In Indien gab es um 1900 noch etwa 100 000 verschiedene Reissorten. Um 1970 gab es dort nur noch 12 Sorten, die in nennenswertem Umfang angebaut wurden. Aufgrund der "Grünen Revolution" (landwirtschaftlicher Produktion mit industriellen Standards) sind ca. 75 Prozent der Nutzpflanzenarten verschwunden. Ein wenig davon wird uns auch in Deutschland beim Apfelkauf bewusst. Statt der ursprünglich 2 500 deutschen Apfelsorten sind jetzt trotz (bzw. wegen) des internationalen Marktzugangs nur noch 30 Sorten im Handel.
Doch der Artenrückgang in Europa ist relativ harmlos. Problematisch ist besonders der in den zwölf Megabiodiversitätsländern wie z.B. Mexiko, in denen 70-80% der Arten der Welt zu Hause sind.
Nur "immer wieder neu gekreuzt, geerntet und wieder ausgebracht, entwickeln sich Pflanzen so weiter, dass sie angepasst bleiben an Klimawandel, an neue oder sich wandelnde Pflanzenarten oder Schädlinge." (Inkota Infoblatt Biologische Vielfalt, S.2)
Auf dem Weltgipfel von Rio de Janeiro 1992 wurde auch eine Konvention über Biologische Vielfalt (CBD) beschlossen. Das traditionelle Wissen indigener Gemeinschaften und Zuchtleistungen traditionell arbeitender Bauern sind darin anerkannt. Doch Patentierung von Pflanzenarten ist darin nicht ausgeschlossen. Besonders die grüne Gentechnik könnte zu hunderten von Patenten auf Pflanzen führen.
Zusammenfassung von neueren Meldungen von UN und anderen 13.7.2010:
Unternehmen tragen bei zu Artensterben und Umweltverschmutzung. Die Scäden gehen in die Billionen.
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26.6.10
21.6.10
Was ich nicht weiß
Beim Besuch der Ausstellung "abgeerntet" der entwicklungspolitischen Organisation Inkota habe ich erfahren, dass ich zu einigen Themen viel zu wenig weiß. Demnächst werde ich daher in Blogartikeln darüber informieren, was ich bis dahin über die unten angegebenen Themen und einige andere gelernt haben werde und nach und nach Links zu diesen Artikeln (Kurzinformation) und zu Organisationen, die sich mit diesen Themen beschäftigen, hier ergänzen. Zunächst verweise ich nur auf Info-Blätter von Inkota zu folgenden Themen:
Blogbeiträge:
Recht auf Nahrung und Ernährungssouveränität: Recht auf Überlebenskampf ohne Gewalt
Land Grabbing: Landraub in Wildwestmanier
Biologische Vielfalt
Biopiraterie
Hilft Gentechnik gegen Hunger?
Biosprit macht Hunger
Links:
Ausführliche Information zu "land grabbing" (englisch)
Aufruf zu Protest gegen Ausverkauf von Ackerland von Kleinbauern
Internationale Organisation von Kleinbauern zum Kampf für Ernährungssouveränität (englisch)
Nyéléni 2007 - Forum for Food Sovereignty. 23rd - 27th February 2007. Sélingué. Mali
Food First
Eine ausführliche Darstellung zu diesem Themenkomplex findet sich in:
Wilfried Bommert: Kein Brot für die Welt. Die Zukunft der Welternährung. Riemann Verlag (München) 2009. Orig.-Ausg., 1. Auflage. 351 Seiten. ISBN 978-3-570-50108-5
- Menschenrecht auf Nahrung
- Ernährungssouveränität
- Agrokraftstoffe
- Grüne Gentechnik
- Biopiraterie
- Biologische Vielfalt
Blogbeiträge:
Recht auf Nahrung und Ernährungssouveränität: Recht auf Überlebenskampf ohne Gewalt
Land Grabbing: Landraub in Wildwestmanier
Biologische Vielfalt
Biopiraterie
Hilft Gentechnik gegen Hunger?
Biosprit macht Hunger
Links:
Ausführliche Information zu "land grabbing" (englisch)
Aufruf zu Protest gegen Ausverkauf von Ackerland von Kleinbauern
Internationale Organisation von Kleinbauern zum Kampf für Ernährungssouveränität (englisch)
Nyéléni 2007 - Forum for Food Sovereignty. 23rd - 27th February 2007. Sélingué. Mali
Food First
Eine ausführliche Darstellung zu diesem Themenkomplex findet sich in:
Wilfried Bommert: Kein Brot für die Welt. Die Zukunft der Welternährung. Riemann Verlag (München) 2009. Orig.-Ausg., 1. Auflage. 351 Seiten. ISBN 978-3-570-50108-5
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