10.12.11

Der goldene Stein - ein Stolperstein und seine Verlegung in Berlin

"Neunundsechzig Jahre und einundsiebzig Tage, nachdem die Jüdin Else Hecht aus ihrer Wohnung in der Motzstraße abgeholt wurde, bekommt der Lehrling Andreas Wünsch den Auftrag, für sie einen Gedenkstein in den Berliner Bordstein zu schlagen" so beginnt die Reportage in der Frankfurter Rundschau vom 10./11.12.11, die ich zur Lektüre empfehlen möchte.
Am 4. Januar 1995 verlegte Gunter Demnig, der das Konzept der Stolpersteine entwickelte die ersten Steine in Köln.
Inzwischen sind in ganz Europa über 30 000 verlegt worden.
Mein erster Hinweis auf Stolpersteine erfolgte in diesem Blog im Juli 2009.

Der Bericht der FR schließt:
"Danach stimmt Ruth Rotsteins Enkelin ein hebräisches Lied an. Man versteht nicht, wovon es handelt, aber es klingt so, als rufe sie all die Klagen hinaus, die Else Hecht ihrer Familie nicht schreiben durfte. Es zerreißt einem das Herz.

Der Lehrling Andreas Wünsch ist jetzt in der Schaperstraße, es ist die vorletzte Station vor seinem Feierabend. Er verlegt drei Steine für Max und Käthe Herrmann sowie ihre zwölfjährige Tochter Ilse-Ruth."

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