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27.7.23

Sensitivity Reader

 In Astrid Lindgrens Buch Kati in Amerika, das "1950 in Schweden erschien, lässt sie ihre Romanheldin denken: 'Ich ging und ging und murmelte heftige Flüche vor mich. Heftige Verwünschungen meiner eigenen Rasse' "*

Biologisch gesehen gibt es heute keine Rassen mehr. Wie geht ein Sensitivity Reader mit so einer Passage um?

Biologisch gesehen gibt es zwei Geschlechter, Zwitter/Hermaphroditen  und   Pseudohermaphroditen, neuerdings aber auch Intergeschlechtlichkeit*. 

Ich lasse das zunächst einmal so hier stehen, schon damit die Anmerkungen nicht zu weit vom Text entfernt stehen.

*Die ZEIT27.7.23, S.3

* "Geschlechtliche körperliche Besonderheiten können etwa auf der chromosomalen, gonodalen, hormonellen oder anatomischen Ebene auftreten. Medizinisch wird Intergeschlechtlichkeit den sogenannten „Varianten der Geschlechtsentwicklung“[9] zugerechnet (englisch disorders of sex development: DSD). Die medizinische Klassifikation wandelt sich stetig und wird innerhalb und außerhalb der Wissenschaft immer wieder kontrovers diskutiert.[10]" (Wikipedia)

Aber natürlich wäre es problematisch, das Wort Rasse in diesem Zusammenhang  zu 

streichen. Es gilt also, weiter zu reflektieren.

16.4.14

Rete-Mirabile.net oder Komplexes verständlich gemacht

Irgendwie habe ich bei diesen Blogeinträgen den Eindruck, dass Rete-Mirabile es liebt etwas zu verstehen, besonders wenn es nicht über den Augenschein geht (Von der Nichtvermittelbarkeit ...). Dennoch stellt er z.B. für Biologie sehr viel anschauliches Material vor.

13.7.07

Unberechtigte Vorwürfe an Karin Wolff

Man braucht kein Anhänger von Karin Wolffs Schulpolitik zu sein, um befremdet darauf zu reagieren, wie ihre Äußerungen zur Behandlung fachübergreifender Fragestellungen in Biologie- und Religionsunterricht benutzt werden, um ihr zu unterstellen, sie rede Kreationisten das Wort.
Immerhin hat kein Geringerer als Karl Popper von dem Komplementaritätsmodell von Theologie und Naturwissenschaften gesprochen. So wie er auch darauf verwiesen hat, dass wissenschaftliche Ergebnisse nach dem Falsifizierungsprinzip immer nur vorläufige sind. Zudem sind weder Urknalltheorie noch die Evolutionstheorie Darwins falsifizierbar. Deshalb bleibt beiden - bei aller Überzeugungskraft der für sie sprechenden Argumente - ein Gutteil Spekulation Voraussetzung für die Bereitschaft, sie für das einzig angemessene Erklärungsmodell zu halten.