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24.7.13

Einsatz von Sozialen Netzwerken durch Lehrer in Baden-Württemberg

Der Einsatz von "Sozialen Netzwerken" an Schulen
Handreichung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg zum Einsatz von „Sozialen Netzwerken“ an Schulen.

Dass in Sozialen Netzwerken keine personenbezogenen Daten von Schülern verarbeitet werden sollen, scheint mir aus datenschutzrechtlichen Gründen sinnvoll. Merkwürdig wird es, wenn über soziale Netzwerke keine Unterrichtsmaterialien ausgetauscht werden sollen.
Dass mithilfe von 140 Zeichen bei Twitter keine Tests und Arbeitsblätter ausgetauscht werden können, versteht sich von selbst. Wenn aber auch keine Informationen über den Fundort von Unterrichtsmaterialien ausgetauscht werden dürfen, dann wird die Nutzung von Twitter zumindest für Politiklehrer obsolet. Denn wie will man privat politische Informationen austauschen, ohne in Gefahr zu geraten, damit auch mögliches Unterrichtsmaterial auszutauschen? Wenn man aber das soziale Netzwerk weder für schulische noch für nahe liegende private Zwecke nutzen darf, woher soll man dann die Informationen beziehen, die einen befähigen, über Nutzen und Gefahren der sozialen Netzwerke zu unterrichten und dabei glaubwürdig zu sein?

Nach allem, was ich beobachte und mir sagen lasse, gehen viele Erwachsene, also auch Lehrer, sträflich leichtsinnig mit privaten Informationen, gelegentlich wohl auch über Schüler, um. Ein generelles Verbot des beruflichen Umgangs mit sozialen Netzwerken bei gleichzeitiger Verpflichtung, über sie zu unterrichten, scheint mir doch ein arger Schildbürgerstreich.

Entmündigung des Bürgers allenthalben: Lass dich unbesorgt ausspähen und deine verschlüsselten Mails entschlüsseln lassen, aber hüte dich, dir ein eigenes Urteil zu bilden über Gegentände, zu denen du Unterricht halten sollst.

Zur Situation in anderen Bundesländern sieh Soziale Medien in Schulen: Länder verordnen Lehrern Facebook-Schranken Spiegel online, 24.7.13



27.1.12

Twitterblackout am 28.1.2012

Ich werde morgen weder Tweets lesen noch schreiben. #TwitterBlackout #j28 #twittercensorship http://www.guardian.co.uk/technology/2012/jan/27/twitter-censorship-users-reaction?CMP=twt_gu

Die ZEIT äußert sich relativ positiv zu Twitters Vorgehen:
"Letztlich dürfte das neue Verfahren weniger die weltweite Meinungsfreiheit gefährden als vielmehr Twitters Kommunikationsstrategie."

17.1.11

Mehr Fernsehzeit trotz Internet

Es wird mehr ferngesehen als in früheren Jahren, obwohl mehr und mehr Zeit im Internet verbracht wird, berichtete John Plunkett im Guardian vom 19.8.2010.
Die Begründung ist:
1. Die Bevölkerung wird älter, und ältere Leute tendieren dazu mehr fernzusehen. Über 65-Jährige sehen durchschnittlich über 5 Stuunden am Tag TV.
2. Fernsehen und Nutzung sozialer Netzwerke im Internet schließen sich nicht aus.

Meine Twittererfahrung bestätigt mir das. Es ist erstaunlich, wie oft man in Twitter zu lesen bekommt, dass ein Programm schlecht sei. Gewöhnlich heißt das nicht, dass man nicht von derselben Person über den Fortgang der Sendung informiert würde.

5.3.10

Pädagogik und Twitter

Ein Unterschied zur Talkshow war: wenn sich die Teilnehmer ins Wort fielen, so niemals aggressiv, mitnichten, sie wussten nur nicht, dass der andere noch sprach. Und wenn es Pausen gab, so nicht, weil sie nichts zu sagen gewusst hätten, sondern sie blieben eifrig am Twittern. Es wusste nur niemand, dass sein Mikrophon freigegeben war. So war die Diskussionsrunde am Abschluss des Twitter-Voodoo-Tages. Beachtenswert für mich besonders, wie auf Benjamin Jörissens Bemerkung, er werde einen Link zu Mike Wesch heraussuchen, wenn er nicht mehr rede und deshalb an anderes denken müsse, in einem Tweet der Link erschien, während er noch sprach, und er sich kurz bedankte sowie Weschs eigene Seite hinzufügte.
Was die Bildungsreporter sonst noch zusammengetragen haben, kann man in Spannagels Blogbeitrag erlinken. Seine Moderation der Diskussionsrunde war wieder sehr gelungen. Nur die Technik funktionierte mal wieder nicht, wie ich es von Internetveranstaltungen nun sattsam gewohnt bin. So viele Internetfreaks sind beisammen, und es läuft nicht. Als wollten alle warnen, dass man ja keine Computer im Unterricht einsetzen sollte, weil man dann 50% der Energie und 50% der Unterrichtszeit an die Technik verlöre. Dabei sind es im Schnitt meiner Erfahrung nach nur 15%. (Es sei denn, man hat Profis angeheuert, die die Netzwerkbetreuung übernehmen. Dann fängt man sich Viren ein, die den Betrieb wochenlang lahmlegen, weil die Fachkollegen neben dem laufenden Unterricht jeden einzelnen Computer virenfrei bekommen müssen. So geschehen in ... - wird nicht verraten; denn die LUSD ist noch viel schlimmer als diese professionelle Netzwerkbetreuung.)

23.2.10

Haben sich Blogs verändert?

Ich greife die Frage von DonDahlmann auf und zitiere ihn auch noch:
Blogs haben in gewisser Weise, wieder zu ihren Wurzeln zurückgefunden. Man schreibt nicht mehr alles auf, dafür gibt es Linkschleudern wie Twitter, aber wenn man schreibt, dann sind es längere Texte. Gleichzeitig ist die Kampagnen-Fähigkeit der deutschen Blogs durchaus noch vorhanden und die Politisierung der Szene der letzten zwei Jahre zeigt auch durchaus viele interessante Ansätze,...

Massenpublikum
meint, nicht nur die Blogs, sondern die Menschen hätten sich verändert.

An diesem Blog merkt man, dass meine Entwicklung eher in die andere Richtung verläuft. Ich zitiere und verweise hier häufiger als früher und schreibe weniger eigene Texte. Das liegt daran, dass mir Twitter für Verweise nicht genügt.
"Diesen Text muss man lesen!" Diese Aussage würde ich mir selber nach zwei Tagen nicht glauben. Ich brauche schon Argumente oder wenigstens die Andeutung davon. (Reichte das als Anregung, in die beiden Blogartikel reinzusehen? - Don Dahlmanns ist m.E. der weit interessantere, und er hat auch einige interessante Kommentare angezogen.)

29.9.09

Twitter für Lehrer

Ich propagiere Twitter. Freilich nicht als Unterrichtsmedium, sondern als Materialbörse und zur Pflege von Kontakten, die man nicht mit E-Mails überschütten will und kann.
Deshalb ist mir der Beitrag von Andreas Kalt zum Twittereinstieg für Lehrer sehr willkommen.

1.7.09

Twitter und die IMs

Twitter ist ein sehr geeignetes Instrument, um mit Internetbekanntschaften in Verbindung zu bleiben und sich über gegenwärtige Interessen und Arbeiten auszutauschen.
Andererseits hat es als Nachrichtenmedium des Privatmanns die SMS ergänzt. Kamen beim Zusammenbruch des Welthandelszentrums 2001 die letzten SMS aus den Türmen, so wurde bei dem Hotelanschlag in Mumbai getwittert.
Bei Nachrichtenmedium merkt man freilich, dass BILD dabei seine Privatreporter gewonnen hat, die es nicht sehr erfolgreich und begleitet von - berechtigter - Empörung in den Medien gesucht hat.
Twitterer lassen sich wunderbar als informelle Mitarbeiter jedes Beobachtungsdienstes ausbeuten, sei es BILD, sei es Presse allgemein oder ein Staatssicherheitsorgan. Ein Beispiel dafür lieferte ein Tweet von sachark: "Am Nebentisch im ICE sitzen zwei prominente Spielerberater und ein Anwalt. Sie diskutieren seit 15 Minuten einen Ballack-Transfer zum HSV." Ich habe ihn gelesen, kurz "Wer glaubt's?" gedacht und weiter nach etwas Interessantem gesucht.
Binnem kurzen gingen Nachrichten vom Blog Nur der HSV, von BILD, Express und rp-online (ich werde viele übersehen haben) hinaus.
Twitter wird wahrgenommen, und mit seiner Suchfunktion (am rechten Rand dieses Blogs) ermöglicht es, alle Tweets gezielt zu Stichwörtern, die einen interessieren, zu durchsuchen. Hat man jemanden gefunden, der zu dem Stichwort schreibt, das einen interessiert, kann man all seine Tweets auf das hin durchgehen, was einen sonst noch an ihm interessieren könnte. Zum Thema Fluchtabwehr wird man nicht viel finden, aber man könnte ja auch andere Stichwörter eingeben.
Nicht, dass man mit dieser Methode Terroristen herausfinden könnte. Aber sie kann einen vergleichsweise unaufwändig über das informieren, was jetzt zigtausende von Stasiakten füllt: Unbewiesenes, Banales über Privatleben, was man benutzen kann, um zu verunsichern und so seine Ziele gegen den Abgeschöpften durchzusetzen.

15.6.09

Twitter: Monolog oder Dialog

Es gibt bei Twitter viele Arten von Kommunikation:
1. Statusnachrichten wie: stehe an der Bushaltestelle, SZ+Tee, habe Chili mit zu viel Basilikum gekocht (im Prinzip einlinig)
- selbst die fordern gelegentlich zu direkten Reaktionen heraus
2. Nachrichten oder eindrucksvolle Zitate (einlinig)
3. Hinweise auf Internetseiten, sehr häufig Blogs.
- Der Leser geht auf die Seite und entscheidet, ob er nur überfliegt, liest, speichert oder kommentiert oder gar einen eigenen Blogartikel dazu schreibt.
4. Meinungen, die Kommentare herausfordern
5. Anfragen: Wer kennt einen guten Pudelfriseur?
6. Gezielte Ansprache eines Gesprächspartners, oft über mehrere Tweets hinweg (Spezialist dafür: jeanpol)
Nr.3 verlegt den evtl. Dialog nach außerhalb, Nr.4-6 sehen Dialog in Twitter vor.

31.5.09

Twitter schlägt nur bei den Profis ein

Nur 0,1% der deutschen Internetbenutzer twittern. Das besagt eine Studie zu Web 2.0.
Der Dienst hat zwar ungeheure Zuwachsraten; aber etwa die Hälfte der Neuangemeldeten kommt im nächsten Monat nicht wieder.
Für Geschäftszwecke wird Twitter aber als sehr chancenreich gesehen.

Viele weit darüber hinausgehende Informationen finden sich in diesem Blogeintrag von Thomas Keup. Er ezichnet ein Bild, wonach Twitter sehr wohl für normale Internetnutzer sehr interessant sein kann.

Lehrerkollegien als soziale Netzwerke

Im Nachhinein stelle ich fest, dass manche Rundmails von mir an mein Kollegium schon die Funktion eines Twitterposts hatten: Information für Interessierte, nicht Information über etwas, worüber man dienstlich informiert sein sollte.

8.5.09

Sorglose Twitterer

Sie lästern über ihren Chef, sie sagen vor der Bewerbung, dass sie von der neuen Firma nichts halten, verkünden, mit wem in der Firma sie geschlafen haben und das öffentlich und gelegentlich mit vollem Namen und Adresse. Viele Twitterer sind reichlich sorglos, weiß die taz zu berichten.
In der Benkenlosigkeit, intime Details in der Öffentlichkeit auszubreiten, stehen sie hinter Schülern in schülerVZ und StudiVZ nicht zurück.

19.4.09

Über diesen Blog

Da in diesen Tagen wohl manche vorbeischauen werden, die diesen Blog bisher noch nicht kannten, möchte ich kurz erklären, welche Aufgabe er aus meiner Sicht erfüllen soll.

* Er dient nicht der Vorstellung von Unterrichtsmaterial. Das biete ich auf meiner Homepage an, vor allem aber im ZUM-Wiki, wo ich auf meiner Benutzerseite auf die von mir angelegten Klassen- und Kursseiten und Artikel hinweise. Ein Wiki empfinde ich als ideales Mittel für die gemeinsame Erstellung von Internetartikeln. Schließlich komme ich von der Wikipedia her, wo ich freilich nie als Fontanefan geschrieben habe.

* Dieser Blog soll vielmehr nur Entwicklungen im Schulbereich festhalten und auch meine Meinung dazu artikulieren. Dabei gilt mein besonderes Interesse den "neuen Medien", auch wenn ich überzeugt bin, dass andere Aspekte, vor allem psychologische Beratung und Mediation, weit wichtiger sind.

* Neuerdings möchte ich auch ausdrücklich auf das ZUM-Wiki hinweisen, weil ich bedauerlich finde, dass so viel Unterrichtsmaterial und Unterrichtsreflexion auf Blogs halb versteckt ist, wo es doch sinnvoller leicht auffindbar ins ZUM-Wiki gestellt und dort gegebenenfalls verbessert werden könnte.
Das ist eine der wenigen Meinungsverschiedenheiten, die ich mit Herrn Rau habe, der durchaus nicht einsehen will, dass seine hervorragenden Texte zu Informatik, Englisch und Schulorganisation eben nicht erst von ihm überarbeitet werden müssen, um sinnvoll im Wiki Platz zu finden. Die Wikifizierung lässt sich ja auch von anderen nachholen.
Neuerdings weise ich auch in Twitter auf das ZUM-Wiki hin.

20.3.09

Basic über soziale Sphären im Internet

Immer noch gefällt mir Robert Basics Artikel über die Entwicklung von Blogs und Sozialen Netzwerken am besten von allem, was ich dazu gelesen habe.
Da ist es Zeit, ihn mal hier zu verlinken.

15.3.09

Ein öffentlicher Wissenschaftler und das ZUM-Wiki

Zu seiner letzten Tagung (14./25.3.09) lud das ZUM-Wiki Christian Spannagel zum Eröffnungsreferat ein. Der blieb dann gleich bis zum Schluss der Tagung, twitterte darüber und brachte gleich eine ganze Reihe von Tagungsmitgliedern dazu, sich noch auf der Tagung bei Twitter anzumelden. Es wurde sogar beschlossen, ein Twitter-Account einzurichten, das über die neusten Artikel und andere Nachrichten zum ZUM-Wiki informiert.
So ganz zufrieden war Spannagel damit freilich nicht: "Man hat in Web 2.0 zwar schon vom ZUM-Wiki gehört, aber es ist noch nicht wirklich bekannt. Wann ist schon in Diskussionen von ZUM-Wiki-Artikeln die Rede?"
Ob die Erwähnung des ZUM-Wikis und des sagenhaften Erfolgs des Vera 8-Artikels ihm genügt, muss ich leider bezweifeln.

1.3.09

Vergleichsarbeiten, Aufklärung und Twitter

Dank an Thomas Rau für die Information zu Vergleichsarbeiten und Gabi Reinmann für die zu Aufklärung zu Web 2.0 sowie apanat für die über Twitter.

9.1.09

Zu Webaktivitäten

Was für neue Chancen - und Gefahren - bietet das neue Microblogging (wie z.B. Twitter) im Verhältnis zum Bloggen?

Reflexion zu Angaben über die reale Person in Internetspielen.

Ermöglicht
Twitter
das Schließen von Freundschaften?

Web 2.0