24.9.26

Bericht über Hörbehindertenarbeit. Zugleich ein Beitrag zum Thema Inklusion

 Um es gleich zu sagen: Der Bericht plädiert für beides: Inklusion dort, wo Schüler alle Unterstützung bekommen können, die sie brauchen, und ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (wie z.B. die Erich Kästner-Schule, Karlsruhe), wo mehr Unterstützung nötig ist. 

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/unterricht-fuer-majas-beduerfnisse-in-klasse-mit-schwerhoerigen-102.html


Eine Kirchengemeinde für Hörgeschädigte

"Ich zeige zuerst", sagt Prädikant Stefan Heidland im kleinen Gemeindesaal in der Karlsruher Lukaskirche. Der ehrenamtliche Prediger leitet ein Lied ein. Das wird aber nicht gesungen. "Ich bin da. Das ist wahr. Das ist wunderbar", spricht er und gebärdet die Wörter gleichzeitig mit. Bei der Wiederholung machen auch die anderen in der kleinen Gemeinde mit. Denn an dem mit Kaffeetassen und Tellern gedeckten Tischreihen sitzen nicht nur Schwerhörige und Gehörlose. Beim Gottesdienst in der Karlsruher Lukaskirche ist jede und jeder willkommen.

[...] In Baden-Württemberg gibt es nur wenige Gemeinden für Gehörlose und Schwerhörige. Sie sind in Heidelberg, Offenburg, Freiburg, Weil am Rhein und Bruchsal. Häufig arbeiten die Gemeinden überkonfessionell Hand in Hand. Bei den Gebärden kann es aber schon bei kleinen Distanzen große Unterschiede geben. "In Mannheim gebärden sie anders als in Heidelberg und anders als in Karlsruhe", sagt Stefan Heidland."

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