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3.11.19

ZUM weiter unterwegs zu neuen Ufern (Jahrestreffen 2019)

Die ZUM (Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet) besteht seit 22 Jahren. Seit 14 Jahren bin ich dabei, gewonnen durch das damals neue (Ende 2004 begonnene) Projekt ZUM-Wiki.
Ende 2018 wurde dann ein ehrgeiziges neues Projekt gestartet: ZUM-Unterrichten.
Wie viel Arbeitskraft das gekostet hat, kann nur von denen annähernd beurteilt werden, die alle Phasen der Neukonzeption initiiert und begleitet haben. Ich selbst habe die Entwicklung weitestgehend nur von außen beobachtet, und doch bin ich sicher, dass nur viel Selbstausbeutung der ehrenamtlichen Begründer dieses Projekt möglich gemacht hat,  das ganz auf die Interessen der Unterrichtenden und ihrer Schüler ausgerichtet ist.

Ich war überzeugt, dass jetzt eine Phase der ersten Konsolidierung stattfinden müsse. Hat doch selbst die immer so aktuelle Wikipedia das neue Projekt noch nicht einmal wahrgenommen (Stand vom 3.11.2019 18:40).
Aber nein, parallel zu einer Vorstellung von ZUM-Unterrichten begibt sich die ZUM schon gleich auf ein weiteres neues Feld: die Einbettung von H5P Anwendungen.
Im Bericht der ZUM-Vorsitzenden Mandy Schütze über das heute beendete ZUM-Jahrestreffen klingt das ganz selbstverständlich:
"Der Samstag stand im Zeichen von H5P. Oliver Tacke zeigte verschiedene Anwendungen bei H5P, erzählte über das Drumherum und Weiterentwicklungen, die H5P plant. 
Anschließend haben wir unsere eigene H5P-Installation zum Testen frei gegeben."
Was sonst noch alles während des Treffens passiert ist (hier ein Arbeitsdokument), lässt sich aus den Tweets unter dem Hashtag #ZUM2019 erahnen. Ich sehe mich mit dem Bericht darüber zunächst überfordert, werde aber versuchen, einiges davon an anderer Stelle nachzuholen. 

Die ZUM-Vorsitzende dagegen konstatiert (zum Stand der Dinge befragt) ganz trocken:
"Bin noch 2h länger geblieben, um alles fertig zu schreiben (auch das offizielle Protokoll). Sonst ist erst wieder dieser #Alltag da und ich komme zu nix... #zum2019"

Wie sagte Gerhard Schröder doch so prägnant: Die Lehrer sind "faule Säcke".
Er muss es ja wissen. 

sieh auch:
https://einfach.zum.de/wiki/Hauptseite

31.10.15

OER in einer "kritischen Phase" - über das ZUM-Treffen 2015

Kritisch ist die Phase nicht, weil alles den Bach hinuntergehen könnte, sondern weil sich entscheidet, ob über Synergieeffekte ein Durchbruch gelingt, oder ob jede einzelne Initiative ihre eigene Sache mehr oder minder erfolgreich weiter betreibt. 
In einem Gastbeitrag haben auf dem ZUM-Blog unter Möglichkeiten einer Zusammenarbeit von OER-Initiativen Heiko Przyhodnik und Hans Hellfried Wedenig inhaltliche Möglichkeiten aufgezeigt.

  1. Inhaltlich ergänzende Zusammenarbeit (Gleicher inhaltlicher Schwerpunkt)
  2. Funktionsbedingte Zusammenarbeit (Unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte)
  3. OER-Initiativen-Zusammenarbeit allgemein
Beim ZUM-Treffen 2015 geht es unter dem Motto "Die Kräfte bündeln - OER-Initiativen stärken" durchaus um alle drei Punkte, vor allem aber um den Prozess. Gelingt es, ihn so weit voranzutreiben, dass eine neue Stufe der Zusammenarbeit gelingt, oder bleibt mehr oder minder alles beim Alten? 

Gegenwärtig spricht man von der Ukrainekrise, der Eurokrise, der Griechenlandkrise, der Flüchtlingskrise. Und gerade bei der Flüchtlingskrise wird das Wort Krise von vielen gescheut, weil man die Gefahr des Umschlags von einer euphorischen Willkommenskultur in Überanstrengung, Resignation und Hasskulturen sieht. 
Allzu oft haben historische Krisen (z.B. die Julikrise 1914) in Katastrophen geführt. Aber wenn wir an die Kubakrise denken, sehen wir, dass gerade eine Krise die Chance für etwas ganz Neues bietet. Die reale Gefahr, dass der Dritte Weltkrieg mit weltweiter atomarer Vernichtung ausbrechen könnte, hat dazu geführt, dass die Supermächte Regelungsmechanismen gefunden haben, die auf Jahrzehnte diesen Weltkrieg verhindert und mit der Wende von 1989/91 ihn sogar sehr unwahrscheinlich gemacht haben. Gerade weil die Ergebnisse dieses Prozesses gegenwärtig auf dem Spiel stehen, ist zu erkennen, wie stark und weitreichend die Wirkung der Kubakrise war.
Die Flüchtlingskrise und die Umweltkrise (Klimakonferenz in Paris) können noch langfristigere Folgen haben, ohne dass wir das heute übersehen können. Die Chance eines Neuanfangs ist dabei immer inbegriffen.
In dem Sinne sehe ich das ZUM-Treffen 2015 nicht als eine Entscheidung über alles oder nichts, sondern als einen wichtigen Punkt in einem Prozess, der große Möglichkeiten in sich birgt, aber sich auch festfahren kann. 

10.11.13

Internetbekannte und OER in neuem Licht - #zum13

Wer in pädagogischen Fragen im Netz unterwegs ist, und mehrmals zu Treffen der ZUM (Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e.V.) gekommen ist, kennt schon das Phänomen: Bekannte Gestalten aus dem Netz werden plötzlich zu guten Bekannten mit liebenswerten persönlichen Eigenschaften.
Diesmal (9./10.11.13 in Königswinter) wurde es wieder deutlich ausgesprochen von einem Gast der ZUM, der noch auf der Tagung zum Mitglied wurde.
Aber auch die Open Educational Ressources (OER), alias die offenen Bildungsinhalte, verwandelten sich für mich während des Treffens. Am Beginn der Tagung glaubte ich noch, ich hätte die wesentlichen Zusammenhänge zu den OER und ihren Lizenzen alle schon einmal gehört, aber nur noch nicht zureichend verstanden, doch dann wurde mir während der Tagung zum einen vieles verständlicher, was ich bisher nur halb begriffen hatte, vor allem aber wurde mir klar, dass es für viele Detailfragen noch kein geltendes Recht gibt, weil dazu noch keine höchstrichterlichen Entscheidungen vorliegen.
Klar wurde mir das durch den Vortrag (hier die Slides) von Michael Beurskens, der gegenwärtig eine Lehrstuhlvertretung für Wirtschaftsrecht an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat.

Der alte und neue Vorstand der ZUM (M. Schütze, K. Kirst, M. Eirich, K. Dautel, N. Anskeit)
Die Teilnehmer des Treffens
Der Tätigkeitsbericht des Vorstandes als Prezi

Link zu ZUM-Schach

Mehr dazu hier und in diesem Artikel

5.11.12

Meine Eindrücke vom ZUM-Treffen 2012

Die ZUM hat zwei wichtige und aufwändige Umstellungen relativ unauffällig bewältigt, und das, ohne dass eine unerträgliche Überforderung entstanden ist.
Im Ergebnis ist mittelfristig eine Entlastung für besonders wichtige Funktionsträger zu erhoffen, zumal die laufenden Ausgaben abgenommen und die laufenden Einnahmen zugenommen haben.
So kann für spezielle Projekte durchaus Geld eingesetzt werden, ohne dass der ZUM-Haushalt ähnlich unsolide würde wie der Bundeshaushalt. (Offenbar ist Klaus doch die bessere schwäbische Hausfrau als Angela. ;-))
Das World Café war diesmal noch effektiver als beim letzten Mal. Der Vorstand, der schon Vieles in die Hand genommen hat, wurde mit Anregungen für die Weiterarbeit versorgt. Doch ging die Stimmung eher in die Richtung "Es ist ja schön, was ihr alles macht, und wir können uns noch alles mögliche wünschen; aber nehmt euch nicht zu viel vor." Oder war mein Eindruck falsch?

Dass der Vorstand nebenher noch Interviews geben konnte und bei wechselndem Vorsitz die Linie immer klar blieb, hat mich besonders beeindruckt.
Auch wenn gewisse Leute weiterhin unersetzlich sind, hatte ich den Eindruck, dass sich eine gewisse Arbeitsteilung recht gut eingespielt hat.

So war ich mit der Tagung sehr zufrieden, auch wenn ich eine Person sehr vermisst habe. Aber die kommt morgen aus dem Krankenhaus!
Hoffentlich ist sie mit dem Treffen ähnlich zufrieden wie ich.

Eigentlich habe ich im Laufe der Zeit schon einiges über die Geschichte der ZUM mitbekommen. Aber was Margit über die ersten Jahre noch zusätzlich zu berichten hatte, hat meinen Respekt für sie noch weiter erhöht. Ein dreifaches Hoch auf unsere Ehrenvorsitzende! (Sie braucht - auch ohne diese Hochs - gar kein Podest, um die Größte zu sein. ;-))

Anhang:
Was bisher nur in einem anderen Blog steht, sei hier noch angehängt:

Interview zum Jubiläum mit Karl Kirst

Kleine Chronik der ZUM

Erste Bilder vom Jubiläumstreffen in Königswinter
Präsentation des Zum-Vorstandes beim Jubiläumstreffen

Tweets vom Jubiläumstreffen (und von danach)

Ein Film wird entstehen, der besser wiedergeben wird, was vor sich gegangen ist, als ich es könnte.

Trotzdem schon einmal zwei Bilder: Entstehungsprozess und Ergebnis

Wie kann man die Kommunikation zwischen Mitgliedern und Vorstand verbessern?
Ideensammlung im World Café