Posts mit dem Label Chaos Computer Club werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Chaos Computer Club werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

9.10.11

Abschied von den Menschenrechten?

DEM STAAT IST ERLAUBT, COMPUTER ZU ÜBERWACHEN UND AUSZUSPÄHEN.

Das ist - in engen Grenzen - vom Bundesverfassungsgericht abgesichertes staatliches Recht.
Die Würde des Menschen ist durch staatlich produzierte Programme zu beseitigen. Das ist nach Analyse des Chaos Computer Clubs das Ergebnis einer Untersuchung der bundesdeutschen Überwachungssoftware.

Denn jeder - das besagt das Untersuchungsergebnis -, der das dafür notwendige Know-how  hat, kann auf den Computer eines gesetzestreuen Bürgers Beweismaterial laden, das ihn schwerster Straftaten überführt.
Damit besteht für einen verantwortungsvollen Richter nur noch die Alternative, jedes per Computerüberwachung festgestellte Beweismaterial unabhängig von der Glaubwürdigkeit des Angeklagten zu akzeptieren oder gar keines mehr. Die Ergebnisse solcher Überwachung werden somit entweder vollständig gerichtsuntauglich oder sie können jedes Opfer eines solchen Computerangriffs zum öffentlichen Verbrecher machen, ohne jede Chance auf Rehabilitation.
Was Strauss-Khan passiert ist, droht künftig also jedem von uns. Die Unsicherheit der Öffentlichkeit, ob es sich um Verbrecher oder Opfer handelt, ist für den Rest seines Lebens nicht mehr auszuräumen.

Wird es dem Staat nach dieser Analyse noch möglich sein, das Vertrauen in ihn wieder herzustellen?

Die Hintergründe und Zusammenhänge werden bald ausführlich behandelt werden, daher zunächst nur zwei Links.: 1 und 2

Nachtrag vom 10.10.:

Der Staatstrojaner wurde vom LKA Bayern verwendet. Von wem sonst ist noch unklar.
Zur Analyse des Trojaners (pdf)

Linkhinweise von Antonie:


Trojanererläuterungen von faz.net

100x eingesetzt


Staatstrojaner in 3 Minuten-Video erklärt...
aus Caschys-Blog

und Hintergrundartikel aus Spiegel-Online

Artikel und Video aus WDR

sowie einen Artikel von Schieb

4.11.10

Konzentrationstöter Neuigkeit

Ein Unternehmensgründer war so mit den vielen neuen E-Mails beschäftigt, dass er ein Angebot, seine Firma zu kaufen, 12 Tage lang übersah.
Die neuen Nachrichten regen so an, dass die Konzentration auf das Wesentliche verloren geht. Dabei ist entscheidend, dass dieser Mangel an Konzentrationsfähigkeit auch nach Abschalten des Computers noch anhält.
Nora Volkow vom National Institute of drug abuse sagt:, diese Technologie verändere unsere Gehirne. Sie sei allerdings nicht mit Drogen zu vergleichen, eher mit Essen und Sexs. In Maßen stimuliere sie positiv, aber im Übermaß werde sie gefährlich.
Mehr dazu in der New York Times in einem Artikel von Matt Richtel vom 7.6.2010

Roger Walshe, Leiter der Abteilung Lernen der British Library, erklärt, Studenten nutzten Material in Bibliotheken und Archiven nicht, weil sie sich nicht bewusst seien, wie viel davon im Netz nicht greifbar ist.
Deshalb macht die Bibliothek ein Lernstudio zu Materialien auf, die nicht im Internet zu finden sind: z.B. Dichter aus dem 1. Weltkrieg, Zeitungen aus dem 17. Jahrhundert, viktorianische Plakate.
Dabei soll ihnen ermöglicht werden, sich fruchtbare Fragestellungen zu erarbeiten und dann danach zu suchen, wo sie Antworten darauf finden. (Quelle: Artikel der Times vom 14.8.2010 von Nicola Woodlock: Google-eyed pupils keep missing the point")

22.12.09

Wikipedia und Chaos Computer Club im Gespräch

Wenn man wie ich die Löschdiskussionen und die Blogkommentare, die im Zusammenhang mit den Löschanträgen für die Wikipedia-Artikel MOGiS und Fefes Blog entstanden sind, gelesen hat und vom Ergebnis einer ersten Diskussion zwischen CCClern und Wikipedianern gehört hatte, dann hielt man es kaum für möglich, dass bald darauf ein so fruchtbares Gespräch zwischen diesen Gruppen zustande kommen könnte wie das, über das Juliana da Costa José im Wikipedia:Kurier vom 16.11.2009 unter dem Titel Der große Graben berichtet. Mein Kompliment an alle Teilnehmer und besonders an die Berichterstatterin Juliana.