Fehlerfreundlichkeit ist Voraussetzung für gelingendes Lernen. Deshalb braucht niemand den mahnenden Zeigefinger zu heben, wenn es jetzt heißt:
Die Hauptschulen sind wieder gefragt,
Süddeutsche online 13.3.2016
Zu Recht wird besonders auf die Schulen hingewiesen und nicht behauptet, die bevorstehenden Aufgaben ließen sich allein mit einer verbesserten Ausbildung der Lehrer bewältigen.
Wenn es in der SZ weiter heißt:
"An dieser Schulart ist man es gewohnt, mit Heterogenität umzugehen - übrigens auch mit Flüchtlingen. Übergangs- oder Vorbereitungsklassen gibt es seit Jahrzehnten, schon für Gastarbeiterkinder, Asylbewerber, Aussiedler. So lange schon haben wir Schüler, die erzählen, wie Familienangehörige und sie selbst geflüchtet sind, und warum: Der Papa hat nicht mehr arbeiten dürfen, der Onkel wurde verfolgt, der Opa ist totgeschossen worden."
Dann bedeutet das auch: Wenn Integration und Inklusion gelingen sollen, muss man mehr in die Schulen investieren. Dann müssen die Zusammenarbeit im Kollegium und die Solidarität in der Schulgemeinde gestärkt werden.
Das wird nur gelingen, wenn auch in Politik und öffentlicher Meinung ganz klar wird:
Hier liegt eine Kernaufgabe, die unserer Gesellschaft gelingen muss, die wichtiger ist als Schuldenobergrenze und schwarze Null.
Was die Probleme sind und wo die Chancen liegen, benennt dieser Artikel.
Der Blog Hauptschulblues befasst sich schon seit Jahren mit diesen praktischen Fragen.
Von den Blogartikeln dazu führe ich hier nur zwei an: Schulbesuch von Flüchtlingskindern und Lighthouse Welcome Center. Der zweite macht deutlich, dass die Aufgabe schon lange klar gesehen wurde. Nur die breite Öffentlichkeit verließ sich auf die Festung Europa.
Inzwischen wird das Problem in Wirtschaftskreisen sehr offen angesprochen: "Wir brauchen Zuwanderung" und "Geschlossene Grenzen kommen teurer als energische Bildungsinvestitionen". Nur die Politik scheut sich noch, die Wirtschaft an der Finanzierung dieser wirtschaftlich zentralen Investitionsaufgabe zu beteiligen.
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15.3.16
22.4.14
Ich werd' sowieso Rapper: Unterrichten an der Hauptschule
Ein Beitrag zur Diskussion über Lehrer-Versager von Frau Feynberg (Link!).
Ich war eigentlich noch beschäftigt, wollte aber schon auf ihren sehr lesenswerten Beitrag hinweisen.
Da hat Hauptschulblues mir schon den wichtigsten Teil der Arbeit abgenommen mit seinem Kommentar:
Hauptschulblues vertritt einen Standpunkt, zu dem meines Erachtens noch viel zu wenige Lehrer durchgestoßen sind, nämlich, dass die Schulgemeinschaft "Schule als gemeinsames Projekt begreifen" sollte.
Wenn Schulleitung, Lehrer, Eltern und Schüler das tun, wird es zwar zunächst genauso viele schlechte Lehrer und Schüler sowie erziehungsunwillige Eltern geben. Aber der Versuch, besser dazustehen, indem man andere schlecht macht, wird abnehmen, weil man erfahrungsgemäß seine eigenen Ziele am besten erreicht, wenn man dabei von anderen unterstützt wird und andere unterstützt.
Und so ruft Hauptschulblues, der übrigens jetzt an einer Mittelschule unterrichtet (die sich freilich wenig von der früheren Hauptschule unterscheidet), immer wieder zu Solidarität auf, z.B. mit Förderschulen).
Fräulein Krises Beiträge sind besonders gut lesbar. Sie erzählt anschaulich bis mitreißend von lauter Situationen, die ihrem Namen Ehre machen, in denen sie freilich mitnichten die Krise kriegt, sondern aus denen sie meist recht souverän hervorgeht (Habe ich hier zu sehr zugespitzt?)
Jetzt fehlt nur noch einer. Später mehr über ihn.
Ich war eigentlich noch beschäftigt, wollte aber schon auf ihren sehr lesenswerten Beitrag hinweisen.
Da hat Hauptschulblues mir schon den wichtigsten Teil der Arbeit abgenommen mit seinem Kommentar:
"Sehr empfehlenswert auch ihr Buch. Es ist besser als das manch anderer bekannten Blogerinnen, weil sie sehr viel reflektiert und eigene Erfahrungen einfließen läßt. Ja, Frau Feynberg ist prima."Was für ihr Buch gilt, gilt auch für ihren Blog. Er ist einfühlsam geschrieben und zeugt von viel Reflexion.
Hauptschulblues vertritt einen Standpunkt, zu dem meines Erachtens noch viel zu wenige Lehrer durchgestoßen sind, nämlich, dass die Schulgemeinschaft "Schule als gemeinsames Projekt begreifen" sollte.
Wenn Schulleitung, Lehrer, Eltern und Schüler das tun, wird es zwar zunächst genauso viele schlechte Lehrer und Schüler sowie erziehungsunwillige Eltern geben. Aber der Versuch, besser dazustehen, indem man andere schlecht macht, wird abnehmen, weil man erfahrungsgemäß seine eigenen Ziele am besten erreicht, wenn man dabei von anderen unterstützt wird und andere unterstützt.
Und so ruft Hauptschulblues, der übrigens jetzt an einer Mittelschule unterrichtet (die sich freilich wenig von der früheren Hauptschule unterscheidet), immer wieder zu Solidarität auf, z.B. mit Förderschulen).
Fräulein Krises Beiträge sind besonders gut lesbar. Sie erzählt anschaulich bis mitreißend von lauter Situationen, die ihrem Namen Ehre machen, in denen sie freilich mitnichten die Krise kriegt, sondern aus denen sie meist recht souverän hervorgeht (Habe ich hier zu sehr zugespitzt?)
Jetzt fehlt nur noch einer. Später mehr über ihn.
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