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19.7.17

Guter Unterricht

Lehrer über Inklusion: So könnte guter Unterricht gehen Spiegel online 18.7.17
"Viele Eltern und Lehrer kritisieren die Inklusion - wegen fehlenden Personals und mangelnder Ausstattung. Für Lehrer Philipp Krüger nur die halbe Wahrheit. Er fordert anderen Unterricht."

 "Den lieb ich, der Unmögliches begehrt.“ 

Philipp Krüger hat Recht, wenn er einen anderen Unterricht als Voraussetzung dafür fordert, dass Inklusion gelingen kann. Schließlich gibt es Beispiele, wo er möglich ist.

Ich wünsche mir, dass diese Forderung allgemeiner verbreitet wäre und auch in der Lehrerausbildung berücksichtigt würde. Bis dahin aber wird Inklusion ohne zusätzliches Personal bei den jetzigen Organisationsformen nur unter besonderen Umständen erfolgreich sein können. Im Regelfall brauchen benachteiligte Schüler andere Organisationsformen. 
Schüler, die in der Regelschule gescheitert sind, können so schon heute angesammelte Lerndefizite wieder ausgleichen. 

mehr zu Inklusion hier

26.2.12

Inklusion oder: Wunder dauern etwas länger

Wenn man von Schülern hört, die im Regelschulsystem gescheitert sind und durch besondere Förderung wieder Selbstbewusstsein und Leistungsfähigkeit entwickeln, dann kann man Zweifel an der Weisheit der allgemeinen Durchsetzung von Inklusion entwickeln.
Es ist ähnlich wie beim Atomausstieg: Wenn man trotz geltender Rechtslage jahrelang darauf spekuliert hat, dass es schon nicht dazu kommen wird und deshalb nichts - oder doch viel zu wenig - dazu getan hat, die Umstellung vorzubereiten, dann kann man nicht kostenneutral von Knall auf Fall umstellen.
Es gibt großartige Erfolge bei der Integration von Behinderten seit Helen Keller. Meist erforderten sie besondere Anstrengungen. Mit gutem Willen und rechtlichen Regelungen allein ist es nicht getan.
Ein paar eindrucksvolle Beispiele bringt Spiegel online:
"Ich glaube nicht daran, dass man im gemeinsamen Unterricht immer allen gerecht werden kann", sagt Lisa Leifheit vom Selbsthilfeverein Selbstständigkeitshilfe bei Teilleistungsschwächen (SetH) in Münster; es wäre aber viel mehr möglich, wenn alle Förderungsmöglichkeiten genutzt würden.

Vgl. auch: Inklusion zwischen Anspruch und Wirklichkeit 29.2.12
Gemeinsam anders. Ein Besuch in Südtirol 11.6.12