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11.7.13

Bloggen gegen Burnout

Eike Müller möchte eine Masterarbeit zu diesem Thema schreiben und bittet deshalb diesen Fragebogen für ihn auszufüllen.

Ich werde den Fragebogen nicht ausfüllen, da ich über 65 Jahre alt bin und insofern aus der mit dem Fragebogen angesprochenen Zielgruppe herausfalle.
Doch sage ich ganz unabhängig vom Fragebogen zu der Frage Folgendes:
Bei Wikipedia und ZUM-Wiki habe ich in der Tat mitgemacht, weil mir die Vorstellung gefiel, dass ich mich ohne Lehrplanbindung mit den Fragen beschäftigen konnte, für die ich mich gerade interessierte, und dass niemand das zu lesen brauchte, der es nicht wollte (ich also nicht zu motivieren brauchte), und dass es offenbar eine ganze Reihe interessierte Leser gab.
Beim Bloggen gefiel mir, dass die Publikationsform noch freier war und dass ich zu manchen Fragen von Schul- und Unterrichtsorganisation äußern konnte, ohne einen Dienstweg gehen zu müssen.

Gegen Burnout hätte das Bloggen sicher nichts geholfen, schon weil ich die Entwicklungslinie idealistische Begeisterung, frustrierende Erlebnisse und Desillusionierung  (vgl. Wikipedia) so nicht begangen habe.
Freilich:  frustrierende Erlebnisse, Desillusionierung und Phasen einer gewissen Apathie bringt wohl jedes Arbeitsleben mit sich. Und gegen diese drei kann öffentliches Schreiben durchaus helfen. 

Gegenwärtig hilft es etwas, sich zu der Verfolgungsjagd auf Snowden äußern zu können und Informationen etwas übersichtlicher als bei Wikipedia bereitzustellen.

9.4.09

Was tun gegen Burnout?

Eine halbwegs ausführliche Liste ihrer privaten Rezepte hat Nele hier zusammengestellt.

Manchem kann ich nicht recht zustimmen. Beherzigenswert finde ich aber die folgenden Punkte:
5. Nein, ich muss mich nicht für meine Schüler aufopfern. Ich helfe ihnen so gut ich kann, aber es gibt Grenzen.
6. Ich habe ein Recht auf Freizeit und auf ein Sozialleben.
7. Nein, die Schule ist nicht wichtiger als meine Gesundheit/meine Ehe/meine Beziehung/meine Kinder/meine Lebenszufriedenheit.

Es ist gut, wenn an einer Schule nicht alle Lehrer ständig die Grenzen des Helfens nach dem Prinzip der 41-Stundenwoche ziehen. Auch nicht bei der gemeinsamen Arbeit an Schulprojekten. Schule lebt davon, dass immer wieder Lehrer die Arbeit mit Schülern zu ihrem Hobby machen oder ihr Hobby in die Arbeit mit Schülern einbringen können.
Aber eine Schulleitung, die diese drei Punkte um höherer Ziele willen nicht berücksichtigen zu müssen glaubt, gefährdet auf Dauer die Wohlfahrt nicht nur der Lehrer, sondern auch der Schüler.