren können.
9: hokey: Zur Blogparade
hokey erläutert sehr schön: Auch prizipiell Motivierte können mal so gestresst sein, dass sie unmotiviert sind.
Nicht jeder erfährt dann das, was der anonyme Gast im 14. Kommentar (sieh unten) berichtet: nämlich dass die andern dafür mit aller Macht in die Bresche springen, um die fehlende Motivation des einen durch die erhöhte Motivation der Gruppe auszugleichen.
Um es mir leicht zu machen, kleide ich mein Lob für hokeys sehr anschaulichen Artikel in die Worte eines dort Kommentierenden: "Leider sind viele Kollegen nicht so selbstreflektierend."
10. Lernspielwiese (mons7): Zur Blogparade
mons7 schreibt in ihrem Artikel ein Stück weit aus der Perspektive der Unmotivierten und merkt an, sie sei auch immer wieder unmotiviert gewesen, nämlich wenn
"1. es sich so anfühlte, als werde meine Arbeit vom Gegenüber mitnichten geschätzt.
2. ich mich massiv unterfordert fühlte.
3. ich keinerlei Einfluss auf die Art der Ausführung der Tätigkeit hatte (und im Grunde meines Herzens überzeugt davon war, es gebe eine effizientere/angenehmere/für die Organisation bessere Art der Durchführung)."
Und auf die schwere Frage, wie man die verschiedenen Arten von Unmotiviertheit erkennen könne, meint sie:
"Die einzige Antwort, die mir – und auch erst jetzt nach vorstehenden Überlegungen – dazu einfällt ist jene, dass man das jeweilige Individuum danach fragen sollte/könnte. Und dann – aber eben erst dann – überlegen, wie man – gleichsam an der Wurzel – etwas (was auch immer) ändern könnte."
11. Was Spaß am Lernen bringt
Peter Struck betrachtet das Beispiel Polen.
12. Ann-Theres über Lernmotivation und Lernhemmnisse bei Senioren
13. @schb hat schon am 19.8.2010 einen wichtigen Beitrag zu dieser Blogparade geliefert: Sechs Möglichkeiten, Lernende zu demotivieren. Darin weist er auf den gleichnamigen Aufsatz von Manfred Prenzel von 1997 (dort genauer zitiert) hin. Zentral ist für Prenzel, "dass gerade die Verantwortung, die sich die Lehrenden für den Lernprozess der Lernenden zusprechen, kontraproduktiv ist."
14. Linda Tutmann hebt hervor, wie wichtig für die Motivation eine Bezugsperson und das Vertrauen in die Wichtigkeit der eigenen Person ist. Die wichtigsten Gedanken sind unter "Motivation durch Bindung an eine Bezugsperson" zusammengefasst. Ihr vollständiger Bericht über Flüchtlingskinder findet sich hier.
15. Georg Rückriem schreibt über Sinn als die Voraussetzung von Motivation. Es ist der neuste Beitrag (22.1..12) und - wenn ich nicht unaufmerksam war - der des ältesten Teilnehmers. (Übrigens weiß Georg noch nichts davon, dass ich ihn hier aufgenommen habe, und Lisa Rosa auch noch nicht, dass sie mich darauf hingewiesen hat.) Schließlich ist er auch Professor für Pädagogik und was sonst noch alles. Hier seine - ebenfalls höchst wissenschaftliche - Arbeit zur Lernkultur.

Fontanefan  fährt fort:
Von der Reaktion auf meine Frage bin ich überwältigt und danke allen Teilnehmern der Blogparade herzlich für ihren Einsatz. Herzlichen Dank auch im Sinne aller Leser dieses Artikels!
Meine Empfehlung: Bevor Sie weiterlesen, sehen Sie sich erst einen der oben angeführten Artikel an.

Haben Sie das getan? Dann dürfen Sie jetzt weiterlesen:

Lernwiderstände:
1. Anforderungsniveau
Ein wichtiger Grund, der einen daran hindern kann, ein Problem anzugehen, ist, dass es zu schwer zu bewältigen scheint.
Das fängt schon bei der Sprache an. Oft kann eine etwas leichtere Sprache helfen.
Beispiel: Warum sind die Dinge, wie sie sind?
Ein Leistungskursschüler hat das Problem auf die einprägsame Formel gebracht "Bei diesem Text verstehe ich nur und und oder."
Ich nenne es für mich selbst das Adorno-Symptom, seit ich seine Erklärung gelesen habe, warum er von den USA nach Deutschland zurückgekehrt sei: In angelsächsischen Ländern erwarteten Lektoren von ihm, dass er verständlich schreibe.
So ist auch zu erklären, dass nur für die englische Wikipedia eine Version in leichter Sprache existiert, die Simple English Wikipedia. (Genau genommen ist die SEWP freilich nicht konsequent in einfacher Sprache geschrieben. Die Autoren versuchen nur nach Kräften, möglichst einfach zu schreiben; bei der Erläuterung der Heisenbegschen Unschärferelation vereinfacht man nicht so lange, bis auch Menschen mit extremen Lernschwierigkeiten alles verstehen. Dennoch wird fortwährend an einer weiteren Vereinfachung schwieriger geschriebener Artikel gearbeitet.)
Für den deutschen Sprachbereich treten die verschiedensten Frageforen in die Bresche. Ich nenne eins, für das ich selbst öfters arbeite: Gute Frage. Hier zeigt sich eine zweite Schwierigkeit.
Viele Menschen haben Probleme bei der Recherche im Internet und geben deshalb vorzeitig auf. Auch dafür versucht Gute Frage die Lösung zu sein.

Gegen ein zu niedriges Anforderungsniveau scheint das Internet mit seiner Fülle von Querverweisen ein sehr geeignetes Medium zu sein. Wie man der Flucht in reines copy and paste entgegenwirken kann, erläutert Klaus Dautel.

Ein Problem stellt allerdings weiterhin dar, dass der Anreiz zur Ablenkung vom Lernen für viele größer ist als der zum Lernen. Das gilt insbesondere bei der Verwendung des Internets. (Beispiel)

2. vom Lehrer hervorgerufene Lernwiderstände

Zu Lernwiderständen führen (nach M. Prenzel, s.o.) insbesondere:
a) Unklarheit über die Ziele oder gar von den Lernenden abgelehnte Ziele
b) ein unpassendes Anspruchsniveau, besonders ein als zu niedrig empfundenes (vgl. Nr.1)
c) zu viel Kontrolle* und nicht nur zu viel Tadel, sondern auch Lob, das der Lernende nicht ernst nehmen kann
d) allgemein: jede Festlegung von Lernschritten, die nicht in Übereinstimmung mit dem Schülerinteresse steht
e) fehlendes Interesse des Lehrenden für den Lerngegenstand
Allgemein gesagt: Sobald der Lehrer selbst den Lernprozess steuern will und mehr als Lern-ermöglicher sein will, drohen Widerstände. Oft werden sie selbst von den Lernenden nicht erkannt, beim Lehrenden werden sie meist nur als Lernverweigerung und Störung wahrgenommen.

*Die Gefahr von zu viel Kontrolle schildert der Beitrag Kreide kotzen anschaulich am Beispiel von Referendaren, die zu sehr gegängelt werden und deren eigene Initiative zu wenig wahrgenommen wird. (Vielleicht ist die Darstellung aus Lehrersicht für Lehrer besonders leicht nachzuvollziehen.)


Meine weiteren Überlegungen habe ich hier in Thesenform festgehalten.
Durch die Kurzfassung in Thesen soll ein leichterer Zugang geschaffen werden.
Außerdem soll durch die Verkürzung Kritik erleichtert werden, damit es leichter zu Diskussionen kommt.

Über fremde und eigene Erfahrungen, wie verschwundene Motivation wieder gewonnen werden kann, berichte ich hier.

Motivationstheorien an Beispielen (ZEIT online 19.9.2016)

vgl. auch Herrn Larbigs Session im clc12: Zukunft des Lernens
Weiteres vom clc12 zu Lernen: z.B. Lernangebote, Lernkultur, Wissensvideos

Weitere bitte selbst als Kommentar eintragen bzw. tweeten! Ein PingBack funktioniert bei meinem Blog nicht!)
Ich verspreche, dass ich diese Beiträge lesen werde und sie, bevor ich weiter schreibe, in meinen Gedankengang einbeziehe.

Auswertung einer Blogparade zu Lernlust von Bob Blume, 25.2.15

KeinBock auf Schule? Ein Motivationsvideo, veröffentlicht am 16.08.2014, 5min 41sec

13.8.12

Supervision als wichtiges Hilfsmittel für reflektierende Lehrer

Reflexion über die eigene Praxis als Lehrer heißt nicht zuletzt Reflexion über den Umgang mit Schülern, zu denen man schwer Zugang findet. Besonders dafür, aber auch für meine Unterrichtspraxis habe ich Supervision als wichtiges Hilfsmittel erlebt.
Dabei habe ich an zwei Gruppen teilgenommen, an einer, bei der zwei Psychologen die Leitung hatten und Übungen zur Selbsterfahrung im Umgang mit Schülern und Eltern machten, und einer, bei der die teilnehmenden LehrerInnen angeleitet von einem erfahrenen Psychotherapeuten ein Verständnis für die Situation des Schüers und seiner Eltern und ihr Verhältnis zu den jeweiligen Lehrenden zu erarbeiten versuchten.
Beide Gruppen waren nützlich. Das lag schon daran, dass man den speziellen Fall vorzutragen hatte und dazu die Sicht verschiedener Außenstehender bekam. Sehr wichtig war aber insbesondere, dass man viele unterschiedliche Fälle aus verschiedenen Schultypen aus der Sicht ganz unterschiedlicher LehrerInnen kennen lernte und so eigene Problemfälle zu relativieren und einzuordnen begann.
So denke ich an die Junglehrerin, die davon berichtete, dass ihr von einem Schüler, der neu in ihre Klasse kam, berichtet wurde, er habe angekündigt, seine Lehrerin umzubringen, und die dennoch rasch zu ihm Zugang zu ihm gefunden, aber immer noch ein ungelöstes Problem mit ihm hatte.
Gemeinsam konnten wir ihr ein differenzierteres Verständnis der Situation des Schülers ermöglichen, und spätere Berichte zeigten, dass dies sich auch als hilfreich erwies.
Ich meinerseits hatte durchaus meine Schwierigkeiten mit Schülern, die ihre Ablehnung von Unterricht weit harmloser als durch Morddrohungen zum Ausdruck brachten. Auch imponierte mir, dass diese Lehrerin bei der Erläuterung ihrer Situation darauf kam, dass sie ständig mit Referendaren überlaufen sei und die auch nicht abweisen wolle, weil bisher alle mit einer eins im Examen abgeschnitten hätten. (Schon aus Selbstschutz ist man gegenüber solcher Renommisterei ja vorsichtig. In ihrem Fall kam das freilich so beiläufig neben dem angestrengten Versuch um Verständnis der Situation des Schülers her, dass ich bereit war ihr Glauben zu schenken.)
Wenn man in gemeinsamer Reflexion dazu beitragen kann, dass solch eine Kollegin ihre Schüler besser versteht, hat man den Eindruck, etwas gelernt zu haben.
Bezeichnender ist aber ein anderer Fall. Eine erfahrene Grundschulkollegin, die immer wieder durch eine sehr gute Kenntnis ihrer Schüler aufgefallen war, berichtete von ihren vergeblichen Anstrengungen, einen Schüler zu fördern, zu dem sie durchaus ein Vertrauensverhältnis gewonnen hatte. Auch unsere Bemühungen, die ihr durchaus ein noch differenzierteres Verständnis des Schülers ermöglichten, brachten ihr keine wesentliche Hilfe.
Dann berichtete sie plötzlich davon, dass bei dem Schüler ein Durchbruch erzielt worden sei. Sie hatte keine neue Erkenntnis gewonnen, sie hatte auch ihr Verhalten gegenüber dem Schüler nicht geändert. Aber in der Nachmittagsbetreuung - seine Mutter war berufstätig -war er von einer Gruppe von 24 SchülerInnen (SuS) mit einer Betreuungsperson in eine gewechselt, wo pro acht SuS eine Betreuung zur Verfügung stand. (In der gab es ein sehr überzeugendes etreuungskonzept.) Dort konnte er sich erstmals auf Lernen konzentrieren. Das hatte es gebracht.

Zu sehen, dass manchmal äußere Bedingungen verantwortlich sein können und alles Verstehen der Situation des Schülers und der seiner alleinerziehenden Mutter nicht entscheidend hilft, hatte auch etwas Entlastendes.

Der Schüler ging übrigens in die 1.Klasse. Was die Veränderung der Nachmittagsbetreuung in dieser Situation für seine gesamte Schulkarriere ausgemacht hat, ist gar nicht abzuschätzen.

Dieser Beitrag ist Teil der von Herrn Larbig angeregten Blogparade Reflektierende Praktiker.

7.8.12

Reflektierende Praktiker - Blogparade

Herr Larbig fragt: "Wer führt zur Unterstützung eigener Praxisreflexion ein Arbeitsjournal? Oder: Wie sieht eure ReflexionsROUTINE aus?" und ruft in einem Blogartikel, in dem er eine kurze Begründung seiner Frage liefert, dazu auf, eine Blogparade zu diesem Thema zu beginnen. (sieh sein Artikel und seit dem 17.9. seine Darlegung seiner eigenen Reflexionsroutine).

Ich möchte seine Initiative unterstützen, doch der Zeitpunkt, wo sie mir ins Auge fällt (nach Mitternacht, vor einer längeren Invasion von Handwerkern in mein geliebtes Heim, Ende meiner schulischen Praxis vor 5 Jahren) ist nicht ideal für einen schwergewichtigen Beitrag.

Deshalb nur schnell ein paar Thesen, die ich verändern werde, wenn ich merke, dass ich falsch gelegen habe.

1. Ich habe meine Praxis nie so intensiv reflektiert wie Herr Larbig seine. Das merkt man schon an der Länge  der Blogartikel die wir schreiben.
2. Ich denke über die Praxis des Unterrichtens freier nach, seit ich nur noch nicht-beruflich unterrichte (mehr Zeit, weniger Festlegungen durch Lehrpläne und Rollenerwartungen).
3. Ein "Arbeitsjournal" im Larbigschen Sinne habe ich frühestens mit meinem Blog begonnen.
4. Über meine Unterrichtspraxis habe ich vor allem nachgedacht, wenn
     a) ich ein neues Fach unterrichtete
     b) ich es an einer neuen Schule unterrichtete
     c) ich die Chance hatte, eine von meiner stark abweichende Praxis kennenzulernen (z.B. die von Kollegen anderer Nationen); die hatte ich vor allem an der Europäischen Schule, wo ich beim Praxisaustausch, bei der Entwicklung von Lehrplänen für die Europäischen Schulen und nicht zuletzt bei Zeugniskonferenzen sehr unterschiedliche Haltungen zu Unterricht und zum Umgang mit Schülern kennen lernte.

Es steht zu hoffen, dass ich ergänzen und verändern werde. Spätestens, wenn ich andere Beiträge aus der Blogparade gelesen haben werde.

Weitere Stichworte:
Funkkollegs
Ausbildung zum Mediator und die folgenden Mediationen
Supervisionsgruppen mit LehrerInnen von unterschiedlichen Schulformen
Man höre und staune: Lehrerfortbildung (besonders regionale, danke Karl!)
Teamteaching
Lernen mit Referendaren
gemeinsame Erarbeitung von Unterrichtsmodellen
(Interessant war für mich die Erfahrung, dass ich auch bei den relativ offenen Modellen, zu denen wir Arbeitshefte veröffentlicht hatten, immer ein wenig vom vorgeschlagenen Konzept abgewichen bin, dass ich aber auf die Materialien nicht verzichten wollte, auch nachdem es weit aktuellere Materialsammlungen gab.)


Meine persönliche Erfahrung mit Unterrichtsreflexion:
Ständige Überprüfung der eigenen Unterrichtsstrategie an den Unterrichtserfolgen sollte selbstverständlich sein und bei den meisten Kollegen ist sie das auch. Mein Pädagogisches Tagebuch als Reflektionsjournal habe ich aber nicht lange geführt. Entscheidend war immer die Außensicht.

Ganz wichtig ist die Rückkopplung mit Schülern. Sie ist aber nicht hilfreich, wenn der Lehrer keinen Lernwillen der Schüler voraussetzt und da, wo er nicht vorhanden ist, nicht erkennt, wodurch er verloren ging. Das heißt, es muss eine offene Kommunikation möglich sein. Wo das - wie sehr häufig - nicht der Fall ist, kann Mediation helfen. Wenn der Mediator das Vertrauen der Schüler gewinnt, hat der Lehrer die Möglichkeit die Interessen der Schüler unverzerrt durch konfrontative Standpunkte und/oder abhängigkeitsbedingte Beschönigungen wahrzunehmen.

Nützlich ist es aber auch, in die Schülerrolle zu schlüpfen.
Das kann geschehen, wenn man dem Unterricht eines Referendars folgt und dabei z.B. feststellt, selbst der aktivste Schüler weniger als 10 Minuten dem Unterricht folgt (ein energisches Plädoyer für Lernen durch Lehren und forschendes Lernen).
Noch nützlicher aber fand ich die Gelegenheiten, wo ich an Fortbildungen teilnahm und die Vorteile von informierenden Frontalphasen und gut organisierten Gruppenphasen mit öden Informations- oder gar Selbstdarstellungsblöcken und ermüdenden Gruppendiskussionen verglich (wie bekannt: ein Saboteur kann - wenn die Methode nicht rasch gewechselt wird - eine Lerngruppe im Nu lähmen; eine mitreißende Aufgabe kann auch bei allgemeinem Desinteresse Anstöße geben, die noch nach Jahren Wirkung zeigen).

Gemeinsame Erarbeitung von Unterricht mit Kollegen, deren Unterricht ich meinem eigenen vorzog, hat meine Refktion wesentlich gefördert, nur hatte ich nicht ständig die Gelegenheit dazu (was nicht daran lag, dass ich meinen Unterricht immer vorbildlich gefunden hätte).

Fortsetzung dieses Artikels:
Lernen in der Mediengesellschaft,
Supervision,
Funkkolleg

Links zu den Artikeln der Blogparade bei Herrn Larbig.
Meine bisherigen Favoriten:
Frl. Rot
Andreas
mutigeschule
kreidefressen