Warum haben sich die Politiker in der Coronakrise ständig auf die Wissenschaft berufen? Weil Gefahr im Verzuge war und man nach bestem Wissen und Gewissen schnell entscheiden musste. Das war richtig, und Wissenschaftler haben darauf immer wieder hingewiesen.
Aber dieselben Wissenschaftler haben stets gewusst, dass alle wissenschaftliche Erkenntnis nur vorläufig ist. Deshalb forschen sie ständig weiter, unternehmen neue Experimente, damit die Unsicherheit geringer wird und Schritte aus der Krise heraus weniger riskant.
Dazu gehört freilich auch offene Diskussion darüber, was aus dieser Krise zu lernen war. Und dazu gehören Proteste, Demonstrationen und fundierte Kritik am Regierungshandeln aus den Reihen der Opposition. Ohne Meinungsaustausch werden wir nicht klüger.
Was uns in die Krise hineingeführt hat, kann uns nicht herausführen.
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3.6.10
Politische Beteiligung
Angeregt durch einen Diskussionsbeitrag in ZUM-Unity habe ich in einem ZUM-Wiki-Artikel einige Internetseiten zusammengestellt, die politische Informationen bieten und zum Teil auch sehr direkt zu politischer Beteiligung anregen. Da ich - dank Wikipedia - da einiges Neue kennengelernt habe, auf das ich gern aufmerksam machen möchte, führe ich diese Seiten auch hier an (einige finden sich schon länger in meiner Linkliste rechts). Dass ich noch nicht alle dieser Seiten kannte, halte ich für eine Bildungslücke, die schwerer wiegt als manche andere. Dass ich manche dieser Seiten, obwohl ich sei schon lange kenne, fast nie aufsuche, nehme ich mir nicht übel.
* Abgeordnetenwatch.de Seite mit der Möglichkeit, Abgeordnete verschiedener Parlamente direkt zu befragen
* "Direkt zur Kanzlerin!" Seite zur Befragung der Kanzlerin
* democracy online today
* e-politik.de Onlinemagazin zur Förderung politischer Bildung
* Indymedia Netzwerk von Medienaktivisten
* JibJab.com englische Seite mit politiksatirischen Comics
* NachDenkSeiten Seite mit politischen Kommentaren und Informationen
* Politik-digital Seite für politische Information und Kommunikation
* Smartvote Schweizer Seite mit Wahlentscheidungshilfen
* Wahl-O-Mat Seite der Bundeszentrale für politische Bildung mit Wahlentscheidungshilfen für die Bundesrepublik Deutschland
* Wahlkabine.at Österreichische Seite mit Wahlentscheidungshilfen
Link zum ZUM-Wiki-Artikel
* Abgeordnetenwatch.de Seite mit der Möglichkeit, Abgeordnete verschiedener Parlamente direkt zu befragen
* "Direkt zur Kanzlerin!" Seite zur Befragung der Kanzlerin
* democracy online today
* e-politik.de Onlinemagazin zur Förderung politischer Bildung
* Indymedia Netzwerk von Medienaktivisten
* JibJab.com englische Seite mit politiksatirischen Comics
* NachDenkSeiten Seite mit politischen Kommentaren und Informationen
* Politik-digital Seite für politische Information und Kommunikation
* Smartvote Schweizer Seite mit Wahlentscheidungshilfen
* Wahl-O-Mat Seite der Bundeszentrale für politische Bildung mit Wahlentscheidungshilfen für die Bundesrepublik Deutschland
* Wahlkabine.at Österreichische Seite mit Wahlentscheidungshilfen
Link zum ZUM-Wiki-Artikel
18.10.09
Aktuelle Links
Schillers Kunstphilosophie besprochen in der SZ
Robert Basic über die soziale Funktion von Blogs als Menschenvernetzungsmaschinen
Einmal mehr: Das Netz vergisst nichts (FAZ)
Bildung hacken: Überblick (weblearn-Wiki) Einzeläußerungen (etherpad)
Wikipedia, Relevanzkriterien, Löschdiskussionen, fefes Blog und Kampf gegen Zensur im Internet
Stasi 2.0 In diesem Wikipediaartikel wird über die sehr zweifelhafte Praxis von Gegnern von online-Computerdurchsuchungen und Internetzensur berichtet, die solches Vorgehen und das Bild des gegenwärtigen Finanzministers mit Stasimethoden in Verbindung bringen. Dagegen scheint mir der Bundestrojaner eine gelungene Art von Kritik.
Abmahnungen
Presserechtsblogbeitrag von Thomas Schwenke
Der Pressekodex im Wortlaut.
"Loch in der Wand" - ein Computer unterrichtet 300 indische Kinder (mit ersten Kommentaren)
Kant, Web 2.0 und Kritik an Abmahnungen
Es gibt kein Rezept für gehirngerechtes Lernen
Schule reformieren genügt nicht. Man muss sie transformieren, sagt Lisa Rosa.
Digitale Medien helfen nicht gegen die gegenwärtigen Probleme der Schule
Verhaltensregeln für Neuronen (über die normative Funktion der Neuronenmetapher)
Aufstellung über "die 50 einflussreichsten englischsprachigen Blogger" nach income diary von Thilo Bonow
(was immer most influential nach Th. Bonow heißen mag)
Bis jetzt mein Favorit aus der Liste: huffington post
Links zu Politik u. Medien
Lernen und Vergessen
eines Tages: Abschied vom Quellekatalog u.a.
weniger aktuell, aber ziemlich einmalig: Spaziergang unter dem Eis der Losse
Robert Basic über die soziale Funktion von Blogs als Menschenvernetzungsmaschinen
Einmal mehr: Das Netz vergisst nichts (FAZ)
Bildung hacken: Überblick (weblearn-Wiki) Einzeläußerungen (etherpad)
Wikipedia, Relevanzkriterien, Löschdiskussionen, fefes Blog und Kampf gegen Zensur im Internet
Stasi 2.0 In diesem Wikipediaartikel wird über die sehr zweifelhafte Praxis von Gegnern von online-Computerdurchsuchungen und Internetzensur berichtet, die solches Vorgehen und das Bild des gegenwärtigen Finanzministers mit Stasimethoden in Verbindung bringen. Dagegen scheint mir der Bundestrojaner eine gelungene Art von Kritik.
Abmahnungen
Presserechtsblogbeitrag von Thomas Schwenke
Der Pressekodex im Wortlaut.
"Loch in der Wand" - ein Computer unterrichtet 300 indische Kinder (mit ersten Kommentaren)
Kant, Web 2.0 und Kritik an Abmahnungen
Es gibt kein Rezept für gehirngerechtes Lernen
Schule reformieren genügt nicht. Man muss sie transformieren, sagt Lisa Rosa.
Digitale Medien helfen nicht gegen die gegenwärtigen Probleme der Schule
Verhaltensregeln für Neuronen (über die normative Funktion der Neuronenmetapher)
Aufstellung über "die 50 einflussreichsten englischsprachigen Blogger" nach income diary von Thilo Bonow
(was immer most influential nach Th. Bonow heißen mag)
Bis jetzt mein Favorit aus der Liste: huffington post
Links zu Politik u. Medien
Lernen und Vergessen
eines Tages: Abschied vom Quellekatalog u.a.
weniger aktuell, aber ziemlich einmalig: Spaziergang unter dem Eis der Losse
11.12.08
Kindliche Vorstellungen
Wissenschaftler haben untersucht, was Kinder über Politik wissen. Sie haben sich gewundert, wie viel sie wissen.
Ich bin nicht so beeindruckt. Dabei halte ich die Untersuchungen aber durchaus nicht für sinnlos, und keinesfalls möchte ich behaupten, ich hätte mir auch ohne die Untersuchung denken können, wie viel sie wissen.
Freilich, das, was ich für Politik halten würde: gesellschaftliche Problemlösung bei Interessenorientierung und Fähigkeit zur Kompromissfindung, haben die Wissenschaftler von den Kindern nicht erfragt. Dabei wissen Kinder gewiss sehr viel darüber, nämlich all das, was sich auch schon in der Familie erleben lässt.
Politisches Wissen sei, dass sie die Namen Merkel und Bush kennen und manche auch noch Schröder. Ich kannte Adenauer und die SPD. Adenauer wollte ich als Kanzler und die SPD sollte die bestimmende Partei sein. Von Politik habe ich also nicht viel verstanden. Meine Tochter hat im Kindesalter Kogons SS-Staat weithin durchgelesen. Sie versichert mir heute, sie habe ihn nicht verstanden.
Nach meinem Eindruck sagen Kinder über Politik meist das, was sie von den Eltern gelernt haben. Manche Erwachsene tun das noch mit 50 Jahren. Ich habe den Eindruck, von Politik verstehen diese beiden Gruppen nicht viel.
Man kann ihnen aber beibringen, dass sie Respekt vor anderen Menschen entwickeln und dass es wünschenswert ist, Maßnahmen zu finden, die den Interessen möglichst vieler gerecht werden. Dann haben sie schon recht viel von Demokratie verstanden, auch wenn sie eine Partei wählen, ohne recht zu wissen, welche politische Positionen sie von anderen unterscheiden.
Ich bin nicht so beeindruckt. Dabei halte ich die Untersuchungen aber durchaus nicht für sinnlos, und keinesfalls möchte ich behaupten, ich hätte mir auch ohne die Untersuchung denken können, wie viel sie wissen.
Freilich, das, was ich für Politik halten würde: gesellschaftliche Problemlösung bei Interessenorientierung und Fähigkeit zur Kompromissfindung, haben die Wissenschaftler von den Kindern nicht erfragt. Dabei wissen Kinder gewiss sehr viel darüber, nämlich all das, was sich auch schon in der Familie erleben lässt.
Politisches Wissen sei, dass sie die Namen Merkel und Bush kennen und manche auch noch Schröder. Ich kannte Adenauer und die SPD. Adenauer wollte ich als Kanzler und die SPD sollte die bestimmende Partei sein. Von Politik habe ich also nicht viel verstanden. Meine Tochter hat im Kindesalter Kogons SS-Staat weithin durchgelesen. Sie versichert mir heute, sie habe ihn nicht verstanden.
Nach meinem Eindruck sagen Kinder über Politik meist das, was sie von den Eltern gelernt haben. Manche Erwachsene tun das noch mit 50 Jahren. Ich habe den Eindruck, von Politik verstehen diese beiden Gruppen nicht viel.
Man kann ihnen aber beibringen, dass sie Respekt vor anderen Menschen entwickeln und dass es wünschenswert ist, Maßnahmen zu finden, die den Interessen möglichst vieler gerecht werden. Dann haben sie schon recht viel von Demokratie verstanden, auch wenn sie eine Partei wählen, ohne recht zu wissen, welche politische Positionen sie von anderen unterscheiden.
18.6.08
Politische Einstellung
Ich bin von meiner Seite unbedingt für den Abbruch des Vietnamkrieges. Trotzdem weiß ich nicht, ob ich ihn als amerikanischer Präsident auch abbrechen würde und würde die Verantwortung für den Abbruch nur ungern tragen. (Allerdings lieber als für die Weiterführung.)
So habe ich am 15.10.66 in mein politisches Tagebuch geschrieben. Heute sage ich mir und anderen immer wieder: Meine Verantwortung ist nicht, mir für den hypothetischen Fall, dass ich Bundeskanzler wäre und dessen Informationen hätte, auszudenken, was ich für richtig hielte. Meine Aufgabe ist, mich für das einzusetzen, was ich für politisch richtig halte.
Deshalb bin ich weiter gegen deutsche Angriffskriege. Gegen den auf Serbien, gegen den auf Afghanistan und gegen den auf andere Staaten, weil ich die Grundgesetzregelung für richtig halte.
Ob mich Joschka Fischer irgendwann von etwas anderem überzeugt, weiß ich nicht. Jedenfalls sind Auschwitz und Kosovo zwei ganz unterschiedliche Sachen, auch Auschwitz und der 11.9.2001, auch Auschwitz und die Behinderung von Katastrophenhilfe in Birma. Das heißt nicht, dass ich die damalige Politik Serbiens, Osama Bin Ladens und die des birmesischen Militärregimes in irgendeiner Weise entschuldigen wollte. Die Menschenrechte sind als Rechtfertigung eines Angriffskrieges meiner Meinung nach untauglich. Wenn die UNO ein Eingreifen beschlösse, wäre das etwas anderes. Freilich - wie beim Koreakrieg mit der "Uniting for peace"-Resolution - wäre auch da später noch historisch zu prüfen, ob der Schritt wirklich gerechtfertigt war.
Labels:
Politik,
Politisches Engagement,
UNO
6.5.07
Gerechtigkeit
"Der Begriff des Neiders füllt dieselbe rhetorische Rolle aus wie in der Adenauer-Zeit das Wort „Kommunist“ oder in der Studentenrevolte der Achtundsechziger das Wort „Faschist“. Es geht mit solchen unüberlegten Schlagworten darum, unerwünschte Kritik zu denunzieren und gründliches Nachdenken zu unterbinden", so lese ich es - von Politikern darf man so präzise Analysen nicht mehr erwarten - unter der Überschrift Option für die Schwachen in einem Wort zum Sonntag.
In der Tat. Gerechtigkeit, Verantwortungsgefühl, Mitgefühl, Werte, die unsere Gesellschaft einmal auszeichneten, versucht man uns systematisch als uncool auszureden und das seit 1989. Eine sehr bedauerliche Folge der deutschen Einigung.
Aber man hätte sonst ja auf den Gedanken kommen können "Unsere Brüder und Schwestern im Osten" wären etwa gleichberechtigt.
In der Tat. Gerechtigkeit, Verantwortungsgefühl, Mitgefühl, Werte, die unsere Gesellschaft einmal auszeichneten, versucht man uns systematisch als uncool auszureden und das seit 1989. Eine sehr bedauerliche Folge der deutschen Einigung.
Aber man hätte sonst ja auf den Gedanken kommen können "Unsere Brüder und Schwestern im Osten" wären etwa gleichberechtigt.
3.2.07
Raubtierkapitalismus
Nur weil Helmut Schmidt jetzt auch davon spricht, hält mein Namensvetter es für möglich, dass er altersweise geworden ist. Wenn er sich da mal nicht täuscht.
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